Auf einen Blick

Pressemitteilung

346/2013/56/E
München, den 29. November 2013

Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe bei gut 5,65 Milliarden Euro

Bayerns Bauhauptgewerbe am Ende des dritten Quartals 2013 mit 3,1 Prozent im Plus

Der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen bezifferte sich am Ende des dritten Quartals 2013 wertmäßig auf gut 5,65 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis ein Plus von 167,5 Millionen Euro bzw. 3,1 Prozent. Zu diesem Zuwachs trugen der gewerbliche und industrielle Tiefbau sowie der Straßenbau weit überdurchschnittlich bei (+37,5 Prozent bzw. +27,5 Prozent), deren jeweiliger Anteil am Auftragsbestand des bayerischen Bauhauptgewerbes damit aktuell fast 878,6 Millionen Euro (+3,9 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent) bzw. 1,08 Milliarden Euro (+3,6 Prozentpunkte auf 19,1 Prozent) ausmachte. Niedrigere Auftragsbestände als Ende September 2012 wurden dagegen nur im öffentlichen Hochbau sowie im Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen festgestellt (-10,5 Prozent bzw. -27,7 Prozent). Regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, war der stärkste Anstieg des bauhauptgewerblichen Auftragsbestands für Oberbayern festzustellen und der stärkste Rückgang für die Oberpfalz (+11,8 Prozent bzw. -4,5 Prozent).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, belief sich der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen Ende September 2013 auf einen Gesamtwert von gut 5,65 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeutet dies einen Anstieg des Auftragsbestands um 167,5 Millionen Euro bzw. 3,1 Prozent, der insbesondere auf die positive Entwicklung im gewerblichen und industriellen Tiefbau sowie im Straßenbau zurückzuführen ist. Mit einem jeweils weit überdurchschnittlichen Zuwachs von 37,5 Prozent bzw. 27,5 Prozent konnten beide Bereiche ihren Anteil am gesamten Auftragsbestand des Bauhauptgewerbes deutlich steigern, und zwar der gewerbliche und industrielle Tiefbau auf 878,6 Millionen Euro bzw. 15,5 Prozent sowie der Straßenbau sogar auf 1,08 Milliarden Euro bzw. 19,1 Prozent. Während der Auftragsbestand dagegen im Wohnungsbau nur leicht zunahm (+1,8 Prozent) und im gewerblichen und industriellen Hochbau nahezu stagnierte (+0,2 Prozent), ging dieser im öffentlichen Hochbau und im Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen deutlich zurück (-10,5 Prozent bzw. -27,7 Prozent).

Den bauhauptgewerblichen Auftragsbestand in Bayern Ende September 2013 regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, zeigt sich, dass dessen größter Anteil den in Oberbayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betrieben zuzurechnen ist
(1,72 Milliarden Euro bzw. 30,4 Prozent), in großem Abstand gefolgt von den bauhauptgewerblichen Betrieben mit Sitz in der Oberpfalz (16,6 Prozent), in Niederbayern
(15,8 Prozent) oder in Schwaben (14,2 Prozent). Für die drei fränkischen Regierungsbezirke waren dagegen entsprechende Anteile jeweils deutlich unter zehn Prozent festzustellen, darunter mit 7,0 Prozent der niedrigste Anteil für Mittelfranken. Höhere Auftragsbestände als vor einem Jahr konnten neben Niederbayern und Schwaben (+0,5 Prozent bzw. +0,8 Prozent) vor allem Oberbayern und Mittelfranken (+11,8 Prozent bzw. +9,0 Prozent) verbuchen. Die drei anderen bayerischen Regierungsbezirke hatten dagegen Einbußen hinzunehmen, und zwar zwischen 1,1 Prozent (Oberfranken) und 4,5 Prozent (Oberpfalz).


Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau für Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

Ende September 2013

Oberbayern

1 721 404 

 321 677 

 196 746 

 355 016 

 69 999 

 543 974 

 233 991 

Niederbayern

 891 068 

 212 198 

 350 284 

 68 781 

 50 224 

 94 585 

 114 997 

Oberpfalz

 937 438 

 160 317 

 296 504 

 127 471 

 124 553 

 118 149 

 110 444 

Oberfranken

 460 265 

 80 516 

 133 984 

 16 840 

 31 241 

 131 678 

 66 007 

Mittelfranken

 394 718 

 99 700 

 100 485 

 62 491 

 34 861 

 35 293 

 61 888 

Unterfranken

 446 876 

 65 278 

 117 381 

 86 397 

 63 319 

 52 977 

 61 524 

Schwaben

 802 665 

 215 831 

 181 673 

 161 585 

 64 542 

 105 039 

 73 994 

Bayern

5 654 435 

1 155 517 

1 377 058 

 878 582 

 438 740 

1 081 695 

 722 844 

Veränderungen in % gegenüber Ende September 2012

Oberbayern

11,8

23,4

11,7

100,3

8,2

47,7

-52,5

Niederbayern

0,5

7,8

-11,8

7,0

-32,2

59,6

20,7

Oberpfalz

-4,5

20,9

-14,4

1,8

-18,4

20,9

-12,9

Oberfranken

-1,1

-30,9

96,0

-59,8

-32,3

2,5

3,5

Mittelfranken

9,0

-12,3

29,2

39,3

33,5

40,4

-17,1

Unterfranken

-1,9

-20,0

2,7

81,4

-9,6

-1,8

-30,2

Schwaben

0,8

-7,2

-6,6

17,2

14,1

-9,0

25,2

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

3,1

1,8

0,2

37,5

-10,5

27,5

-27,7

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Oktober 2013“ (Bestellnummer: E21003, Preis der Druckausgabe: 6,50 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.