Auf einen Blick


Pressemitteilung

350/2013/42/A
München, den 02. Dezember 2013

Rund zwei Drittel der Berufspendler in Bayern fahren mit dem Auto

74 Prozent der Pendler erreichen ihren Arbeitsplatz in weniger als einer halben Stunde

Im Jahr 2012 benötigten in Bayern rund 25 Prozent der Erwerbstätigen weniger als zehn Minuten und 49 Prozent zwischen zehn bis unter 30 Minuten für den einfachen Weg von der Wohnung zur Arbeitsstelle. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, nutzten etwa zwei von drei Berufstätigen das Auto, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Die Männer waren hierbei häufiger mit dem Pkw unterwegs als die Frauen (70 Prozent gegenüber 63 Prozent). Rund 14 Prozent der Erwerbstätigen nutzten überwiegend die öffentlichen Verkehrsmittel, gut neun Prozent gingen zu Fuß und acht Prozent wählten das Fahrrad. Fast jeder zweite Erwerbstätige in Bayern arbeitete in seiner Wohngemeinde.

Im Rahmen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, werden im vierjährigen Abstand auch Angaben zum Pendlerverhalten erhoben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erreichte in Bayern im Jahr 2012 rund ein Viertel der Pendler in weniger als zehn Minuten den Arbeitsplatz, knapp die Hälfte (rund 49 Prozent) benötigte zwischen zehn bis unter 30 Minuten. Beinahe 22 Prozent waren 30 bis unter 60 Minuten und gut vier Prozent mehr als eine Stunde unterwegs. Erwerbstätige Personen, deren Arbeitsstätte auf dem Wohngrundstück lag oder ständig wechselte, sowie Pendler ohne Angaben zum Zeitaufwand, werden an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Der Pkw war bei fast 67 Prozent der bayerischen Erwerbstätigen die erste Wahl als Verkehrsmittel für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Rund 63 Prozent fuhren mit dem eigenen Pkw zur Arbeit und vier Prozent waren in Fahrgemeinschaften als Mitfahrer unterwegs. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangten 14 Prozent der Pendler zu ihrer Arbeitsstelle, gut neun Prozent gingen zu Fuß und acht Prozent benutzten überwiegend das Fahrrad.

Hinsichtlich der Bedeutung verschiedener Verkehrsmittel für die längste Wegstrecke zur Arbeit waren zwischen Frauen und Männern einige Unterschiede zu erkennen. Berufstätige Frauen nutzten häufiger öffentliche Verkehrsmittel (16 Prozent) als Männer (zwölf Prozent) und auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß waren sie häufiger zur Arbeit unterwegs (20 Prozent gegenüber 15 Prozent). Bei der Pkw-Nutzung dominierten hingegen die Männer. Während rund 70 Prozent der Pendler mit dem Auto zur Arbeit fuhren, lag der entsprechende Anteil bei den Pendlerinnen bei rund 63 Prozent.

Insgesamt hatte fast die Hälfte der Erwerbstätigen (knapp 49 Prozent) ihren Arbeitsplatz innerhalb ihrer Wohngemeinde. Weitere rund 49 Prozent pendelten innerhalb Bayerns zwischen Wohn- und Arbeitsort und gut zwei Prozent verließen täglich den Freistaat, um in einem anderen Bundesland oder im Ausland ihrem Beruf nachzugehen.


Hinweis:

Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und fortgeschriebene Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2012 beruhen noch auf den Fortschreibungsergebnissen auf der Basis Volkszählung 1987. Eine Hochrechnung des Mikrozensus auf Grundlage der aktuellen Fortschreibung des mit Stichtag 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus ist erst ab dem Mikrozensus 2013 vorgesehen, da die erforderlichen fortgeschriebenen Bevölkerungsdaten auf der Basis Zensus 2011 noch nicht vorliegen.


Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Erwerbstätige sowie Schüler und Studierende nach Pendlereigenschaften in Bayern 2012 (Bestellnummer: A62404 201251, Preis der Druckausgabe: 9,90 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de),
Fax (Fax-Nr. 089 / 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.