Auf einen Blick


Pressemitteilung

33/2013/02/Z
München, den 08. Februar 2013

Statistik Netzwerk Bayern feierlich gegründet

Erforschung amtlicher Preisdaten zur Berechnung regionaler Preisniveaus als erstes Projekt

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Heute wurde in Nürnberg das Statistik Netzwerk Bayern aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder sind das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, die Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gemeinsames Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit von amtlicher Statistik, Wissenschaft und Forschung in Bayern. Als erstes Projekt sollen die amtlichen Preisdaten genutzt werden, um die Möglichkeiten zur Entwicklung regionaler Preisindizes erforschen zu können.

Institutionalisierte Vernetzungen zwischen amtlicher Statistik, Wissenschaft und Forschung sind in Deutschland weitgehend Neuland. Die Metropolregion Nürnberg bietet mit ihrer empirischen Forschungstradition und den dort ansässigen Einrichtungen beste Voraussetzungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Verlagerung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung von München nach Fürth. Heute wurde in Nürnberg deshalb das Statistik Netzwerk Bayern gegründet. Beteiligt sind zunächst neben dem Landesamt die Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das Netzwerk ist offen für weitere Institutionen mit Sitz in Bayern.

Wie wichtig Statistik für die breite Bevölkerung ist, wird am ersten gemeinsamen Projekt deutlich: Es widmet sich der Erforschung amtlicher Daten zur Berechnung regionaler Preisniveaus für wissenschaftliche Zwecke. Bislang liegen zwar auf Ebene der Bundesländer detaillierte Informationen über die Preisentwicklung im Zeitablauf vor, es können jedoch keine validen Aussagen über Differenzen im Preisniveau zwischen Städten, Kreisen und Regionen zu einem bestimmten Zeitpunkt gemacht werden. Ein solcher Vergleich wäre jedoch zur Beurteilung des Lebensstandards unterschiedlicher regionaler Einheiten bedeutsam. Das IAB und der Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie der Universität Bamberg möchten daher neue statistische Methoden entwickeln, um die vorliegenden amtlichen Preisdaten auch für regionale Vergleiche nutzbar zu machen mit dem Ziel, die Ursachen der ermittelten Preisun-terschiede zu erforschen.

Für den Sommer ist darüber hinaus die gemeinsame Durchführung der Statistik-Tage 2013 in Bamberg zu Ursachen und Folgen des demographischen Wandels geplant.

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