Auf einen Blick

Pressemitteilung

58/2013/56/F
München, den 01. März 2013

Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern im Jahr 2012: Aufwärtstrend der letzten Jahre etwas gebremst

Mehr Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im Jahr 2012 Baugenehmigungen für insgesamt 52 930 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden (+1,8 Prozent) erteilt. Zudem setzte sich die Aufwärtsentwicklung der letzten drei Jahre weiter fort. Wurden im Jahr 2008 noch 35 053 Wohnungen genehmigt, lag deren Zahl im Jahr 2009 bei 35 639, im Jahr 2010 bei 42 416, und im Jahr 2011 bereits bei 52 010 Wohnungen. – 88,9 Prozent der im Jahr 2012 für den Bau freigegebenen Wohnungen sind in neu zu errichtenden Wohngebäuden geplant. Von diesen Neubauwohnungen entfallen 18 247 Wohnungen (38,8 Prozent) auf Einfamilienhäuser, 3 842 Wohnungen (8,2 Prozent) auf Zweifamilienhäuser und über die Hälfte (53,0 Prozent bzw. 24 952 Wohnungen) auf Mehrfamilienhäuser einschließlich Wohnheimen. – Im Vergleich zum Jahr 2011 wurden damit 7,5 Prozent weniger Einfamilienhäuser und um 1,2 Prozent weniger Wohnungen in Zweifamilienhäusern für den Bau freigegeben. Die Anzahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern lag um 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Baufreigaben für Wohnungen in Wohnheimen lag im Jahr 2012 fast doppelt so hoch wie in 2011, was allerdings zum Teil auf Definitionsunterschiede des Begriffs „Wohnung“ im Vergleich zum Vorjahr zurückgeht.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2012 Baugenehmigungen für insgesamt 52 930 Wohnungen erteilt (einschließlich Genehmigungsfreistellungen). Die Anzahl der Wohnungsbaugenehmigungen lag damit um 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Somit setzte sich im Jahr 2012 die Aufwärtsentwicklung seit dem historischen Tiefstand der Wohnungsbaugenehmigungen im Jahr 2008 fort, wenn auch etwas gebremst: Wurden in 2008 lediglich 35 053 Wohnungen für den Bau freigegeben, lag dieser Wert im Jahr 2009 bereits bei 35 639 Wohnungen, im Jahr 2010 bei 42 416 und im Jahr 2011 bei 52 010 Wohnungen.

Die Mehrzahl (88,9 Prozent bzw. 47 041 Wohnungen) der im Jahr 2012 genehmigten Wohnungen soll in neuen Wohngebäuden entstehen. Damit erhöhte sich die Zahl der Baufreigaben für diese Neubauwohnungen um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durch Um- oder Ausbau von bereits bestehenden Wohngebäuden sollen 5 267 Wohnungen (bzw. 10,0 Prozent) realisiert werden (+4,4 Prozent).

In Nichtwohngebäuden sollen durch Neu- und Umbau 622 Wohnungen entstehen, was einem Anteil von 1,2 Prozent entspricht. Insgesamt wurde im Jahr 2012 der Neubau von 18 247 Einfamilienhäusern, 1 921 Zweifamilienhäusern, 2 646 Mehrfamilienhäusern (darunter 40 Wohnheime) sowie von 8 708 Nichtwohngebäuden genehmigt. Die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen für neue Ein- bzw. Zweifamilienhäuser lag damit um 7,5 bzw. 1,2 Prozent unter dem jeweiligen Vorjahreswert, während die Zahl der für den Neubau genehmigten Mehrfamilienhäuser den Wert des Jahres 2011 um 6,8 Prozent übertraf. Von den 47 041 Neubauwohnungen entfallen 38,8 Prozent (18 247 Wohnungen) auf neue Einfamilienhäuser und 8,2 Prozent (3 842 Wohnungen) auf neue Zweifamilienhäuser.

Fast jede zweite Wohnung (46,1 Prozent bzw. 21 686 Wohnungen) befindet sich in einem Mehrfamilienhaus, und 6,9 Prozent (3 266 Wohnungen) sind in Wohnheimen geplant. Verglichen mit dem Vorjahr wurden somit um 5,5 Prozent mehr Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern für den Bau freigegeben.

Die Anzahl der Baufreigaben für Wohnungen in neuen Wohnheimen lag im Jahr 2012 fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (+95,7 Prozent). Dieser starke Anstieg geht zum Teil auf eine Änderung der Definition des Begriffs „Wohnung“ in der Bautätigkeitsstatistik ab dem Berichtsjahr 2012 zurück: Dabei gelten Wohneinheiten, die bislang nicht über eine Küche verfügten, nicht mehr als „sonstige Wohneinheiten“, sondern als „Wohnungen“ und werden als solche gezählt. Diese Neudefinition des Begriffs „Wohnung“ beruht auf der Methodik der Gebäude- und Wohnungszählung, die im Rahmen des Zensus 2011 eingeführt wurde.

Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern von Januar bis Dezember 2011 und 2012

Bezeichnung

 

Wohnungsbaugenehmigungen1) 2) in Bayern

 

Januar
bis
Dezember
2011

Januar
bis
Dezember
2012

Veränderung
2012 ggü. 2011

 

Anzahl

Prozent

Nach Gebäudearten

Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt

 

 50 893 

 52 308 

 1 415 

2,8

davon

 

 

 

in neuen Gebäuden mit

 

 45 847 

 47 041 

 1 194 

2,6

einer Wohnung

 

 19 734 

 18 247 

- 1 487 

-7,5

zwei Wohnungen

 

 3 888 

 3 842 

-  46 

-1,2

drei oder mehr Wohnungen

 

 20 556 

 21 686 

 1 130 

5,5

Wohnheime

 

 1 669 

 3 266 

 1 597 

95,7

durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

 

 5 046 

 5 267 

  221 

4,4

 

 

 

Wohnungen in Nichtwohngebäuden insgesamt

 

 1 117 

  622 

-  495 

-44,3

davon

 

 

 

in neuen Gebäuden

 

 1 036 

  740 

-  296 

-28,6

durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

 

  81 

-  118 

-  199 

X 

 

 

 

Wohnungen insgesamt

 

 52 010 

 52 930 

  920 

1,8

Nach Regierungsbezirken

Oberbayern

 

 22 207 

 22 587 

  380 

1,7

Niederbayern

 

 5 063 

 5 034 

-  29 

-0,6

Oberpfalz

 

 4 822 

 4 815 

-  7 

-0,1

Oberfranken

 

 2 472 

 3 776 

 1 304 

52,8

Mittelfranken

 

 6 124 

 6 100 

-  24 

-0,4

Unterfranken

 

 3 647 

 3 915 

  268 

7,3

Schwaben

 

 7 675 

 6 703 

-  972 

-12,7

Bayern

 

 52 010 

 52 930 

  920 

1,8

 

 

 

Kreisfreie Städte

 19 795 

 19 319 

-  476 

-2,4

darunter Großstädte3)

 16 198 

 14 442 

- 1 756 

-10,8

Landkreise

 32 215 

 33 611 

 1 396 

4,3

————

1) Ab Berichtsjahr 2012 werden die "Sonstigen Wohneinheiten" als Wohnungen erfasst.

2) Einschl. Genehmigungsfreistellungen.

3) München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Regensburg, Ingolstadt, Fürth, Erlangen.




Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Baugenehmigungen in Bayern im Dezember 2012“ (Bestellnummer: F21013 201212, Preis der Druckausgabe: 7,30 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.