Auf einen Blick

Pressemitteilung

109/2014/35/M
München, den 29. April 2014

Inflationsrate in Bayern im April bei 1,0 Prozent

Verhaltene Energiepreisentwicklung hält Inflation weiterhin auf niedrigem Niveau

Im Vergleich zum April des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 1,0 Prozent erhöht; im März hatte die Inflationsrate bei 0,9 Prozent gelegen. Maßgeblich für die niedrige Inflationsrate sind die weiterhin rückläufigen Preise für Kraftstoffe (-3,2 Prozent) und Heizöl (-4,7 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent erhöht. Dabei haben sich insbesondere Molkereiprodukte wie Quark (+19,1 Prozent) und frische Milch (+11,4 Prozent), aber auch Butter (+14,9 Prozent) erheblich verteuert, während Gemüse (-3,9 Prozent) und Margarine
(-7,6 Prozent) günstiger waren als im Vorjahr. – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,2 Prozent gefallen. Leichte Preisrückgänge waren bei Obst (-0,8 Prozent) und Gemüse (-0,8 Prozent) zu beobachten. Im Gesamtdurchschnitt sind im April die Preise für Nahrungsmittel (-0,2 Prozent) geringfügig zurückgegangen. Kraftstoffe (+1,2 Prozent) und Heizöl (+0,7 Prozent) hingegen haben sich binnen Monatsfrist wieder leicht verteuert.

Verbraucherpreisindex für Bayern (2010 = 100) Verbraucherpreisindex für Bayern (2010 = 100)

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im April 2014 bei +1,0 Prozent; im vorangegangenen März hatte sie bei +0,9 Prozent gelegen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet wäre der Verbraucherpreisindex um 1,3 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem April des Vorjahres um 1,6 Prozent erhöht. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung allerdings sehr unterschiedlich. Erheblich teurer als im Vorjahr waren im April u. a. frische Milch (+11,4 Prozent), Schnittkäse (+16,0 Prozent), Butter (+14,9 Prozent) und Quark (+19,1 Prozent). Gemüse (-3,9 Prozent) und Eier (-10,3 Prozent) haben sich hingegen spürbar verbilligt. Auch Kaffee (-7,1 Prozent) war deutlich günstiger als im Vorjahr.

Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem April des Vorjahres um 4,7 Prozent gefallen. Bei Gas war ein geringfügiger Preisrückgang von 0,2 Prozent zu verzeichnen. Die Preise für Strom sind um 0,9 Prozent gestiegen. Kraftstoffe waren im April 2014 indessen um 3,2 Prozent günstiger als im April des Vorjahres.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem April des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,5 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im April auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. tragbare Computer (-10,9 Prozent), DVD-Recorder (-10,8 Prozent) und Fernsehgeräte (-9,6 Prozent) spürbar günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,2 Prozent gefallen. Leichte Preisrückgänge waren bei Obst (-0,8 Prozent) und Gemüse (-0,8 Prozent) zu beobachten. Deutlich zurückgegangen sind im April die Preise für Margarine (-7,9 Prozent). Im Gesamtdurchschnitt haben sich Nahrungsmittel (-0,2 Prozent) geringfügig verbilligt. Etwas verteuert haben sich im April hingegen Kraftstoffe (+1,2 Prozent) und Heizöl (+0,7 Prozent).



Hinweis:
Die Presseinformation zum Berichtsmonat April 2014 enthält vorläufige Ergebnisse.
 
Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, April 2014 mit Jahreswerten von 2011 bis 2013 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis April 2014 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de, Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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