Auf einen Blick

Pressemitteilung

147/2014/56/E
München, den 30. Mai 2014

Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe etwas höher als am Ende des ersten Quartals 2013

Deutliche Zuwachsraten im gewerblichen und industriellen Bau sowie im öffentlichen Hochbau

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung verzeichneten die in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe Ende März 2014 einen Auftragsbestand im Wert von 6,08 Milliarden Euro. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert bedeutet dies ein schwaches Plus von 0,6 Prozent. Dabei verbuchten abgesehen vom Straßenbau (-7,5 Prozent) sowie vom Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-37,9 Prozent) alle Bausparten höhere Auftragsbestände als am Ende des ersten Quartals 2013.

 
Vom gesamten Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe Ende März 2014 sind die größten Anteile dem gewerblichen und industriellen Hochbau (29,5 Prozent; +25,0 Prozent) und dem Wohnungsbau (19,6 Prozent; +2,9 Prozent) zuzurechnen. Regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, entfielen die wertmäßig größten Auftragsbestände auf die bauhauptgewerblichen Betriebe in Oberbayern (29,2 Prozent; -8,3 Prozent), der Oberpfalz (18,2 Prozent; +6,4 Prozent) und Niederbayern (15,9 Prozent; +6,3 Prozent).

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, bezifferte sich der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe Ende März 2014 auf insgesamt 6,08 Milliarden Euro, womit der entsprechende Vorjahreswert leicht um 0,6 Prozent übertroffen wurde.

 
Der aktuelle Auftragsbestand lag dabei nach Bausparten untergliedert im gewerblichen und industriellen Hochbau (einschl. landwirtschaftlichem Bau) mit 1,8 Milliarden Euro bzw. 29,5 Prozent wiederum am höchsten, mit Abstand gefolgt vom Wohnungsbau mit 1,19 Milliarden Euro (19,6 Prozent), vom Straßenbau mit 992,1 Millionen Euro (16,3 Prozent) sowie vom gewerblichen und industriellen Tiefbau mit 815,5 Millionen Euro (13,4 Prozent).

 
Die Baubranchen „Straßenbau“ sowie „Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen“ ausgenommen, für die sich gegenüber dem jeweiligen Vorjahreswert ein um immerhin 7,5 Prozent bzw. sogar um 37,9 Prozent niedrigerer Auftragsbestand ergab, war für alle anderen Sparten ein höherer Auftragsbestand festzustellen, nämlich zwischen 2,9 Prozent (Wohnungsbau) und 25,0 Prozent (gewerblicher und industrieller Hochbau).

 
Den bauhauptgewerblichen Auftragsbestand in Bayern Ende März 2014 regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, zeigt sich, dass dessen größte Teile den maßgeblichen Betrieben in Oberbayern (29,2 Prozent), in der Oberpfalz (18,2 Prozent), in Niederbayern (15,9 Prozent) und in Schwaben (13,2 Prozent) zuzurechnen sind.

 
Für die drei fränkischen Regierungsbezirke ergaben sich dagegen vergleichbare Anteile jeweils deutlich unter zehn Prozent, wobei Mittelfranken mit 7,4 Prozent die Rolle des Schlusslichts zukam.

 
Während für die in Oberbayern, Oberfranken und Schwaben ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe insgesamt niedrigere Auftragsbestände festzustellen waren als am Ende des ersten Quartals 2013, erfuhren die entsprechenden Betriebe in den anderen vier bayerischen Regierungsbezirken durchschnittlich insgesamt höhere Auftragsbestände.

 
Den relativ stärksten Rückgang beim bauhauptgewerblichen Auftragsbestand gegenüber Ende März 2013 verzeichneten im Durchschnitt die oberfränkischen Betriebe (-12,6 Prozent) und den stärksten Zuwachs die unterfränkischen Betriebe (+23,6 Prozent).

Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen der vierteljährlichen Erhebung des Auftragsbestands im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Quartalserhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.



Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau für Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

Ende März 2014

Oberbayern

1 777 487 

 323 938 

 368 622 

 331 475 

 80 971 

 460 077 

 212 404 

Niederbayern

 966 306 

 207 659 

 399 652 

 72 303 

 57 121 

 95 065 

 134 506 

Oberpfalz

1 106 055 

 166 568 

 379 641 

 160 541 

 145 263 

 136 061 

 117 981 

Oberfranken

 453 444 

 79 888 

 120 223 

 20 648 

 20 600 

 145 854 

 66 230 

Mittelfranken

 448 781 

 113 408 

 140 597 

 63 310 

 50 171 

 32 672 

 48 622 

Unterfranken

 522 997 

 64 304 

 184 571 

 39 126 

 74 496 

 44 032 

 116 469 

Schwaben

 805 613 

 235 217 

 202 424 

 128 058 

 66 427 

 78 354 

 95 134 

Bayern

6 080 683 

1 190 980 

1 795 731 

 815 461 

 495 050 

 992 115 

 791 346 

Veränderungen in % gegenüber Ende März 2013

Oberbayern

-8,3

11,0

104,2

66,0

45,7

-8,8

-69,9

Niederbayern

6,3

4,2

8,5

-16,8

-20,6

53,4

11,9

Oberpfalz

6,4

9,7

9,9

24,4

25,0

-13,4

-15,5

Oberfranken

-12,6

-18,8

-19,4

-31,7

-33,3

3,0

-3,0

Mittelfranken

14,5

-6,9

57,0

25,2

59,0

35,7

-34,6

Unterfranken

23,6

-4,8

87,9

5,8

8,2

-31,5

33,5

Schwaben

-2,2

3,6

-1,6

-12,5

44,7

-34,4

20,3

 

 

 

 

 

Bayern

0,6

2,9

25,0

20,0

17,6

-7,5

-37,9

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im April 2014“ (Bestellnummer: E21003 201404). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail(vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.





Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.