Auf einen Blick

Pressemitteilung

311/2013/36/E
München, den 25. Oktober 2013

Energieverbrauch der bayerischen Industrie 2012 leicht gesunken

Erdgas und Strom nach wie vor wichtigste Energieträger

2012 wurden in Bayern in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden insgesamt 384 246 Terajoule (TJ) Energie verbraucht. Das entspricht nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung einem Rückgang von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den energieintensivsten Branchen zählten wie im Vorjahr die „chemische und die pharmazeutische Industrie“, sowie die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“. Die wichtigsten Energieträger waren auch 2012 wieder Erdgas und Strom, auf die zusammen mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs entfielen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden 2012 in Bayern in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden insgesamt 384 246 Terajoule (TJ) Energie verbraucht, was einem Rückgang von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (ohne Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) verbrauchten im Jahr 2012 insgesamt 380 551 Terajoule (TJ) an Energie. Binnen Jahresfrist ging der Gesamtverbrauch hier um 1,9 Prozent zurück. Herauszuheben sind dabei der Verbrauchsanstieg gegenüber 2011 im Wirtschaftszweig „Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)“ (+25,7 Prozent) und der Verbrauchsrückgang im Wirtschaftszweig „Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen“ (-10,4 Prozent).

Wie schon in den vergangenen Jahren entfiel ein Großteil des gesamten Energieverbrauchs im Verarbeitenden Gewerbe auf wenige Wirtschaftszweige. Dies sind insbesondere die chemische und pharmazeutische Industrie (zusammen 68 126 TJ bzw. 17,9 Prozent), die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“
(57 193 TJ bzw. 15,0 Prozent) und die Papierindustrie (47 509 TJ bzw. 12,5 Prozent). Die Prozentangaben beziehen sich jeweils auf den ermittelten Gesamtverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe.

Die wichtigsten Energieträger waren auch 2012 wieder Erdgas und Strom. Im Verarbeitenden Gewerbe deckten diese beiden Energieträger mit 140 929 TJ bzw. 121 846 TJ zusammen mehr als zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs ab. Binnen Jahresfrist wurde für den Erdgasverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe ein Anstieg um 2,0 Prozent ermittelt, der Stromverbrauch nahm hingegen um 3,5 Prozent ab.

Erneuerbare Energien spielten als Ersatz für fossile Energiequellen in den betrachteten Bereichen auch 2012 eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Im Verarbeitenden Gewerbe lag ihr Anteil am Gesamtverbrauch jedoch immerhin bei 8,6 Prozent (32 784 TJ) und damit deutlich über dem von Heizöl (2,8 Prozent). Der Verbrauch von Heizöl war dort binnen Jahresfrist um 11,9 Prozent auf 10 585 TJ gesunken.

Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden lag der Energieverbrauch 2012 bei 3 694 TJ mit einem Rückgang von 13,3 Prozent binnen Jahresfrist. Strom und Erdgas waren auch in diesem Bereich die wichtigsten Energieträger. Ihr Anteil betrug hier sogar 83,3 Prozent.


Die ausgewiesenen Ergebnisse basieren auf den Daten der Erhebung über die Energieverwendung der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden für das Berichtsjahr 2012. Befragt wurden Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten.


Energieverwendung im Verarbeitenden Gewerbe, Bergbau sowie Gewinnung

von Steinen und Erden

                     nach ausgewählten Wirtschaftszweigen 2012

 

Nr. der

Wirtschaftsabteilung

Energie-verbrauch2) insgesamt3)

davon

Klassi-

-

Strom

Erdgas

Heizöl

Erneuerbare Energien

Sonstige4)

fikation1)

Wirtschaftszweige

Terajoule (TJ)

B

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

3 694

1 287

1 791

279

21

318

C

Verarbeitendes Gewerbe

380 551

121 846

140 929

10 585

32 784

74 408

10, 11

H. v. Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung

34 805

9 635

19 129

2 601

819

2 622

13

H. v. Textilien

6 504

1 838

1 466

141

 

 

16

H. v. Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (o. Möbel)

30 931

2 560

67

105

27 864

335

17

H. v. Papier, Pappe und Waren daraus

47 509

16 469

22 185

523

356

7 977

18

H. v. Druckerzeugn.; Vervielfältigung von bespielten

 

 

Ton-, Bild- und Datenträgern

4 129

1 800

2 216

63

5

45

20, 21

H. v. chem. u. pharmazeut. Erzeugnissen

68 126

22 965

29 115

414

62

15 570

22

H. v. Gummi und Kunststoffwaren

13 109

8 652

3 293

728

51

385

23

H. v. Glas u. Glaswar., Keramik, Verarb. v. Steinen u. Erden

57 193

9 002

25 292

1 809

1 694

19 397

24

Metallerzeugung und -bearbeitung

18 235

8 426

6 198

396

2

3 213

25

H. v. Metallerzeugnissen

10 536

5 483

2 881

672

 

 

26

H. v. Datenverarbeitungsgerät., elektron. u. opt. Erzeugn.

4 988

3 435

786

169

95

503

28

Maschinenbau

16 346

8 959

4 913

842

158

1 473

29

H. v. Kraftwagen und Kraftwagenteilen

19 833

11 001

6 411

390

205

1 827

31

H. v. Möbeln

1 963

800

187

200

732

43

32

H. v. sonstigen Waren

1 916

1 206

402

125

68

115

33

Reparatur und Installation v. Maschinen u. Ausrüstungen

1 171

499

224

70

5

372

 

Übrige WZ

43 259

9 117

16 164

1 336

71

16 571

B, C

Insgesamt

384 246

123 133

142 720

10 863

32 804

74 726

____________________

1) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

2) Einschl. nichtenergetischer Verbrauch.

3) Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in Industriekraftwerken eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen, die    

    sowohl den Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe als auch des erzeugten Stroms umfassen.

4) U.a. Kohlen, Flüssig-, Raffinerie-, Biogas, Diesel, biogene Stoffe, Abfall, Fernwärme, Klärschlamm.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.