Auf einen Blick

Pressemitteilung

338/2013/57/B
München, den 22. November 2013

Zahl der Studienanfänger in Bayern weiterhin hoch – Plus 7,3 Prozent Studierende insgesamt

Erneuter Zuwachs (+7,0 Prozent) bei den Studienanfängern in den MINT-Fächern

Für das aktuelle Wintersemester hatten sich am 4. November 2013 an Bayerns Hochschulen 357 109 Studierende eingeschrieben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, stieg nach den noch vorläufigen Meldungen die Zahl der Studierenden insgesamt um 7,3 Prozent (24 345 Studierende) gegenüber dem Vorjahr. Vor zehn Jahren, im Wintersemester 2003/04, wurden noch 244 823 Studierende und damit rund 46 Prozent weniger gezählt. Für das neue Semester schrieben sich 67 518 junge Menschen erstmals für ein Studium ein. Damit stieg die Zahl der Studienanfänger im Zehnjahresvergleich (Wintersemester 2003/04: 46 446) um etwa 45 Prozent an. Der Anteil der Frauen an den Studienanfängern im ersten Hochschulsemester beträgt aktuell 49,3 Prozent und ist damit im Zehnjahresvergleich um fast zwei Prozentpunkte gestiegen. Mit einer Zunahme um 23,1 Prozent sticht in diesem Semester der Anteil der Frauen an den Studienanfängerzahlen im Bereich Elektrotechnik hervor.

Anfang November waren an Bayerns Hochschulen 357 109 Studierende eingeschrieben. Für das Wintersemester 2013/14 meldeten die Studentenkanzleien damit 24 345 oder 7,3 Prozent mehr Studenten als im Wintersemester zuvor (332 764). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, fiel nach noch vorläufigen Ergebnissen (Stichtag 4. November 2013) der Zuwachs an den Universitäten (232 253 Studierende) mit 7,5 Prozent höher aus als an den Fachhochschulen (116 648; +7,2 Prozent). An den Bayerischen Kunsthochschulen waren in diesem Wintersemester 3 712 junge Menschen immatrikuliert (+4,8 Prozent), an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht 3 937 (+3,0 Prozent). Im Zehnjahresvergleich hat sich in Bayern die Zahl der Studierenden um 112 286 oder 45,9 Prozent erhöht (Wintersemester 2003/04: 244 823 Studierende).

Vor allem bedingt durch den doppelten Abiturientenjahrgang in Bayern und die Aussetzung der Wehrpflicht sind die Studierendenzahlen seit 2011 deutlich angestiegen. Im Wintersemester 2013/14 begannen 67 518 junge Menschen ein Studium in Bayern. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 5,5 Prozent.

Betrachtet man die Studienanfängerzahlen im ersten Hochschulsemester nach dem Geschlecht, zeigt sich bei einer Frauenquote von 49,3 Prozent ein insgesamt nahezu ausgeglichenes Verhältnis. Dieses Bild lässt sich nach der Hochschulart und in einem Vergleich mit dem Wintersemester 2003/04 weiter differenzieren. So ist der Anteil der weiblichen Studienanfänger an den Universitäten mit 53,8 Prozent (WS 2003/04: 52,8 Prozent) und an den Verwaltungsfachhochschulen mit 48,5 Prozent (im WS 2003/04: 48,0 Prozent) leicht, an den Fachhochschulen mit 41,8 Prozent (im WS 2003/04: 35,9 Prozent) sogar deutlich gestiegen. An den Kunsthochschulen dagegen ist mit 54,6 Prozent (WS 2003/04: 55,9 Prozent) ein leichter Rückgang, an den theologischen Hochschulen mit 36,2 Prozent (WS 2003/04: 42,6 Prozent) sogar ein starker Rückgang der weiblichen Studierenden zu verzeichnen.

Von 67 518 Studierenden im ersten Hochschulsemester haben sich 6 202 bzw. 9,2 Prozent für ein Fachstudium im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik entschieden. In diesem Studienbereich stieg die Zahl der Anfänger seit dem Wintersemester 2003/04 um 50,8 Prozent. Noch dynamischer entwickelte sich der Bereich Bauingenieurwesen.

Im aktuellen Semester begannen 1 694 junge Leute ihr Fachstudium, das waren 121,7 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Die Zahl der weiblichen Studienanfänger stieg hier sogar um 200 Prozent. Im Bereich Informatik waren 6,8 Prozent (4 575) aller Erstsemestler eingeschrieben. Die Anfängerzahl war dort seit dem Wintersemester 2003/04 zunächst rückläufig und stieg erst ab 2006/07 wieder an. Insgesamt nahm die Zahl der Anfänger im Zehnjahresvergleich mit 73,1 Prozent jedoch nicht so stark zu wie in anderen Fächern. Der Bereich Elektrotechnik macht mit 2 800 Studierenden einen Anteil von 4,1 Prozent aus und ist seit dem Wintersemester 2003/04 um 37,0 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist in allen genannten Studienbereichen ein Zuwachs der Gesamtzahl zu verzeichnen.


Studienanfänger/innen (1. Hochschulsemester) nach ausgewählten Studienbereichen in Bayern von 2000/01 bis 2013/14 Studienanfänger/innen (1. Hochschulsemester) nach ausgewählten Studienbereichen in Bayern von 2000/01 bis 2013/14

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.