Auf einen Blick

Pressemitteilung

336/2013/56/E
München, den 19. November 2013

Rückläufiger Umsatz im bayerischen Ausbaugewerbe

Anzahl tätiger Personen und geleisteter Arbeitsstunden dagegen leicht über Vorjahresniveau

Ende Juni 2013 waren in Bayern in den 2 885 zum Ausbaugewerbe zählenden Betrieben von Unternehmen mit zehn oder mehr tätigen Personen insgesamt 80 704 Mitarbeiter beschäftigt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung im Rahmen der jährlich durchgeführten Zusatzerhebung im Ausbaugewerbe mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahresergebnis für diese Wirtschaftsbranche bei nahezu unveränderter Anzahl an tätigen Personen (+0,2 Prozent) einen deutlichen Rückgang an Betrieben (-6,1 Prozent). Der von den 2 885 ausbaugewerblichen Betrieben im zweiten Vierteljahr 2013 erwirtschaftete Gesamtumsatz bezifferte sich auf insgesamt 2,3 Milliarden Euro und lag damit um 2,0 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Umsatzeinbußen hatten dabei die Betriebe in fünf von sieben Regierungsbezirken Bayerns hinzunehmen, und zwar im Durchschnitt zwischen 3,0 Prozent (Oberbayern) und 8,0 Prozent (Unterfranken), während die Betriebe in Niederbayern und in Mittelfranken im Mittel Umsatzzuwächse erzielen konnten (+6,3 Prozent bzw. +6,5 Prozent). Von den 80 704 in den ausbaugewerblichen Betrieben tätigen Personen wurden im zweiten Vierteljahr 2013 zusammen knapp 25,2 Millionen Arbeitsstunden geleistet (+0,4 Prozent) und dafür ein Bruttoentgelt von insgesamt 574,9 Millionen Euro gezahlt (+5,1 Prozent).

Nach Ergebnissen der jährlich durchgeführten Zusatzerhebung im Ausbaugewerbe waren Ende Juni 2013 in den 2 885 ausbaugewerblichen Betrieben von bayerischen Unternehmen mit zehn oder mehr tätigen Personen insgesamt 80 704 Mitarbeiter beschäftigt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ist damit im Ausbaugewerbe zwar die Zahl der Betriebe gesunken (-6,1 Prozent gegenüber Juni 2012), nicht jedoch die Zahl der dort tätigen Personen, die sich mit schwach positiver Tendenz behaupten konnte (+0,2 Prozent). Von den aktuell im Ausbaugewerbe tätigen Personen arbeiteten 28,1 Prozent in kleinen Betrieben (Betriebe mit jeweils maximal 19 tätigen Personen) und 34,3 Prozent in großen Betrieben (Betriebe mit jeweils mindestens 50 tätigen Personen). Da die vergleichbaren Anteile im Juni 2012 noch 31,3 Prozent bzw. 31,5 Prozent ausmachten, ist im aktuellen Berichtszeitraum eine deutliche Verlagerung der Beschäftigung hin zu den größeren Betriebseinheiten festzustellen.

Die in den ausbaugewerblichen Betrieben tätigen Personen leisteten im zweiten Vierteljahr 2013 insgesamt knapp 25,2 Millionen Arbeitsstunden (+0,4 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr 2012), darunter die mit Abstand meisten Arbeitsstunden in den Wirtschaftsklassen „Elektroinstallation“ (31,5 Prozent; +0,5 Prozent) sowie „Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimainstallation“ (32,8 Prozent; +0,3 Prozent). Zeitgleich wurde im Ausbaugewerbe eine Bruttoentgeltsumme in Höhe von 574,9 Millionen Euro gezahlt (+5,1 Prozent), wovon auf die vorausgehend erstgenannte Branche immerhin 30,1 Prozent entfielen (+9,7 Prozent) und auf die zweitgenannte sogar 36,0 Prozent (+3,1 Prozent).

Von allen ausbaugewerblichen Betrieben wurde im zweiten Vierteljahr 2013 zusammen ein Gesamtumsatz in Höhe von 2,3 Milliarden Euro erwirtschaftet (-2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert).

Der größte Teil dieses Gesamtumsatzes (830,9 Millionen Euro; Vorjahreszeitraum: 856,5 Millionen Euro) wurde dabei wiederum von den Betrieben im Regierungsbezirk Oberbayern erzielt, neuerlich gefolgt von den Betrieben in Niederbayern und Schwaben (mit jeweils rund 300 Millionen Euro). Während die Betriebe in Niederbayern und in Mittelfranken gegenüber den Umsatzergebnissen des zweiten Vierteljahres 2012 im Durchschnitt Zuwächse von 6,3 Prozent bzw. 6,5 Prozent verzeichnen konnten, hatten die Betriebe in den anderen fünf bayerischen Regierungsbezirken Einbußen hinzunehmen, und zwar im Mittel zwischen 3,0 Prozent (Oberbayern) und 8,0 Prozent (Unterfranken).


Das Ausbaugewerbe in Bayern Ende Juni und im 2. Vierteljahr 2013

- Ergebnisse der jährlichen Zusatzerhebung -
(Betriebe von Unternehmen mit zehn oder mehr tätigen Personen)

 

Gebiet

Ausbaugewerbe in Bayern

Ende Juni 2013

im 2. Vierteljahr 2013

Betriebe

Tätige
Personen

Geleistete
Arbeits-
stunden

Entgelte

Gesamt-
umsatz1)

Anzahl

1 000

1 000 €

Oberbayern

  875

 25 590

 7 979

 195 287

 830 894

Niederbayern

  326

 11 189

 3 525

 78 664

 310 405

Oberpfalz

  263

 7 419

 2 264

 49 056

 196 038

Oberfranken

  238

 6 920

 2 126

 47 636

 183 805

Mittelfranken

  400

 10 002

 3 099

 72 004

 267 725

Unterfranken

  361

 9 201

 2 946

 62 416

 232 595

Schwaben

  422

 10 383

 3 232

 69 825

 278 269

Bayern

 2 885

 80 704

 25 171

 574 889

2 299 731

Veränderungen in % gegenüber dem Vorjahr

Oberbayern

-8,8

-0,3

-2,4

5,7

-3,0

Niederbayern

-5,8

-0,4

1,4

7,7

6,3

Oberpfalz

-7,4

-4,6

-3,8

-2,0

-6,0

Oberfranken

-10,2

1,0

-1,2

4,4

-4,5

Mittelfranken

-4,1

5,2

8,4

13,4

6,5

Unterfranken

-2,2

-0,4

1,9

0,9

-8,0

Schwaben

-2,8

1,1

2,3

2,5

-5,2

Bayern

-6,1

0,2

0,4

5,1

-2,0

_____

1) Ohne Umsatz-/Mehrwertsteuer.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Ausbaugewerbe in Bayern 2013 – Ergebnisse der jährlichen Erhebung im 2. Vierteljahr“ (Bestellnummer: E32003).
Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de),
Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.