Auf einen Blick


Pressemitteilung

74/2013/43/L
München, den 15. März 2013

Kommunale Steuereinnahmen stiegen 2012 um 3,8 Prozent

Ansehnliches Plus beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer

Die kommunalen Steuereinnahmen stiegen im Jahr 2012 um rund 520 Millionen Euro auf gut 14 Milliarden Euro und lagen damit um 3,8 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2011. Maßgeblich für die Zunahme war der Anstieg beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer um 414 Millionen Euro bzw. 8,0 Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 6,1 Milliarden Euro übertrafen das Ergebnis aus dem Vorjahr nur um 32 Millionen Euro bzw. 0,5 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhöhten sich im Betrachtungszeitraum zudem die kommunalen Einnahmen aus den Grundsteuern A und B um 2,3 Prozent auf fast 1,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer verzeichneten eine Zunahme um 5,9 Prozent auf 612 Millionen Euro. Auch die vom Volumen her weniger bedeutenden „übrigen Gemeindesteuern“ stiegen um fast eine Million Euro bzw. zwei Prozent auf gut 49 Millionen Euro an.

Nach den Ergebnissen der vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung durchgeführten kommunalen Kassenstatistik verzeichneten im Jahr 2012 die bayerischen Gemeinden und Gemeindeverbände bei den Steuereinnahmen ein Plus von 3,8 Prozent auf 14 016,2 Millionen Euro, also gut 14 Milliarden Euro.

Dabei sind die Einnahmen der Kommunen aus ihrer bedeutendsten Einnahmequelle, der Gewerbesteuer, im Vorjahresvergleich nur um 0,5 Prozent auf 6 093,2 Millionen Euro angestiegen. Vom Gewerbesteueraufkommen in Höhe von 7 619,0 Millionen Euro führten die Kommunen 1 525,8 Millionen Euro Gewerbesteuerumlage an das Land und den Bund ab, so dass in den Gemeindekassen netto besagte 6 093,2 Millionen Euro verblieben. Gegenüber dem Jahr 2011 ergibt das nur ein Plus von 32,4 Millionen Euro.

Die Einnahmen aus dem Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer, der vom Volumen her zweitwichtigsten Steuerquelle der bayerischen Städte und Gemeinden, lagen dagegen mit 5 574,1 Millionen Euro um 8,0 Prozent deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ergab sich 2012 mit 611,8 Millionen Euro ein Zuwachs von 5,9 Prozent.

Zugenommen hat auch das Steueraufkommen aus den Grundsteuern A und B. Während die kommunalen Einnahmen aus der Grundsteuer A um 1,0 Prozent auf 84,5 Millionen Euro anstiegen, lagen die Einnahmen aus der Grundsteuer B bei 1 603,4 Millionen Euro und damit um 2,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Die übrigen Gemeindesteuern wie Hundesteuer, Zweitwohnungssteuer und sonstige Steuern erhöhten sich im Vorjahresvergleich um knapp 1,0 Millionen Euro bzw. 2,0 Prozent auf fast 49,3 Millionen Euro.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Ende März erscheinende Statistische Bericht „Gemeindefinanzen und Realsteuervergleich in Bayern 2012 (Bestellnummer: L22003 201244, Preis der Druckausgabe: 14,00 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail(vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr.089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.