Auf einen Blick


Pressemitteilung

50/2013/36/Q
München, den 26. Februar 2013

Gut vier Fünftel der bayerischen Abfälle wiederverwertet

Gesamtaufkommen im Jahr 2011 fast 56 Millionen Tonnen

Im Jahr 2011 wurden in bayerischen Abfallentsorgungsanlagen 55,8 Millionen Tonnen Abfälle eingesetzt. Rund 95,4 Prozent hiervon kamen aus Bayern selbst. Den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung mit 62,4 Prozent (34,8 Millionen Tonnen) die Bau- und Abbruchabfälle (ohne Bauschuttrecycling). Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit einem Anteil von 15,9 Prozent (8,9 Millionen Tonnen). 82,6 Prozent bzw. 46,1 Millionen Tonnen Abfälle wurden in Abfallbehandlungsanlagen verwertet. Der Rest wurde thermisch beseitigt (3,5 Millionen Tonnen) oder auf Deponien abgelagert (6,2 Millionen Tonnen).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag das Gesamtaufkommen an Abfällen in den 4 072 in Bayern betriebenen Abfallentsorgungsanlagen im Jahr 2011 bei insgesamt 55,8 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Jahr 2010 war damit ein Anstieg des Gesamtabfallaufkommens um 1,3 Millionen Tonnen bzw. 2,4 Prozent zu verzeichnen. Rund 6,0 Prozent bzw. 3,3 Millionen Tonnen des angelieferten Abfalls waren Sekundärabfälle, wie z. B. Schlacken, Schlämme, Sortierreste oder Aschen, die nach einer Behandlung von Abfällen in Abfallbehandlungsanlagen entstehen.

95,4 Prozent des Gesamtabfallaufkommens (53,2 Millionen Tonnen) kamen aus Bayern selbst. 10,2 Prozent (5,7 Millionen Tonnen) des Gesamtabfallaufkommens waren betriebseigene Abfälle.

Von allen Abfallarten den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten mit 62,4 Prozent bzw. 34,8 Millionen Tonnen die Bau- und Abbruchabfälle, wie z.B. Boden, Steine oder Bauschutt. Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit insgesamt 15,9 Prozent (8,9 Millionen Tonnen) am Gesamtaufkommen. Darunter waren 2,9 Millionen Tonnen Restmüll, wie z. B. Hausmüll, hausmüllähnlicher Gewerbemüll, 3,2 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Fraktionen, darunter 2,0 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Karton (einschließlich Verpackungen). Die übrigen rund 2,8 Millionen Tonnen der 2011 entsorgten Siedlungsabfälle waren Bioabfall und Grüngut (1,7 Millionen Tonnen) sowie andere Siedlungsabfälle wie z. B. Sperrmüll, Straßenkehricht oder gemischte Verpackungen.

Gut vier Fünftel der in Bayern im Jahr 2011 entsorgten Abfälle (46,1 Millionen Tonnen) wurden in Abfallbehandlungsanlagen verwertet und konnten der Kreislaufwirtschaft damit erneut zugeführt werden. Die restlichen 17,4 Prozent landeten in Abfallverbrennungsanlagen (3,5 Millionen Tonnen) und wurden dort thermisch beseitigt oder auf Deponien abgelagert (6,2 Millionen Tonnen).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.