Auf einen Blick


Pressemitteilung

94/2013/34/C
München, den 08. April 2013

80 Prozent der Rebfläche Bayerns mit weißen Sorten bestockt

Fläche der roten Sorten seit 1995 mehr als verdreifacht

Zum 31. Juli 2012 waren in Bayern 6 154 Hektar Rebfläche mit Keltertrauben bestockt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen hiervon mit 4 974 Hektar gut 80 Prozent auf weiße Traubensorten. Die roten Sorten wurden folglich auf 1179 Hektar Fläche angebaut. Wie in den beiden Vorjahren wurde, entgegen dem Trend der vorangegangenen gut 15 Jahre, die Weißweinfläche wieder minimal um 8 Hektar erhöht, die Fläche der roten Sorten geringfügig um 13 Hektar reduziert. Im Vergleich zu 1995 gewannen jedoch die roten Trauben mit einer Flächenzunahme um knapp 816 Hektar, bei gleichzeitiger Verringerung der Weißweinrebfläche um 776 Hektar, deutlich an Gewicht. Die am häufigsten angebauten Rebsorten waren 2012 Müller-Thurgau, Grüner Silvaner, Bacchus sowie die rote Sorte Domina. In Bayern liegen 6 Prozent der mit Keltertrauben bestockten Rebfläche Deutschlands.

Zum Stichtag 31. Juli 2012 waren in Bayern gemäß der Meldungen zur Weinbaukartei 6 154 Hektar(ha) Rebfläche mit Keltertrauben bestockt. Gut 80 Prozent der Fläche (4 974 ha) entfielen auf weiße und knapp 20 Prozent (1 179 ha) auf rote Traubensorten. Nachdem die Weißweinrebfläche seit dem Höchststand im Jahr 1995 (5 750 ha) bis 2009 kontinuierlich gesunken ist, erfolgte 2012 - wie bereits in den beiden Vorjahren - wieder eine minimale Ausweitung der Anbaufläche um 8 ha bzw. 0,2 Prozent. Gleichfalls entgegen der langjährigen Entwicklung wurde die Rotweinrebfläche binnen Jahresfrist geringfügig um 13 ha bzw. 1,1 Prozent reduziert. Die wachsende Bedeutung der roten Traubensorten zeigt jedoch die Entwicklung der vergangenen 17 Jahre. Während sich seit 1995 der Anbau der weißen Sorten um 13,5 Prozent bzw. 776 ha verringerte, verdreifachte sich die Fläche der roten Sorten mit einem Anstieg um fast 816 ha.

Mit 1 754 ha war der Müller-Thurgau die in Bayern am häufigsten angepflanzte Rebsorte. Dies entsprach 35,3 Prozent der mit weißen Trauben bestockten Rebflächen. Es folgen der Grüne Silvaner mit 1 380 ha (27,7 Prozent der Weißweinrebfläche) sowie der Bacchus mit 736 ha (14,8 Prozent). Auf diese drei Rebsorten entfielen somit fast vier Fünftel der mit weißen Sorten bestockten Fläche. Bei den roten Sorten favorisierten die Winzer die Domina-Rebe, die auf
337 ha angebaut wurde. Dies entspricht knapp 29 Prozent der Rotweinrebfläche. Es folgen der Blaue Spätburgunder mit 260 ha (22,1 Prozent der Rebfläche), der Dornfelder mit 151 ha (12,8 Prozent) sowie die Regent-Rebe mit 142 ha (12,0 Prozent). Drei Viertel der Rotweinrebfläche waren mit diesen vier Traubensorten bestockt. Während sich die Rebfläche des Müller-Thurgau gegenüber 1995 um gut 35 Prozent bzw. 960 ha reduzierte, wiesen die roten Sorten Domina mit 259 ha sowie Dornfelder und Regent mit jeweils rund 141 ha im gleichen Zeitraum die höchsten Flächenzuwächse auf.

Gut 99 Prozent der bayerischen Rebflächen liegen im Anbaugebiet Franken (6 104 ha), lediglich 0,8 Prozent (50 ha) in den übrigen Gebieten, insbesondere dem bayerischen Teil des Bodensees sowie in ganz geringem Umfang im Untergebiet der Donau. In Franken sind gut vier Fünftel, in den übrigen Gebieten gut zwei Drittel der Rebflächen mit weißen Trauben bestockt.

6 Prozent der gesamten bestockten Rebfläche Deutschlands liegen in Bayern. Damit nimmt der Freistaat beim Weinanbau mit deutlichem Abstand hinter Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg die dritte Position ein.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Mitte des Jahres erscheinende Statistische Bericht C II 5 „Weinwirtschaft in Bayern 2012“. Er kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen (Rubrik: Land- und Forstwirtschaft) als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.