Auf einen Blick

Pressemitteilung

139/2014/34/C
München, den 26. Mai 2014

Fleischproduktion in Bayern geringfügig gesunken

Rückgang bei Rind- und Schweinefleisch, Zunahme bei Geflügel

 
Im Jahr 2013 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 807 100 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 9 400 Tonnen bzw. 1,1 Prozent. Hierbei wurde die Schweinefleischproduktion mit knapp 7 000 Tonnen (-1,4 Prozent) etwas stärker reduziert als die Rindfleischerzeugung mit 2 200 Tonnen (-0,7 Prozent). 2013 wurden insgesamt 499 500 Tonnen Schweinefleisch und 304 800 Tonnen Rindfleisch produziert. Darüber hinaus wurden in gewerblichen Geflügelschlachtereien 161 400 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt, binnen Jahresfrist ein Anstieg um 0,8 Prozent bzw. 1 300 Tonnen. Mit 968 400 Tonnen blieb die insgesamt in Bayern im Jahr 2013 erzeugte Fleischmenge um knapp ein Prozent (8 100 Tonnen) unter dem Vorjahresniveau.

 
Im Jahr 2013 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen gemäß den Meldungen der Veterinärämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 807 100 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt.

 
Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um 9 400 t bzw. 1,1 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen 61,9 Prozent der gesamten Schlachtmenge ohne Geflügel (Rotes Fleisch). Binnen Jahresfrist sank die Schweinefleischproduktion um 6 900 t bzw. 1,4 Prozent auf 499 500 t.

 
Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum gleichfalls um 1,4 Prozent (73 400 Tiere) auf 5,23 Millionen Tiere ab. Knapp zwei Drittel des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (190 200 t bzw. 38,1 Prozent) und Oberbayern (123 000 t bzw. 24,6 Prozent) erzeugt.

 
37,8 Prozent der Schlachtmenge an Rotem Fleisch entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich diese um 0,7 Prozent (2 200 t) auf 304 800 t. Die Rindfleischmenge hat sich damit innerhalb der letzten 22 Jahre halbiert. Aufgrund des etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent (11 300 Tiere) auf 888 800 ab.

 
Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 92 300 t (Anteil 30,3 Prozent) sowie in Schwaben mit 69 000 t (22,6 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge an rotem Fleisch von gut 2 700 t verteilte sich im Wesentlichen auf Schaffleisch (2 300 t) sowie in geringem Umfang auf Pferde- und Ziegenfleisch.

 
Außerdem wurden 2013 in bayerischen Geflügelschlachtereien 161 400 t Geflügelfleisch erzeugt. Dies ist die bisher höchste Schlachtmenge und bedeutet eine Verdoppelung innerhalb von elf Jahren. Nach dem hohen Anstieg in den vorangegangenen Jahren wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr allerdings lediglich um 0,8 Prozent (1 300 t) übertroffen.

 
Insgesamt wurden in Bayern 968 400 t Fleisch erzeugt. Dies waren 8 100 t bzw. 0,8 Prozent weniger als im Jahr 2012. Der Rückgang bei Schweine- und Rindfleisch konnte durch die Zunahme bei Geflügelfleisch nur zu einem kleinen Teil ausgeglichen werden.

 
Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, sind es beim Geflügelfleisch ein Neuntel und beim Schweinefleisch lediglich rund ein Elftel.


Ausführliche Ergebnisse enthält der voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinende Statistische Bericht C III 2 „Tierische Erzeugung in Bayern 2013“. Der Bericht kann dann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.



Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft (ohne Geflügel)
in Bayern im Jahr 2013 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 215 941 

 92 328 

 1 734 

 43 386 

 28 999 

 17 222 

  712 

  275 

 123 023 

  521 

  39 

  30 

Niederbayern

 

 225 299 

 34 663 

  154 

 20 897 

 7 183 

 6 071 

  204 

  154 

 190 243 

  192 

  13 

  188 

Oberpfalz

 

 53 680 

 30 735 

  118 

 8 856 

 15 154 

 6 363 

  121 

  122 

 22 614 

  259 

  19 

  52 

Oberfranken

 

 119 338 

 44 725 

  88 

 15 139 

 22 064 

 7 072 

  210 

  152 

 74 478 

  83 

  13 

  40 

Mittelfranken

 

 65 612 

 25 674 

  72 

 10 869 

 10 014 

 4 424 

  201 

  95 

 39 435 

  474 

  12 

  18 

Unterfranken

 

 34 419 

 7 698 

  190 

 3 751 

 2 372 

 1 209 

  135 

  42 

 26 375 

  313 

  8 

  26 

Schwaben

 

 92 799 

 69 025 

  798 

 28 674 

 29 044 

 9 693 

  610 

  207 

 23 333 

  416 

  15 

  10 

 

Bayern Jahr 2013

 

 807 088 

 304 847 

 3 153 

 131 572 

 114 830 

 52 053 

 2 192 

 1 047 

 499 500 

 2 258 

  119 

  364 

Jahr  2012

 

 816 444 

 307 084 

 3 340 

 130 048 

 117 666 

 52 475 

 2 317 

 1 238 

 506 441 

 2 421 

  131 

  367 

Veränderung 2013

 

ggü. 2012 absolut

 

- 9 356 

- 2 237 

-  188 

 1 524 

- 2 836 

-  421 

-  125 

-  191 

- 6 940 

-  163 

-  12 

-  4 

%

 

-  1,1 

-  0,7 

-  5,6 

  1,2 

-  2,4 

-  0,8 

-  5,4 

-  15,4 

-  1,4 

-  6,7 

-  9,2 

-  1,0 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.