Auf einen Blick

Pressemitteilung

331/2013/56/E
München, den 15. November 2013

Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes in den ersten neun Monaten leicht gestiegen

Deutlicheres Plus beim Personalstand

Von Januar bis September 2013 erzielten die 1 276 in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von fast 8,32 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung bedeutet dies einen Umsatzanstieg im Bauhauptgewerbe von 158,3 Millionen Euro bzw. 1,9 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten 2012. Zu diesem Umsatzplus haben abgesehen von Oberbayern und Schwaben (-1,9 Prozent bzw. -3,9 Prozent) alle Regierungsbezirke Bayerns beigetragen, und zwar mit Umsatzzunahmen zwischen 2,8 Prozent (Niederbayern) und 7,7 Prozent (Oberpfalz). Niedrigere Umsatzwerte als im Vorjahreszeitraum waren lediglich für die Bausparten „Gewerblicher und industrieller Tiefbau“ sowie „Straßenbau“ festzustellen (-6,0 Prozent bzw. -1,4 Prozent). In den 1 276 bauhauptgewerblichen Betrieben in Bayern waren im aktuellen Berichtszeitraum insgesamt 75 134 Personen tätig (+2,8 Prozent), die zusammen 63,3 Millionen Arbeitsstunden leisteten (+1,8 Prozent). Die Auftragseingänge hatten zeitgleich einen Wert in Höhe von fast 8,89 Milliarden Euro
(+1,8 Prozent) und die gezahlte Bruttoentgeltsumme bezifferte sich auf gut 1,88 Milliarden Euro (+3,7 Prozent).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erwirtschafteten die in Bayern ansässigen 1 276 Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen in den ersten neun Monaten 2013 einen baugewerblichen Umsatz von insgesamt rund 8,32 Milliarden Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahresergebnis entspricht dies einem Umsatzzuwachs von 158,3 Millionen Euro bzw. 1,9 Prozent. Mit Ausnahme von Oberbayern und Schwaben (1,9 Prozent bzw. 3,9 Prozent) haben alle Regierungsbezirke Bayerns zu diesem Plus beigetragen, und zwar mit Umsatzzunahmen zwischen 2,8 Prozent (Niederbayern) und 7,7 Prozent (Oberpfalz).

Mit Blick auf die 96 Kreise Bayerns ist festzustellen, dass das Umsatzplus in den
25 kreisfreien Städten im Mittel höher ausfiel als in den 71 Landkreisen (+4,3 Prozent gegenüber +1,0 Prozent), was insbesondere den Städten München (+9,4 Prozent), Bayreuth
(+28,8 Prozent), Erlangen (+34,9 Prozent) und Augsburg (+24,4 Prozent) zuzurechnen ist.

Den von Januar bis September 2013 erzielten baugewerblichen Umsatz dagegen nach Bausparten betrachtet, ergibt sich für vier von sechs Bausparten ein überdurchschnittliches Umsatzplus zwischen 2,1 Prozent (Wohnungsbau) und 5,8 Prozent (Öffentlicher Hochbau sowie Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen). Lediglich für die Bereiche „Straßenbau“ sowie „Gewerblicher und industrieller Tiefbau“ errechneten sich niedrigere Umsatzwerte als im Vergleichszeitraum 2012. So erfuhr der Straßenbau beim baugewerblichen Umsatz einen Rückgang um 1,4 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro bzw. der gewerbliche und industrielle Tiefbau sogar ein Minus um 6,0 Prozent auf 939,6 Millionen Euro.

Die Auftragseingänge der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen beliefen sich von Januar bis September 2013 auf insgesamt fast 8,89 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres entspricht, der 8,73 Milliarden Euro ausmachte. Die Auftragseingänge nahmen dabei wertmäßig im Bereich „Gewerblicher und industrieller Tiefbau“ am stärksten zu (um +24,1 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro) und gingen in der Bausparte „Öffentlicher Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen“ am deutlichsten zurück (um -15,9 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro).

Auch der Personalstand in den bauhauptgewerblichen Betrieben in Bayern zeigte sich spürbar im Plus. Mit insgesamt 75 134 tätigen Personen waren aktuell immerhin 2,8 Prozent mehr Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe beschäftigt als in den ersten neun Monaten 2012. Das von diesen Mitarbeitern von Januar bis September 2013 geleistete Arbeitspensum bezifferte sich auf 63,3 Millionen Arbeitsstunden (+1,8 Prozent) und die zeitgleich gezahlte Bruttoentgeltsumme auf 1,88 Milliarden Euro (+3,7 Prozent).


Baugewerblicher Umsatz von Betrieben des Bauhauptgewerbes in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bau-
gewerblicher Umsatz
 insgesamt1)

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau2)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro 

Januar bis September 2013

Oberbayern

2 000 134 

 586 819 

 450 271 

 278 682 

 115 343 

 321 115 

 247 905 

Niederbayern

1 218 066 

 297 662 

 393 191 

 129 608 

 96 348 

 155 214 

 146 043 

Oberpfalz

1 403 203 

 222 804 

 539 191 

 128 873 

 142 550 

 216 016 

 153 771 

Oberfranken

 758 820 

 170 279 

 274 326 

 56 920 

 73 748 

 92 315 

 91 231 

Mittelfranken

 663 239 

 198 003 

 163 173 

 91 301 

 61 326 

 61 974 

 87 463 

Unterfranken

 851 621 

 171 456 

 260 155 

 70 771 

 140 242 

 106 405 

 102 592 

Schwaben

1 423 399 

 413 778 

 407 471 

 183 450 

 92 888 

 174 119 

 151 694 

Bayern

8 318 482 

2 060 802 

2 487 777 

 939 604 

 722 444 

1 127 156 

 980 699 

Veränderungen in % gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Oberbayern

-1,9

-0,9

-8,1

-6,4

10,0

-1,7

9,4

Niederbayern

2,8

9,2

-2,1

1,0

19,2

2,7

-3,3

Oberpfalz

7,7

2,3

15,0

-19,1

15,5

8,6

14,0

Oberfranken

7,1

-16,9

48,0

6,0

-14,7

-3,7

10,7

Mittelfranken

6,5

12,5

10,7

4,8

19,6

2,3

-12,9

Unterfranken

3,9

18,1

-5,3

3,2

7,4

-2,8

12,1

Schwaben

-3,9

1,0

-3,2

-10,5

-12,1

-12,9

8,3

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

1,9

2,1

4,1

-6,0

5,8

-1,4

5,8

_________

1) Ohne Umsatz-/Mehrwertsteuer.

2) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im September 2013“
(Bestellnummer: E21003). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen
als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.