Auf einen Blick

Pressemitteilung

10/2014/56/E
München, den 15. Januar 2014

Deutliches Umsatzplus im bayerischen Bauhauptgewerbe

Personalstand ebenfalls höher als im November 2012, Auftragseingänge dagegen niedriger

Im November 2013 erzielten die in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von gut 1,4 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung entspricht dies einem nominalen Umsatzzuwachs von fast 108,2 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent gegenüber November 2012. Zu diesem deutlichen Umsatzplus haben alle Bausparten beigetragen, darunter überdurchschnittlich der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+9,3 Prozent) sowie der Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (+24,4 Prozent). Den gesamten baugewerblichen Umsatz regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, zeigt sich, dass nur die Oberpfalz ein rückläufiges Ergebnis erfuhr (-2,1 Prozent), während die maßgeblichen Betriebe in den anderen sechs bayerischen Regierungsbezirken ihren baugewerblichen Umsatz im Durchschnitt zwischen 0,3 Prozent (Unterfranken) und 21,9 Prozent (Schwaben) steigern konnten. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe bezifferten sich im November 2013 auf insgesamt 714,3 Millionen Euro (-2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert) und der Per-sonalstand auf zusammen 82 641 tätige Personen (+8,0 Prozent), die im aktuellen Be-richtsmonat fast 9,0 Millionen Arbeitsstunden ableisteten (+6,9 Prozent) und dafür in Summe ein Bruttoentgelt in Höhe von 287,7 Millionen Euro bezogen (+8,0 Prozent).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erwirtschafteten die insgesamt 1 415 in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen im November 2013 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von gut 1,4 Milliarden Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahresergebnis bedeutet dies ein nominales Umsatzplus von 8,3 Prozent, wozu alle Bausparten beigetragen haben. Die Umsatzzuwächse betrugen zwischen 4,9 Prozent (gewerblicher und industrieller Hochbau) und 24,4 Prozent (Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen). Regional nach Regierungsbezirken untergliedert, stehen dem im Vorjahresvergleich niedrigerem Umsatzwert in der Oberpfalz (-2,1 Prozent gegenüber November 2012) ausschließlich höhere Umsatzwerte in den anderen sechs bayerischen Regierungsbezirken gegenüber. Den relativ stärksten baugewerblichen Um-satzzuwachs erfuhr dabei Schwaben mit einem Anstieg von 21,9 Prozent auf 253,8 Millionen Euro.

Die Auftragseingänge der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen beliefen sich im November 2013 auf insgesamt 714,3 Millionen Euro, was einem Rückgang um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht (November 2012: 728,6 Millionen Euro). Für dieses Minus zeichneten vier der sechs Bausparten verantwortlich. Höhere Auftragseingänge verbuchten nämlich allein der öffentliche Hochbau (+65,1 Prozent auf 65,3 Millionen Euro) sowie der Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (+1,0 Prozent auf 68,9 Millionen Euro).

Der Personalstand in den maßgeblichen bauhauptgewerblichen Betrieben in Bayern lag im aktuellen Berichtsmonat ähnlich stark im Plus wie der baugewerbliche Umsatz. Mit insgesamt 82 641 tätigen Personen waren aktuell 8,0 Prozent mehr Personen im Bauhauptgewerbe beschäftigt als vor einem Jahr.

Die meisten dieser Beschäftigten waren erwartungsgemäß wiederum in der Branche „Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)“ eingesetzt (48,3 Prozent; November 2012: 47,4 Prozent). Von den insgesamt 82 641 Beschäftigten wurden zusammen fast 9,0 Millionen Arbeitsstunden erbracht (+6,9 Prozent gegenüber November 2012), womit eine Bruttoentgeltsumme in Höhe von 287,7 Millionen Euro einherging (+8,0 Prozent).
 
 

Baugewerblicher Umsatz von Betrieben im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bau-
gewerblicher Umsatz
 insgesamt1)

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau2)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

November 2013

Oberbayern

 342 626 

 106 400 

 59 549 

 51 909 

 22 689 

 54 660 

 47 419 

Niederbayern

 237 472 

 52 508 

 70 610 

 23 835 

 19 282 

 32 272 

 38 964 

Oberpfalz

 222 748 

 33 997 

 89 185 

 17 606 

 22 174 

 31 599 

 28 187 

Oberfranken

 112 731 

 24 223 

 38 093 

 9 687 

 9 438 

 14 633 

 16 657 

Mittelfranken

 106 950 

 33 168 

 22 143 

 17 586 

 11 802 

 12 967 

 9 283 

Unterfranken

 128 393 

 26 175 

 34 113 

 12 261 

 16 862 

 17 942 

 21 041 

Schwaben

 253 782 

 72 240 

 66 417 

 35 745 

 15 954 

 34 577 

 28 849 

Bayern

1 404 701 

 348 711 

 380 110 

 168 629 

 118 201 

 198 650 

 190 400 

Veränderung
ggü. 2012 in %

8,3

6,4

4,9

9,3

7,1

5,4

24,4

Januar bis November 2013

Oberbayern

2 679 975 

 799 053  

 567 319 

 374 018 

 161 734 

 436 207 

 341 644 

Niederbayern

1 683 407 

 399 795 

 532 376 

 175 410 

 131 035 

 223 116 

 221 675 

Oberpfalz

1 840 818 

 292 185 

 699 554 

 165 201 

 182 359 

 293 571 

 207 948 

Oberfranken

 996 073 

 219 105 

 356 873 

 75 741 

 91 548 

 127 553 

 125 253 

Mittelfranken

 878 865 

 259 495 

 212 586 

 124 591 

 86 663 

 87 190 

 108 341 

Unterfranken

1 110 617 

 223 886 

 325 436 

 102 256 

 174 204 

 143 628 

 141 206 

Schwaben

1 911 471 

 554 723 

 528 425 

 251 275 

 124 799 

 242 233 

 210 015 

Bayern

11 101 226 

2 748 243 

3 222 569 

1 268 493  

 952 341 

1 553 499 

1 356 082 

Veränderung
ggü. 2012 in %

3,3

3,3

4,2

-3,9

6,2

0,7

9,8

______

1) Ohne Umsatzsteuer.

2) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im November 2013“ (Bestellnummer: E21003). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.