Auf einen Blick


Pressemitteilung

312/2013/36/Q
München, den 25. Oktober 2013

Ausstoß von Treibhausgasen in Bayern seit 1995 um 14,8 Prozent gesunken

2010 emittierte Bayern knapp 7,4 Tonnen CO2-Äquivalente je Einwohner

In Bayern wurden im Jahr 2010 rund 93 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgasen emittiert. Das war nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung ein Rückgang um 14,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 1995. Umgelegt auf die bayerische Bevölkerung wurden 7,39 Tonnen CO2-Äquivalente je Einwohner emittiert. Dieser Wert liegt merklich unter der entsprechenden Marke für Deutschland (11,37 Tonnen CO2-Äquivalente je Einwohner). Unter den drei betrachteten Treibhausgasen Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid verzeichnete Methan den größten proportionalen Rückgang (-32,0 Prozent).

Im Jahr 2010 beliefen sich in Bayern die Emissionen von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid) ohne prozessbedingte Emissionen auf rund 93 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich damit der Ausstoß dieser zum Treibhauseffekt beitragenden Gase seit 1995 um 14,8 Prozent verringert. Die Treibhausgasemissionen werden zur besseren Vergleichbarkeit in CO2-Äquivalenten angegeben. Diese sind ein Maß, um das Erwärmungspotenzial der einzelnen Gase im Verhältnis zum Erwärmungspotential des Kohlendioxids auszudrücken.

In Deutschland insgesamt wurden knapp 930 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Der auf Bayern entfallende Anteil lag dementsprechend bei rund 10 Prozent. Bezogen auf die Bevölkerung hat Bayern mit 7,39 Tonnen CO2-Äquivalenten je Einwohner nach Berlin (5,62 Tonnen je Einwohner), Thüringen (6,28 Tonnen je Einwohner), Hamburg (6,51 Tonnen je Einwohner), Hessen (6,96 Tonnen je Einwohner) und Baden-Württemberg (7,18 Tonnen je Einwohner) den sechstniedrigsten Wert. Deutschlandweit wurden 11,37 Tonnen CO2-Äquivalente je Einwohner emittiert.

Unter den betrachteten Treibhausgasen wurde der größte proportionale Rückgang in Bayern mit 32,0 Prozent (182 108 Tonnen weniger als 1995) bei Methan verzeichnet. Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen sind im betrachteten Zeitraum von 1995 bis 2010 um 11,0 Millionen Tonnen (-12,7 Prozent) gesunken. Bei den Emissionen von Distickstoffoxid wurden Rückgänge von 12,1 Prozent (-5 556 Tonnen) beobachtet.


Diese und weitere Ergebnisse zur Umweltbeanspruchung in Bayern und den anderen Bundesländern finden Sie in den aktuellen Veröffentlichungen des Arbeitskreises „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (Band 1 – Indikatoren und Kennzahlen, Tabellen und Band 2 – Indikatoren und Kennzahlen). Beide Publikationen stehen ab sofort auf der Internetseite des Arbeitskreises unter der Adresse www.ugrdl.de/veroeffentlichungen.htm kostenlos zum Download bereit. Hier wird in Kürze auch der Band 3 „Methodische Weiterentwicklungen in den UGRdL“ erscheinen, mit einem bayerischen Beitrag zur „Statistischen Erfassung der Umweltwirtschaft“ in den Bundesländern.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.