Auf einen Blick


Pressemitteilung

161/2014/43/L
München, den 11. Juni 2014

Bayerische Kommunen reduzierten 2013 weiter ihre Schuldenlast

Außerhalb der Kernhaushalte leichte Schuldenzunahme

 
Die Kernhaushalte der kommunalen Körperschaften in Bayern wiesen am 31. Dezember 2013 Schulden in Höhe von knapp 14,0 Milliarden Euro aus. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren das um 3,8 Prozent oder 550 Millionen Euro weniger Schulden als im Jahr davor. Gut 13,8 Milliarden Euro der kommunalen Schulden waren Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich und rund 150 Millionen Euro Schulden beim öffentlichen Bereich. Die Schulden der öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen sind um 0,3 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro angewachsen (+76,8 Millionen Euro).

 
Der Schuldenstand der Kernhaushalte der kommunalen Körperschaften in Bayern (Gemeinden, Gemeindeverbände, nicht-kaufmännisch buchende kommunale Zweckverbände und Verwal-tungsgemeinschaften) belief sich am 31. Dezember 2013 auf 13 973,4 Millionen Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, hat sich damit die Verschuldung im Laufe des Jahres um 3,8 Prozent oder rund 550 Millionen Euro verringert.

 
Bereits in den vorhergehenden Jahren wurden Schulden abgebaut: Im Jahr 2011 verringerte sich der Schuldenberg um 260,6 Millionen Euro bzw. um 1,7 Prozent, im Jahr 2012 um 461,1 Millionen Euro bzw. 3,1 Prozent.

 
Mehr Schulden als im Vorjahr wurden lediglich für zwei Teilgruppen der kommunalen Körperschaften ermittelt: Die nicht-kaufmännisch buchenden Zweckverbände erhöhten ihren Schuldenstand um 34,1 Millionen Euro bzw. 4,1 Prozent auf 870,4 Millionen Euro, bei den Verwaltungsgemeinschaften nahm dieser um 5,4 Millionen Euro bzw. 18,0 Prozent auf 35,7 Millionen Euro zu.

 
Dagegen verminderten die kreisfreien Städte ihren Schuldenstand zum 31. Dezember 2013 um 495,5 Millionen Euro bzw. 9,9 Prozent auf 4 487,4 Millionen Euro. Auch die kreisangehörigen Gemeinden und die Landkreise haben einen Schuldenabbau gemeldet, und zwar um 49,6 Millionen Euro bzw. 0,8 Prozent auf 6 318,9 Millionen Euro sowie um 11,3 Millionen Euro bzw. 0,5 Prozent auf 2 129,3 Millionen Euro. Besonders kräftig reduzierten die Bezirke ihre Schuldenlast um 20,3 Prozent auf 131,7 Millionen Euro.

 
Die Schulden aller kommunalen Haushalte setzten sich Ende 2013 aus 13 823,2 Millionen Euro Schulden beim nicht-öffentlichen und 150,2 Millionen Euro Schulden beim öffentlichen Bereich zusammen.

 
Die Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich der Haushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände je Einwohner gelten in der Schuldenstatistik als ein Maßstab für die Höhe der kommu-nalen Verschuldung. Zum 31. Dezember 2013 ergab sich hier ein Betrag von 1 034 Euro je Einwohner.

 
In den Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich und den Schulden beim öffentlichen Bereich sind bei den Kernhaushalten der kommunalen Körperschaften auch Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe enthalten. Diese hatten am 31. Dezember 2013 einen Stand von 260,9 Millionen Euro, 4,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

 
Nicht in den 13 973,4 Millionen Euro Schulden enthalten sind die Schulden der kaufmännisch buchenden öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen mit Sonderrechnung (FEU). Diese beliefen sich Ende 2013 auf insgesamt 22 343,2 Millionen Euro, was einer Zunah-me um 0,3 Prozent entspricht.

 
Zu den FEU zählen unter anderem die kommunalen Eigenbetriebe (inklusive Krankenhäuser) mit einem Schuldenstand von 4 218,7 Millionen Euro (-0,2 Prozent), in öffentlich-rechtlicher Rechtsform geführte FEU mit 1 401,2 Millionen Euro (-2,7 Prozent) und privatrechtliche Wirtschaftsunternehmen mit 16 723,3 Millionen Euro (+0,8 Prozent). Bei allen FEU ist die Mehrheit der Anteile in öffentlicher Hand.





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