Auf einen Blick


Pressemitteilung

128/2014/42/A
München, den 14. Mai 2014

Zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai

In Bayern lebten 2012 fast 1,3 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern

Im Jahr 2012 gab es in Bayern nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung rund 1,28 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Gegenüber dem Jahr 2005 sank die Zahl der bayerischen Familienmitglieder um rund acht Prozent. In den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg wohnten gut 15 Prozent der Familien, knapp 29 Prozent waren dagegen im ländlichen Bereich mit Gemeinden unter 5 000 Einwohnern zu Hause. Die traditionelle Familienform der Ehe war in gut 76 Prozent aller Familien zu finden, Alleinerziehende machten rund 17 Prozent der Familien aus und bei gut sechs Prozent lebten die Eltern in einer Lebensgemeinschaft. Bei etwa 29 Prozent aller Familien mit minderjährigen Kindern wies mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund auf.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, lebten 2012 in Bayern 1,28 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai mitteilt, bestanden die Familien aus durchschnittlich 3,65 Mitgliedern. Damit gehörten rund 4,67 Millionen Personen den Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren an. Verglichen mit dem Jahr 2005 bedeutet dies einen Rückgang bei den Familienmitgliedern um rund acht Prozent. Die Familie im statistischen Sinn umfasst im Mikrozensus seit 2005 generell alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter, jeweils mit (ledigen) Kindern im Haushalt. An dieser Stelle werden nur Familien berücksichtigt, bei denen mindestens ein unter 18-jähriges Kind und gegebenenfalls weitere ältere Kinder im Haushalt leben.

Beinahe drei von zehn Familien (knapp 29 Prozent) waren im ländlichen Bereich ansässig, das heißt deren Wohnort umfasste unter 5 000 Einwohner. Annähernd 35 Prozent lebten in einer Gemeinde mit 5 000 bis unter 20 000 Einwohnern und etwa 21 Prozent in Städten bzw. Gemeinden mit 20 000 bis unter 200 000 Einwohnern. In den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg hatten gut 15 Prozent der Familien ihren Lebensmittelpunkt. Im Vergleich dazu lebten rund 17 Prozent der Gesamtbevölkerung Bayerns in den drei größten bayerischen Städten.

Im Jahr 2012 war nach wie vor die traditionelle Familie mit beiden miteinander verheirateten Elternteilen weit verbreitet. Bei etwa drei Viertel der bayerischen Familien (gut 76 Prozent) handelte es sich um Ehepaarfamilien.

Bei gut sechs Prozent lebten die Eltern in einer Lebensgemeinschaft zusammen und bei 17 Prozent wuchsen die Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil auf. Unter den Alleinerziehenden waren Väter nach wie vor selten vertreten, etwa neun von zehn Alleinerziehenden waren Mütter (89 Prozent).

Hohe Geschwisterzahlen sind im Freistaat heutzutage eher eine Seltenheit. In rund der Hälfte (knapp 51 Prozent) aller Familien (mit mindestens einem minderjährigen Kind) wohnte ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Zwei minderjährige Kinder teilten sich bei gut 38 Prozent das Elternhaus, drei oder mehr Kinder bei nahezu elf Prozent.

Bei einem bedeutenden Anteil der Familien (rund 29 Prozent) hatte mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund. Dazu zählen nach der Definition des Mikrozensus sämtliche nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen (Groß-) Elternteil. Von den Alleinerziehenden hatten etwa 22 Prozent einen Migrationshintergrund. Bei fast zwölf Prozent der Paargemeinschaften (Ehepaare und Lebensgemeinschaften) wurde für einen Partner, bei weiteren knapp 19 Prozent für beide Partner ein Migrationshintergrund ermittelt.


Methodischer Hinweis:
Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und fortgeschriebene Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2012 beruhen noch auf den Fortschreibungsergebnissen auf der Basis Volkszählung 1987. Eine Hochrechnung des Mikrozensus auf Grundlage der aktuellen Fortschreibung des mit Stichtag 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus ist erst ab dem Mikrozensus 2013 vorgesehen.


Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Haushalte und Familien in Bayern 2012“ (Best.-Nr. A62043 201200). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.