Auf einen Blick

Pressemitteilung

347/2013/52/D
München, den 29. November 2013

Weniger Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen in Bayern von Januar bis September 2013

Durchschnittlich rund 57 000 € Gläubigerforderungen pro Verbraucherinsolvenzverfahren

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden von Januar bis einschließlich September 2013 bei den bayerischen Amtsgerichten insgesamt 2 312 Unternehmensinsolvenzverfahren und 6 909 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sind dies um 9,6 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen und um 7,1 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen. Die Anzahl der von Unternehmensinsolvenzen betroffenen Arbeitnehmer belief sich im Berichtszeitraum Januar bis September 2013 auf 15 180 Personen; im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 16 575 Beschäftigte.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden bei den bayerischen Amtsgerichten von Januar bis einschließlich September 2013 insgesamt 11 768 Insolvenzverfahren beantragt, darunter 6 909 Verbraucherinsolvenzen und 2 312 Unternehmensinsolvenzen. Damit ging die Anzahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im Berichtszeitraum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 9,6 Prozent zurück, bei den Verbraucherinsolvenzen betrug der Rückgang 7,1 Prozent. Die restlichen 2 547 Insolvenzverfahren betrafen natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbstständig Tätige, Nachlässe und Gesamtgut; bei diesen Insolvenzverfahren war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein zahlenmäßiger Rückgang um 0,7 Prozent zu verzeichnen.

Von den insgesamt 2 312 im Berichtszeitraum beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren wurden 1 720 Verfahren eröffnet und 592 mangels Masse abgewiesen. Die gemäß den Insolvenzanträgen voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den insolventen Unternehmen wurden von den Gerichten auf rund 2,05 Milliarden Euro geschätzt. Das entspricht einer Halbierung gegenüber den 4,1 Milliarden Euro aus den Monaten Januar bis September 2012. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags waren bei den Unternehmen, die von Januar bis einschließlich September 2013 Insolvenz beantragt und Angaben zu den Beschäftigten gemacht hatten, 15 180 Personen beschäftigt. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren 16 575 Beschäftigte von einer Unternehmensinsolvenz betroffen; dies entspricht einem Rückgang um 8,4 Prozent.

Von den 6 909 im Berichtszeitraum beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren wurden 6 780 eröffnet, die übrigen wurden entweder mangels Masse abgewiesen oder es wurde ein Schuldenbereinigungsplan angenommen. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den Verbrauchern, die Insolvenz anmelden mussten, beliefen sich auf rund 393,9 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 400,2 Millionen Euro; im Vergleich hierzu war im Berichtszeitraum somit ein Rückgang um 1,6 Prozent zu verzeichnen. Pro im Berichtszeitraum 2013 beantragter Verbraucherinsolvenz beliefen sich die Gläubigerforderungen auf durchschnittlich 57 007 € und lagen damit um 6,0 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert in Höhe von durchschnittlich 53 803 €.


Beantragte Insolvenzverfahren in Bayern von Januar bis September 2013

 

Insolvenzverfahren Jan. bis Sept. 2013

Jan. bis Sept. 2012:

Verfahren insgesamt

Veränderung ggü.

Jan. bis Sept. 2012

(in %)

insgesamt

eröffnet

mangels Masse abgewiesen

Schulden-bereinigungs-plan angenommen

Insgesamt

11 768

10 763

864

141

12563

-6,3

Unternehmen

2 312

1 720

592

X

2558

-9,6

Übrige Schuldner

9 456

9 043

272

141

10005

-5,5

davon

 

 

 

 

 

 

Verbraucher

6 909

6 780

12

117

7439

-7,1

natürliche Personen als
   Gesellschafter

60

50

10

X

50

20,0

ehemals selbstständig Tätige1)

2 235

2 030

181

24

2261

-1,1

Nachlässe

252

183

69

X

255

-1,2

______

 

 

 

 

 

 

1) Vereinfachte Verfahren und Regelinsolvenzverfahren.



Weitere, bis auf Kreisebene regionalisierte Ergebnisse zu diesem Thema können per E-Mail (info-sw@statistik.bayern.de) oder telefonisch (Telefon: 09721/2088-230) erfragt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.