Auf einen Blick

Pressemitteilung

357/2013/57/H
München, den 11. Dezember 2013

Güterumschlag in bayerischen Häfen um 10,7 Prozent gesunken

Erze, Steine und Erden mit fast 23 Prozent umschlagstärkste Güterabteilung

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt in den ersten neun Monaten 2013 bei fast 5,5 Millionen Tonnen und damit 10,7 Prozent unter dem Stand des Vorjahreszeitraums. Im Maingebiet wurden 3,2 Millionen Tonnen verladen (-12,7 Prozent) und im Donaugebiet 2,3 Millionen Tonnen (-7,6 Prozent). Damit entfielen 58,5 Prozent des Güterumschlags auf das Maingebiet und 41,5 Prozent auf den Donauraum. Die umschlagstärksten Häfen an der Donau waren Regensburg, Straubing-Sand und Kelheim, am Main waren es Aschaffenburg, Nürnberg und Lengfurt.

Von Januar bis September 2013 schlugen die bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg knapp 5,5 Millionen Tonnen Güter um. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung waren dies 10,7 Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen 2012. In den bayerischen Häfen wurden knapp 3,5 Millionen Tonnen Güter ausgeladen (-6,9 Prozent) und gut 2,0 Millionen Tonnen eingeladen
(-16,5 Prozent).

Der Güterumschlag des Maingebiets fiel in den ersten neun Monaten 2013 um 12,7 Prozent auf 3,2 Millionen Tonnen, der Güterumschlag des Donaugebiets sank um 7,6 Prozent auf knapp 2,3 Millionen Tonnen. Der Anteil des Mains am Umschlag der Binnenschifffahrt in Bayern lag damit bei 58,5 Prozent und der der Donau bei 41,5 Prozent. Die umschlagstärksten Häfen am Main waren Aschaffenburg mit 565 000 Tonnen (-4,1 Prozent), Nürnberg mit 375 000 Tonnen
(+10,7 Prozent) und Lengfurt mit 361 000 Tonnen (-9,5 Prozent). An der Donau waren es Bayerns größter Hafen Regensburg mit 1,2 Millionen Tonnen (+4,8 Prozent), Straubing-Sand mit 306 000 Tonnen (-3,4 Prozent) und Kelheim mit 273 000 Tonnen (-17,4 Prozent).

Mit einem Anteil von 1,24 Millionen Tonnen bzw. 22,7 Prozent war „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ die umschlagstärkste Güterabteilung vor „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ mit 1,19 Millionen Tonnen bzw. 21,7 Prozent. An dritter Stelle folgten „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“ (624 000 Tonnen; 11,4 Prozent). Weitere bedeutende Güterabteilungen in der bayerischen Binnenschifffahrt waren „Chemische Erzeugnisse etc.“ (11,1 Prozent), „Sonstige Mineralerzeugnisse“ (Glas, Zement, Gips etc.; 9,8 Prozent), „Sekundärrohstoffe, Abfälle“ (7,2 Prozent), „Metalle und Metallerzeugnisse“
(5,3 Prozent) „Nahrungs- und Genussmittel“ (5,1 Prozent), „Kohle, rohes Erdöl und Erdgas“
(3,1 Prozent) sowie „Holzwaren, Papier, Pappe, Druckerzeugnisse“ (1,7 Prozent).


Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Bayern

von Januar bis September 2012 und 2013

nach Verkehrsgebieten und ausgewählten Häfen

 

 

 

 

 

 

 

Verkehrsgebiet
_____

Hafen

Güterumschlag Januar bis September

2012

2013

Tonnen

Veränderung
gegenüber 2012
in %

 

 

 

 

 

Maingebiet

3 676 894

3 209 360

-12,7

dar. 

Nürnberg

 338 524

 374 903

10,7

Bamberg

 223 480

 218 742

-2,1

Schweinfurt

 246 635

 250 158

1,4

Würzburg

 209 631

 165 975

-20,8

Karlstadt

 284 108

 277 722

-2,2

Lengfurt

 398 833

 360 751

-9,5

Aschaffenburg

 588 900

 564 697

-4,1

 

Donaugebiet

2 464 208

2 276 988

-7,6

dar. 

Kelheim

 330 377

 273 017

-17,4

Regensburg

1 167 886

1 223 825

4,8

Straubing - Sand

 316 756

 306 010

-3,4

Deggendorf

 226 148

 198 943

-12,0

Passau

 315 776

 187 901

-40,5

 

Bayern insgesamt

6 141 102

5 486 348

-10,7



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Binnenschifffahrt in Bayern im September 2013". Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.