Auf einen Blick

Pressemitteilung

150/2014/52/D
München, den 02. Juni 2014

Rückläufige Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen in Bayern im ersten Quartal 2014

Durchschnittlich 49 616 Euro Forderungssumme pro Verbraucherinsolvenzverfahren

 
Insgesamt 3 877 Insolvenzverfahren wurden im ersten Quartal 2014 bei den Bayerischen Amtsgerichten beantragt, darunter 681 Unternehmens- und 2 272 Verbraucherinsolvenzverfahren. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, lag die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen damit um 9,3 Prozent und die der Verbraucherinsolvenzen um 2,9 Prozent unter dem jeweiligen Vorjahreswert. Allerdings waren mit 3 921 Beschäftigten um 31,8 Prozent mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Unternehmensinsolvenzen betroffen als im ersten Quartal 2013; damals waren es 2 976 Beschäftigte. Pro Unternehmensinsolvenzverfahren betrugen die durchschnittlichen Gläubigerforderungen 1,09 Millionen Euro; bei den Verbraucherinsolvenzverfahren bezifferte sich dieser Betrag im Mittel auf 49 616 Euro pro Verfahren.

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im ersten Quartal 2014 insgesamt 3 877 Insolvenzverfahren beantragt, darunter 681 Unternehmensinsolvenzen und 2 272 Verbraucherinsolvenzen. Demnach lag die Anzahl der Insolvenzverfahren insgesamt um 2,9 Prozent unter dem Wert des ersten Quartals 2013. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen reduzierte sich dabei um 9,3 Prozent und die der Verbraucherinsolvenzen um 2,9 Prozent.

 
Die restlichen im Berichtsquartal beantragten 924 Insolvenzverfahren bezogen sich auf natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbstständig Tätige, Nachlässe und Gesamtgut; in diesen Fällen zeigte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein leichter Anstieg um 2,7 Prozent.

 
Von den insgesamt 681 im Berichtszeitraum beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren wurden 72,5 Prozent (494 Verfahren) eröffnet und 27,5 Prozent (187 Verfahren) mangels Masse abgewiesen. Die Gerichte bezifferten die in den Insolvenzanträgen dargestellten voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den insolventen Unternehmen auf rund 742,7 Millionen Euro. Bezogen auf ein Unternehmensinsolvenzverfahren betrug die durchschnittliche Forderungssumme im Berichtsquartal 1,09 Millionen Euro.

 
Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags waren bei den Unternehmen, die im ersten Quartal 2014 Insolvenz beantragt und Angaben zu den Beschäftigten gemacht hatten, 3 921 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Damit waren im Berichtsquartal um 31,8 Prozent mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen als im entspre-chenden Vorjahresquartal.

 
Von den 2 272 im Berichtszeitraum beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren wurden 98,4 Prozent (bzw. 2 236 Verfahren) eröffnet; in 1,5 Prozent der Fälle wurde ein Schuldenbereinigungsplan angenommen und weniger als 1 Prozent der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren wurden mangels Masse abgewiesen.

 
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den Verbrauchern, die Insolvenz anmelden mussten, beliefen sich auf insgesamt 112,7 Millionen Euro und lagen damit um 20,0 Prozent unter dem Wert des ersten. Quartals 2013.

 
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen, die durchschnittlich auf ein im ersten Quartal 2014 beantragtes Verbraucherinsolvenzverfahren entfielen, betrugen dabei 49 616 Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 17,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartalswert von 60 199 Euro.



Beantragte Insolvenzverfahren in Bayern im ersten Quartal 2014

 

Insolvenzverfahren im ersten Quartal 2014

 

insgesamt

davon:

1. Quartal 2013:

Verfahren

insgesamt

Veränderung ggü.

dem

1. Quartal 2013 (in %)

eröffnet

mangels Masse abgewiesen

Schulden-bereinigungs-plan angenommen

Insgesamt

3 877

3 562

278

37

3 992

-2,9

Unternehmen

681

494

187

X

751

-9,3

Übrige Schuldner

3 196

3 068

91

37

3 241

-1,4

davon

 

 

 

 

 

 

    Verbraucher

2 272

2 236

1

35

2 341

-2,9

    natürliche Personen
    als Gesellschafter

19

18

1

X

22

-13,6

    ehemals selbst-
    ständig Tätige1)

774

717

55

2

792

-2,3

    Nachlässe und
    Gesamtgut

131

97

34

X

86

52,3

_______________

1) Vereinfachte Verfahren und Regelinsolvenzverfahren.






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.