Auf einen Blick

Pressemitteilung

317/2013/35/M
München, den 30. Oktober 2013

Inflationsrate in Bayern im Oktober bei 1,0 Prozent

Niedrigste Inflationsrate seit Juni 2010; Sondereffekt durch Wegfall der Studiengebühren

Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 1,0 Prozent erhöht. Eine niedrigere Inflationsrate konnte zuletzt nur im Juni 2010 mit +0,9 Prozent ermittelt werden. Der sehr moderate Preisanstieg ist zu einem erheblichen Teil auf den Wegfall der Studiengebühren zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieses Sondereffektes hätte die Inflationsrate bei 1,2 Prozent gelegen. Überdurchschnittliche Teuerungsraten weisen Nahrungsmittel (+4,2 Prozent) auf. Dabei stiegen u. a. die Preise für Butter (+23,2 Prozent) und Milch (+17,2 Prozent) erheblich. Im Energiebereich verteuerte sich Strom (+12,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr spürbar, während die Preise für Heizöl (-10,4 Prozent) und Kraftstoffe (-5,2 Prozent) deutlich zurückgingen. – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, verringerten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,4 Prozent. Auch dies ist in erheblichem Umfang auf den Wegfall der Studiengebühren zurückzuführen. Preisrückgänge waren im Oktober auch bei Heizöl (-3,5 Prozent) und Kraftstoffen (-3,1 Prozent) zu beobachten.

Verbraucherpreisindex für Bayern (2010 = 100) Verbraucherpreisindex für Bayern (2010 = 100)

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Oktober 2013 bei +1,0 Prozent; im vorangegangenen September lag sie bei +1,4 Prozent. Der geringe Preisanstieg ist zu einem erheblichen Teil auf den Wegfall der Studiengebühren zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieses Sondereffektes hätte die Inflationsrate 1,2 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 4,2 Prozent. Überdurchschnittlich stiegen u. a. die Preise für Molkereiprodukte wie frische Milch (+17,2 Prozent), Quark (+14,0 Prozent) und Sahne (+13,6 Prozent). Aber auch Butter
(+23,2 Prozent) und Olivenöl (+16,1 Prozent) verteuerten sich spürbar. Obst ist binnen Jahresfrist um 6,4 Prozent teurer geworden; vergleichsweise moderat stiegen die Preise für Gemüse
(+2,4 Prozent). Kaffee hingegen verbilligte sich um 8,5 Prozent.

Im Energiesektor fielen die Preise für Heizöl gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 10,4 Prozent. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein geringfügiger Preisanstieg von 0,3 Prozent zu verzeichnen. Mit 12,6 Prozent stiegen die Strompreise gegenüber dem Oktober des Vorjahres hingegen besonders kräftig. So haben viele Stromanbieter zu Beginn dieses Jahres ihre Preise spürbar angehoben. Kraftstoffe (-5,2 Prozent) waren im Oktober 2013 günstiger als im Oktober des Vorjahres.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Oktober des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,3 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr lagen im Oktober auch die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (-11,2 Prozent), digitale Kameras (-7,9 Prozent) und DVD-Recorder (-7,8 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,4 Prozent verringert. Maßgeblich hierzu trug der Sondereffekt durch den Wegfall der Studiengebühren bei. Billiger als im Vormonat waren im Oktober aber auch Kraftstoffe (-3,1 Prozent) und Heizöl
(-3,5 Prozent). Butter (+4,6 Prozent) verteuerte sich binnen Monatsfrist hingegen deutlich. Leicht gestiegen sind auch die Preise für Obst (+1,6 Prozent), während Gemüse (-0,3 Prozent) geringfügig billiger wurde.


Hinweis
Die Presseinformation zum Berichtsmonat Oktober 2013 enthält vorläufige Ergebnisse.


Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Oktober 2013 mit Jahreswerten von 2010 bis 2012 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Oktober 2013 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de, Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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