Auf einen Blick

Pressemitteilung

342/2013/34/C
München, den 27. November 2013

Fleischproduktion in Bayern um 1,8 Prozent gesunken

Rückgang insbesondere beim Rindfleisch

Von Januar bis September 2013 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen knapp 590 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 11 000 Tonnen bzw. 1,8 Prozent. Hierzu trug insbesondere die Abnahme beim Rindfleisch um 8 300 Tonnen (3,7 Prozent) bei. Dagegen verringerte sich die Schweinefleischerzeugung nur geringfügig um 2 500 Tonnen bzw. 0,7 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres knapp 371 000 Tonnen Schweinefleisch und 216 800 Tonnen Rindfleisch produziert.

Von Januar bis September 2013 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 589 600 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren dies 11 000 t bzw. 1,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auf Schweinefleisch entfielen 62,9 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion geringfügig um 0,7 Prozent
(2 500 t) auf 370 900 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm hierbei um 0,8 Prozent
(30 400 Tiere) auf knapp 3,9 Millionen ab. Gut 62 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (140 200 t bzw. 37,8 Prozent) und Oberbayern (91 100 t bzw. 24,6 Prozent) erzeugt.

36,8 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 216 800 t war die produzierte Fleischmenge um 3,7 Prozent (8 300 t) niedriger als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Aufgrund eines geringfügig höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder um 4,2 Prozent (27 700 Tiere) auf 631 000 ab. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 67 400 t (Anteil 31,1 Prozent) sowie in Schwaben mit 44 200 t (20,4 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von gut 1 800 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammen, sind es beim Schweinefleisch lediglich knapp zehn Prozent.
 
Regionalisierte Ergebnisse liegen nur bis auf Regierungsbezirksebene vor.

Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern von Januar bis September 2013 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 158 926 

 67 387 

 1 253 

 31 727 

 21 087 

 12 625 

  503 

  193 

 91 143 

  342 

  30 

  23 

Niederbayern

 

 165 293 

 24 808 

  96 

 14 780 

 5 265 

 4 434 

  126 

  108 

 140 240 

  132 

  12 

  100 

Oberpfalz

 

 39 307 

 22 281 

  85 

 6 462 

 10 896 

 4 671 

  80 

  87 

 16 791 

  183 

  15 

  37 

Oberfranken

 

 90 439  

 34 045 

  62 

 11 206 

 17 033 

 5 480 

  147 

  117 

 56 309 

  46 

  11 

  28 

Mittelfranken

 

 48 234 

 18 468 

  41 

 7 845 

 7 175 

 3 198 

  143 

  66 

 29 407 

  337 

  10 

  12 

Unterfranken

 

 25 407 

 5 617 

  131 

 2 702 

 1 782 

  883 

  88 

  31 

 19 547 

  215 

  6 

  22 

Schwaben

 

 61 984 

 44 220 

  519 

 18 058 

 18 418 

 6 639 

  428 

  159 

 17 481 

  264 

  11 

  7 

 

Bayern  Jan.-Sept. 2013

 

 589 589 

 216 826 

 2 187 

 92 779 

 81 656 

 37 929 

 1 515 

  759 

 370 917 

 1 521 

  95 

  230 

Jan.-Sept.  2012

 

 600 586 

 225 172 

 2 269 

 95 890 

 86 238 

 38 234 

 1 630 

  911 

 373 429 

 1 612 

  105 

  268 

Veränderung

 

 

 absolut

 

- 10 998 

- 8 347 

-  83 

- 3 111 

- 4 582 

-  305 

-  115 

-  151 

- 2 511 

-  92 

-  9 

-  38 

%

 

-  1,8 

-  3,7 

-  3,6 

-  3,2 

-  5,3 

-  0,8 

-  7,1 

-  16,6 

-  0,7 

-  5,7 

-  8,9 

-  14,3 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.