Auf einen Blick

Pressemitteilung

101/2014/56/E
München, den 17. April 2014

Starker Aufschwung im bayerischen Bauhauptgewerbe im Februar

Baugewerblicher Umsatz und Auftragseingänge über Vorjahresniveau

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erzielten die 1 392 in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe im Februar 2014 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 646,6 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresergebnis bedeutet dies einen nominalen Umsatzanstieg von 147,3 Millionen Euro bzw. 29,5 Prozent. Zu diesem deutlichen Umsatzplus haben alle Bausparten beigetragen, darunter überdurchschnittlich der Straßenbau (+51,7 Prozent), der Wohnungsbau (+51,0 Prozent) sowie der gewerbliche und industrielle Tiefbau
(+47,6 Prozent). Bei regionaler Betrachtung auf Ebene der Regierungsbezirke ist festzustellen, dass die Betriebe in Schwaben (+58,4 Prozent), in Niederbayern
(+55,3 Prozent) und in Oberfranken (+34,1 Prozent) ihren baugewerblichen Umsatz überdurchschnittlich steigern konnten. Aktuell sind in den bauhauptgewerblichen Betrieben in Bayern 74 472 Personen tätig (+6,6 Prozent gegenüber Februar 2013). Die Höhe der geleisteten bauhauptgewerblichen Arbeitsstunden belief sich auf insgesamt 5,2 Millionen (+43,1 Prozent), die gezahlte Bruttoentgeltsumme betrug 179,2 Millionen Euro (+18,4 Prozent). Wertmäßig bezifferten sich die Auftragseingänge auf insgesamt rund
887,8 Millionen Euro (+10,8 Prozent).

Im Februar 2014 wurde von den 1 392 in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betrieben ein baugewerblicher Umsatz in Höhe von 646,6 Millionen Euro erwirtschaftet, womit das entsprechende Vorjahresergebnis um 29,5 Prozent übertroffen wurde. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung haben bis auf die Oberpfalz
(88,7 Millionen Euro, -0,1 Prozent) alle Regierungsbezirke zu dieser positiven Entwicklung beigetragen und zwar mit Zuwachsraten zwischen 21,2 Prozent (Unterfranken) und 58,4 Prozent (Schwaben). Differenziert man den erwirtschafteten baugewerblichen Umsatz nach Sparten, ist ein unterschiedlich ausgeprägter Wertanstieg festzustellen. Den stärksten Zuwachs erfuhr der Straßenbau (+51,7 Prozent), der Wohnungsbau (+51,0 Prozent) sowie der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+47,6 Prozent).

Der Personalstand in den bauhauptgewerblichen Betrieben in Bayern zeigte sich im aktuellen Berichtszeitraum ebenfalls im Plus. Mit insgesamt 74 472 tätigen Personen waren aktuell 6,6 Prozent mehr Mitarbeiter in Betrieben des Bauhauptgewerbes beschäftigt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Mitarbeiter im Bereich Bauhauptgewerbe erbrachten ein Arbeitspensum von zusammen 5,2 Millionen Arbeitsstunden (+43,1 Prozent), darunter 1,7 Millionen geleistete Arbeitsstunden im Wohnungsbau (+60,4 Prozent) sowie 1,3 Millionen geleistete Arbeitsstunden im gewerblichen und industriellen Hochbau (+29,9 Prozent). Die insgesamt gezahlten Bruttoentgelte bezifferten sich auf 179,2 Millionen Euro, was einem Anstieg um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht.

Die Auftragseingänge der in Bayern ansässigen Betriebe im Bauhauptgewerbe beliefen sich im Februar 2014 auf insgesamt 887,8 Millionen Euro, womit das entsprechende Vorjahresergebnis (801,6 Millionen Euro) um 10,8 Prozent überschritten wurde. Dieser Zuwachs wurde überdurchschnittlich vom Hochbau für Organisationen ohne Erwerbszwecke (+60,0 Prozent auf 15,8 Millionen Euro), vom Wohnungsbau (+38,6 Prozent auf 244,2 Millionen Euro) und vom Straßenbau (+21,8 Prozent auf 108,2 Millionen Euro) getragen. Rückläufig erwies sich zeitgleich dagegen der Auftragseingang nur im gewerblichen und industriellen Tiefbau (-29,3 Prozent auf 98,0 Millionen Euro).


Hinweis:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.


Baugewerblicher Umsatz von Betrieben im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bau-
gewerblicher Umsatz
 insgesamt1)

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau2)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro 

Februar 2014

Oberbayern

 155 661

 54 773

 35 605

 25 639

 12 635

 14 651

 12 360

Niederbayern

 90 121

 25 088

 32 095

 10 250

 4 196

 4 577

 13 914

Oberpfalz

 88 721

 15 070

 45 244

 6 088

 8 922

 5 437

 7 961

Oberfranken

 67 349

 15 234

 31 314

 2 339

 5 538

 4 631

 8 292

Mittelfranken

 56 564

 19 886

 13 450

 8 501

 7 484

 3 112

 4 130

Unterfranken

 62 049

 14 685

 19 938

 4 504

 10 637

 5 061

 7 225

Schwaben

 126 088

 40 596

 35 316

 20 412

 8 824

 10 573

 10 366

Bayern

 646 553

 185 331

 212 963

 77 733

 58 236

 48 042

 64 248

Veränderungen in % gegenüber Februar 2013

Oberbayern

22,3

63,4

-14,5

113,4

53,6

22,6

-38,1

Niederbayern

55,3

32,7

58,9

95,5

21,3

51,4

93,5

Oberpfalz

-0,1

29,5

1,0

-36,6

-11,9

108,7

-20,8

Oberfranken

34,1

16,8

45,5

-45,3

21,6

9,9

217,8

Mittelfranken

28,1

76,8

-18,8

31,1

124,4

223,8

-25,5

Unterfranken

21,2

39,8

-7,5

23,2

33,1

68,2

61,3

Schwaben

58,4

70,2

25,7

79,1

102,9

79,2

72,2

Bayern

29,5

51,0

9,6

47,6

38,5

51,7

15,0

_________

1) Ohne Umsatzsteuer.

2) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Februar 2014“ (Berichtsnummer E21003 201402). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.