Auf einen Blick


Pressemitteilung

325/2013/36/E
München, den 08. November 2013

Wärmeerzeugung 2012 gegenüber Vorjahr um 8,2 Prozent gestiegen

Erdgas und feste biogene Stoffe nach wie vor wichtigste Energieträger in Heizwerken

2012 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Freistaat in Anlagen zur Wärmeversorgung insgesamt über 14,7 Millionen Megawattstunden (MWh) Wärme erzeugt, dies waren 8,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Hauptabnehmergruppen der Wärme waren die privaten Haushalte und Wohngebäude mit knapp 5,4 Millionen MWh sowie das Verarbeitende Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit fast 4,5 Millionen MWh. In Heizwerken waren mit einem Anteil von 59,4 bzw. 24,1 Prozent Erdgas und feste biogene Stoffe die wichtigsten Energieträger, wobei die Wärmeerzeugung aus letztgenanntem Brennstoff im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt wurde.

Zur Wärmewirtschaft gehören im Rahmen der Erhebung über Erzeugung, Bezug, Verwendung und Abgabe von Wärme sowohl Heizkraftwerke als auch Heizwerke1). Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung konnte für das Jahr 2012 eine Nettowärmeerzeugung von insgesamt 14 742 996 MWh nachgewiesen werden. Unter Berücksichtigung sonstiger Wärmebezüge von Energieversorgungsunternehmen, vom Verarbeitenden Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden und von anderen Lieferanten (zusammen 1 250 335 MWh) sowie nach Abzug des Wärmebetriebsverbrauchs (270 656 MWh) standen für die Abgabe an Abnehmer
15 722 676 MWh Wärme zur Verfügung. Hauptabnehmer waren die beiden Letztverbrauchergruppen „Private Haushalte sowie Wohngebäude“ (5 390 948 MWh) und das „Verarbeitende Gewerbe sowie der Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden“
(4 499 295 MWh).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, liegen für die bayerischen Heizwerke als Teilsegment der Wärmewirtschaft (Gesamterzeugung von
1 852 146 MWh) auch Erzeugungsdaten nach Energieträgern vor. 2012 war demnach Erdgas der wichtigste Energieträger für die Wärmeerzeugung in diesen Anlagen. Der Brennstoff wurde in insgesamt 49 bayerischen Heizwerken eingesetzt und trug 1 100 412 Megawattstunden (MWh) zur Wärmeerzeugung bei. Bedeutsam waren zudem feste biogene Stoffe (Wärmeerzeugung von 445 581 MWh) und leichtes Heizöl (70 828 MWh). Leichtes Heizöl wurde dabei von 43 Heizwerken eingesetzt, feste biogene Stoffe von 33 Heizwerken. In Summe machten die drei genannten Energieträger 87,3 Prozent der insgesamt in Heizwerken erzeugten Wärme aus.

Die Gesamtwärmeerzeugung in Heizwerken nahm gegenüber dem Jahr 2011 um 28,9 Prozent zu. Die Wärmeerzeugung aus festen biogenen Stoffen stieg dabei um 90,4 Prozent, die aus leichtem Heizöl konnte einen Zuwachs von 36,7 Prozent verzeichnen. Die Nettowärmeerzeugung aus Erdgas legte um fünf Prozent zu.


1) Ein Heizkraftwerk ist eine Anlage, in der die eingesetzte Energie sowohl in Strom als auch in Wärme, in der Regel mittels Kraft-Wärme-Kopplung, umgewandelt werden kann. Bei Heizwerken kann die eingesetzte Energie nur in Wärme umgewandelt werden.

Nettowärmeerzeugung in bayerischen Heizwerken 2012 nach Energieträgern Nettowärmeerzeugung in bayerischen Heizwerken 2012 nach Energieträgern

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.