Auf einen Blick


Pressemitteilung

319/2013/36/Q
München, den 30. Oktober 2013

Bayerische Unternehmen verwendeten 2012 etwas mehr potenziell klimawirksame Stoffe

Gut drei Viertel der klimawirksamen Stoffe entfielen auf das Kältemittel R 134a

Im Jahr 2012 wurden von bayerischen Unternehmen 2 473 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe verwendet, um 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen gut drei Viertel auf den Stoff R 134a, der überwiegend als Kältemittel in Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen zum Einsatz kommt. Das Treibhauspotenzial der 2012 von bayerischen Unternehmen verwendeten klimawirksamen Stoffe lag bei 3,9 Millionen GWP-gewichteten Tonnen und entsprach damit in seiner Wirkung etwa 3,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung haben im Jahr 2012 1 575 bayerische Unternehmen rund 2 473 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe zur Herstellung und Wartung ihrer Produkte verwendet. Das waren um 0,8 Prozent mehr als im Jahr 2011. Dabei handelte es sich überwiegend um Kältemittel, die bei der Erstbefüllung bzw. bei der Instandhaltung von Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen (2 390 Tonnen) zum Einsatz kamen. Als Treibmittel, u. a. zur Herstellung von chemischen Erzeugnissen, sowie als sonstiges Mittel (z. B. als Lösemittel, Ätzgas oder Schutz- und Treibgas) wurden 2012 rund 83 Tonnen eingesetzt.

Der am häufigsten – hauptsächlich in Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen – eingesetzte Stoff war das Kältemittel R 134a. Darauf entfielen im Jahr 2012 insgesamt 1 963 Tonnen, d. h. gut drei Viertel der insgesamt eingesetzten Menge an potenziell klimawirksamen Stoffen.

Differenziert nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass etwas mehr als die Hälfte (57,9 Prozent bzw. 1 433 Tonnen) der 2012 verwendeten klimawirksamen Stoffe im Kfz-Bereich eingesetzt wurden und knapp ein Viertel (22,2 Prozent bzw. 549 Tonnen) im Maschinenbau.

Ein Großteil dieser Stoffe wird in geschlossenen Systemen verwendet, eine Gefährdung der Umwelt tritt also erst bei ihrer Freisetzung auf. Sie werden daher auch als „potenziell emissionsrelevant“ bezeichnet. Ihre potenzielle Wirkung auf die Erderwärmung wird über den sog. GWP (Global Warming Potential)-Wert ausgedrückt. Bezugsgröße bildet dabei das Treibhauspotenzial von Kohlendioxid (GWP von CO2 = 1). So besitzt z. B. das Kältemittel R 134a – bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren – eine um den Faktor 1 300 höhere Klimawirksamkeit als Kohlendioxid (CO2).

Das Treibhauspotenzial der im Jahr 2012 von bayerischen Unternehmen verwendeten klimawirksamen Stoffe lag – umgerechnet in GWP-gewichteten Tonnen – bei insgesamt 3,9 Millionen Tonnen.


Die dargestellten Ergebnisse basieren auf der jährlichen Erhebung über die Verwendung klimawirksamer Stoffe für das Jahr 2012. Diese wird bei Unternehmen durchgeführt, die bestimmte klimawirksame Stoffe herstellen, ein- oder ausführen oder in Mengen von mehr als 20 Kilogramm pro Stoff und Jahr verwenden. Ergebnisse liegen nur auf der Bayernebene vor.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.