Auf einen Blick

Pressemitteilung

133/2014/32/P
München, den 20. Mai 2014

Arbeitsvolumen 2013 in Bayern um 0,6 Prozent gestiegen

Vor allem Baugewerbe legt zu

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erhöhte sich das Arbeitsvolumen, also die insgesamt von allen Erwerbstätigen Bayerns geleistete Stundenzahl, im Jahr 2013 um 0,6 Prozent auf rund 9,7 Mrd. Stunden. Mit dieser Zunahme lag Bayern über dem Durchschnitt der alten Bundesländer (ohne Berlin) von 0,4 Prozent und dem deutschlandweiten Zuwachs von 0,2 Prozent. Besonders deutlich legte das Arbeitsvolumen im Baugewerbe mit einem Plus von 2,6 Prozent zu. Im Verarbeitenden Gewerbe erhöhte sich die Stundenzahl um 1,1 Prozent und in den Dienstleistungsbereichen um 0,7 Prozent. Im Bereich "Land und Forstwirtschaft, Fischerei" nahm sie um 7,2 Prozent ab.
 
Die Gesamtzahl der von allen Erwerbstätigen Bayerns geleisteten Stunden nahm nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung um 0,6 Prozent auf rund 9,7 Milliarden Stunden zu. Das so genannte Arbeitsvolumen stieg damit deutlich stärker an als in den alten Bundesländern (ohne Berlin) mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent bzw. in Deutschland insgesamt mit 0,2 Prozent. Mit dieser Zunahme lag Bayern zusammen mit Niedersachsen hinter Baden-Württemberg und Berlin auf dem dritten Rang aller deutschen Bundesländer.
 
Untergliedert nach Wirtschaftsbereichen erhöhte sich die Stundenzahl mit 2,6 Prozent besonders deutlich im Baugewerbe. Im Verarbeitenden Gewerbe nahm sie um 1,1 Prozent und in den Dienstleistungsbereichen um 0,7 Prozent zu. Im Bereich der Land und Forstwirtschaft sowie der Fischerei ging sie um 7,2 Prozent zurück.
 
Die je Erwerbstätigem durchschnittlich geleisteten Stunden nahmen 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht von 1 391 auf 1 388 ab, da die Zahl der Erwerbstätigen etwas stärker als das Arbeitsvolumen stieg. Damit setzte sich, wenn auch nur in geringem Umfang, ein seit dem Beginn der Berechnung des Arbeitsvolumens im Jahr 2000 zu verfolgender Trend sinkender Arbeitszeiten fort. Damals hatten die bayerischen Erwerbstätigen im Durchschnitt noch 1 471 Stunden gearbeitet. Diese in allen Bundesländern zu beobachtende Tendenz wird neben konjunkturellen Ursachen auch durch tarifvertragliche Vereinbarungen und die zunehmende Verbreitung von Teilzeitarbeit bewirkt.
 
Die durchschnittliche Stundenzahl je Erwerbstätigem lag in Bayern im Jahr 2013 um 17 Stunden über dem Durchschnitt der alten Bundesländer (ohne Berlin). In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) war die durchschnittliche Arbeitszeit mit 1 471 Stunden höher.


Hinweis:
Die hier vorgelegten Daten beruhen auf einer aktualisierten Berechnung des Arbeitsvolumens 2013 des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Weitere Ergebnisse zum Arbeitsvolumen können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.



Arbeitsvolumen und Arbeitsvolumen je Erwerbstätigem 2013

in den Bundesländern und in Deutschland

 

 

 

Land

Arbeitsvolumen 2013

Stunden je Erwerbstätigem 2013

 

Insgesamt in Mrd. Stunden

 

 

Änderung gegenüber dem Vorjahr in %

 

 

insgesamt

 

Änderung gegenüber dem Vorjahr in %

Baden-Württemberg

8,06

1,4

1.375

0,3

Bayern

9,74

0,6

1.388

-0,2

Berlin

2,58

1,2

1.443

-0,7

Brandenburg

1,58

-1,2

1.477

-0,9

Bremen

0,57

0,1

1.362

-0,2

Hamburg

1,68

0,3

1.429

-0,6

Hessen

4,51

0,1

1.390

-0,3

Mecklenburg-Vorpommern

1,06

-2,5

1.473

-1,5

Niedersachsen

5,28

0,6

1.371

-0,1

Nordrhein-Westfalen

12,02

-0,1

1.346

-0,5

Rheinland-Pfalz

2,59

-0,2

1.348

-0,3

Saarland

0,69

-1,3

1.347

-0,4

Sachsen

2,90

-0,9

1.456

-1,4

Sachsen-Anhalt

1,47

-1,4

1.471

-0,8

Schleswig-Holstein

1,81

-0,1

1.382

-0,4

Thüringen

1,53

-1,3

1.490

-0,7

Deutschland

58,07

0,2

1.388

-0,4

 

 

 

 

 

Nachrichtlich:

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

  – ohne Berlin

46,95

0,4

1.371

-0,2

  – einschl.    Berlin

49,53

0,4

1.375

-0,3

Neue Bundesländer

 

 

 

 

  – ohne Berlin

8,54

-1,3

1.471

-1,1

  – einschl. Berlin

11,12

-0,7

1.464

-1,0

Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR).

 




Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.