Auf einen Blick


Pressemitteilung

143/2014/56/F
München, den 28. Mai 2014

3 630 Wohnungen aus dem Wohnungsbestand abgegangen

Ergebnisse der jährlichen Bauabgangsstatistik in Bayern für das Jahr 2013 liegen vor

 
Im Verlauf des Jahres 2013 wurde bei den unteren Bauaufsichtsbehörden in Bayern der durch Abriss oder Umwidmung bedingte Abgang von insgesamt 2 409 Gebäuden und Gebäudeteilen angezeigt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden damit zeitgleich zusammen 3 630 Wohnungen aus dem Wohnungsbestand beseitigt. Gegenüber dem Vorjahresergebnis sind dies 7,1 Prozent mehr Gebäude- und Gebäudeteile sowie 21,3 Prozent mehr Wohnungen.

 
Von den 933 Wohngebäuden, die abgerissen oder hinsichtlich ihres Verwendungszwecks umgewidmet wurden, waren 724 bzw. 77,6 Prozent Eigenheime (Ein- oder Zweifamilienhäuser) und 209 bzw. 22,4 Prozent Mehrfamilienhäuser (einschl. Wohnheime).

 
Rund zwei Fünftel (36,1 Prozent) der 2013 abgegangenen Wohngebäude waren vor 1949 und knapp ein Drittel (32,3 Prozent) in den Jahren von 1949 bis 1962 errichtet worden. Der Grund für den Abgang eines Wohngebäudes war meist (in 74,2 Prozent der Fälle) der geplante Bau eines neuen Wohngebäudes.

 
Neben Baugenehmigungen und Baufertigstellungen werden im Rahmen der amtlichen Bautätigkeitsstatistiken auch Bauabgänge erfasst. Als Bauabgang zählt dabei der Abbruch oder die Zerstörung eines Gebäudes oder Gebäudeteils (somit die Beseitigung physischer Bausubstanz) sowie die Änderung des Nutzungsschwerpunkts eines Gebäudes oder Gebäudeteils zwischen Wohn- und Nichtwohnzwecken (mithin der Wechsel in die jeweilige andere Nutzungskategorie).

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung meldeten die unteren Bauaufsichtsbehörden in Bayern im Verlauf des Jahres 2013 den Abgang von insgesamt 2 409 Gebäuden und Gebäudeteilen mit zusammen 3 630 Wohnungen (+7,1 Prozent bzw. +21,3 Prozent gegenüber 2012). Darunter waren 2 217 ganze Gebäude
mit 3 483 Wohnungen (+7,9 Prozent bzw. +19,1 Prozent).

 
Setzt man die Anzahl an Wohnungsabgängen (3 630) in Relation zur Anzahl an Wohnungsfertigstellungen (47 059), wurden in Bayern 2013 rein rechnerisch 13,0 neue Wohnungen je Wohnungsabgang errichtet gegenüber 13,7 im Jahr 2012.

 
Von den 2 217 zu beseitigenden ganzen Gebäuden waren 933 Wohngebäude (+18,9 Prozent), und zwar die meisten (724 bzw. 77,6 Prozent) Eigenheime (+16,4 Prozent), darunter 583 Einfamilienhäuser (+13,9 Prozent).

 
Die 2013 als abgegangen gemeldeten ganzen Wohngebäude nach ihrem Alter differenziert, ist festzustellen, dass rund zwei Fünftel dieser Gebäude vor 1949 und knapp ein Drittel in den Jahren von 1949 bis 1962 errichtet wurden. 9,5 Prozent dieser Gebäude waren 1971 oder später entstanden.

 
Der Grund für den Abriss ganzer Gebäude war meist der geplante Bau eines jeweils neuen Gebäudes. So sollen die im Jahr 2013 abgegangenen ganzen Wohngebäude zu 74,2 Prozent durch neue Wohngebäude und zu 4,7 Prozent durch neue Nichtwohngebäude (somit Gebäude, die ganz oder überwiegend gewerblichen Zwecken dienen) ersetzt werden.

 
Etwa jeder achte Abgang eines ganzen Wohngebäudes (12,2 Prozent) ist durch Nutzungsänderung bedingt und 4,1 Prozent aller kompletten Wohngebäude, deren Beseitigung 2013 geplant wurde, sollen Frei- oder Verkehrsflächen weichen.





Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.