Auf einen Blick


Pressemitteilung

46/2013/35/M
München, den 20. Februar 2013

Inflationsrate in Bayern im Januar bei 1,8 Prozent

Strompreise steigen im Monatsvergleich um fast 11 und im Jahresvergleich um über 13 Prozent

Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 1,8 Prozent gestiegen; im vorangegangenen Dezember hatte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen. Wie schon in den Vormonaten weisen Nahrungsmittel (+ 4,1 Prozent) eine überdurchschnittliche Steigerungsrate auf. Dabei sind die Preise für Obst (+ 9,7 Prozent) und Gemüse (+ 8,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahr besonders stark gestiegen. Eine leichte Preiserhöhung errechnet sich für Kraftstoffe (+ 0,4 Prozent), während Heizöl binnen Jahresfrist (- 2,8 Prozent) billiger wurde. – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gefallen. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die saisonal bedingten Preisrückgänge bei Pauschalreisen (- 17,7 Prozent) sowie die Preisreduzierungen bei Bekleidungsartikel (- 8,0 Prozent) im beginnenden Winterschlussverkauf. Aber auch der Wegfall der Praxisgebühr hat sich preisdämpfend ausgewirkt. So sind die Preise für Gesundheitspflege um 4,9 Prozent gefallen. Demgegenüber hat sich Strom (10,9 Prozent) im Vergleich zum Vormonat erheblich verteuert.

Grafische Darstellung des Verbraucherpreisindex für Bayern von August 2011 bis Januar 2013 Grafische Darstellung des Verbraucherpreisindex für Bayern von August 2011 bis Januar 2013

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Januar 2013 bei + 1,8 Prozent; im vorangegangenen Dezember hatte sie + 2,1 Prozent betragen. Dabei wurde die Inflationsrate erstmals auf der Grundlage des neuen Basisjahrs 2010 berechnet.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Januar des Vorjahres um 4,1 Prozent erhöht. Dabei sind insbesondere die Preise für Gemüse (+ 8,5 Prozent) und Obst (+9,7 Prozent) spürbar angestiegen. Überdurchschnittlich stark erhöht haben sich aber auch die Preise für Fleisch und Fleischwaren (+ 7,3 Prozent) sowie für Fische und Fischwaren (+ 5,5 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Speisefetten und -ölen (- 5,9 Prozent) zu beobachten. Von den Speisefetten und -ölen haben sich insbesondere Butter (- 7,0 Prozent) und Margarine (- 11,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbilligt.

Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Januar des Vorjahres um 2,8 Prozent gefallen. Kraftstoffe (+ 0,4 Prozent) waren geringfügig teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 0,9 Prozent zu verzeichnen. Mit 13,4 Prozent sind die Strompreise gegenüber dem Januar des Vorjahres hingegen besonders kräftig gestiegen. So haben viele Stromanbieter, wie im Vorfeld angekündigt, zu Beginn des Jahres ihre Preise spürbar angehoben.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Januar des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,2 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Januar auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger tech-nischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 15,1 Prozent), DVD- oder Blu-ray-Player (- 12,5 Prozent), digitale Camcorder (- 11,3 Prozent) und Fernsehgeräte (- 6,6 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,6 Prozent gefallen. Hierzu haben maßgeblich die saisonal bedingten Preisrückgänge bei Pauschalreisen (- 17,7 Prozent) sowie die Preisreduzierungen bei Bekleidungsartikeln (- 8,0 Prozent) im anlaufenden Winterschlussverkauf beigetragen. Wegen des Wegfalls der Praxisgebühr sind die Preise für Gesundheitspflege um 4,9 Prozent gefallen. Leichte Preisrückgänge waren bei Kraftstoffen (- 0,5 Prozent) und Heizöl (- 0,7 Prozent) zu beobachten. Deutlich gestiegen sind hingegen die Preise für Strom; gegenüber dem Vormonat erhöhten sie sich um 10,9 Prozent.

Ergänzender Hinweis: Neues Basisjahr 2010
Neues Basisjahr 2010 Im Januar 2013 erfolgte die Umstellung von der bisherigen Basis 2005 auf das neue Basisjahr 2010. Damit verbunden war eine Neuberechnung der Ergebnisse ab Januar 2010. Als Folge der Neuberechnung mussten teilweise rückwirkend auch die Jahresteuerungsraten geringfügig angepasst werden. Weitergehende Informationen hierzu können unserer Pressemitteilung „Verbraucherpreisindex wird auf neues Basisjahr umgestellt“ vom 28. Januar 2013 entnommen werden.

Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Januar 2013 mit Jahreswerten von 2010 bis 2012 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Januar 2013 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de, Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.