Auf einen Blick

Pressemitteilung

162/2014/54/K
München, den 11. Juni 2014

Zahl der Empfänger von Asylbewerberregelleistungen Ende 2013 fast 60 Prozent über der von 2012

Die wichtigsten Herkunftsländer waren erneut Afghanistan, der Irak und die Russische Föderation

 
Zum Jahresende 2013 wurden in Bayern 25 199 Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleitungsgesetz gezählt. Das entspricht einem Plus von knapp 60 Prozent gegenüber 2012. Fast zwei Drittel der Empfänger waren männlich und gut ein Drittel weiblich. Außerdem wurden im Laufe des Jahres 2013 in 7 358 Fällen besondere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, betrugen die Bruttoausgaben für Leistungen an Asylbewerber im Jahr 2013 in Bayern 237 Millionen Euro, nach Abzug der Einnahmen verblieben Nettoausgaben in Höhe von 235 Millionen Euro.

 
Ende 2013 wurden in Bayern insgesamt 25 199 Asylbewerber gezählt, denen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt wurden. Verglichen mit den im Jahr 2012 verzeichneten 15 939 Empfängern bedeutet dies eine Zunahme von 58,1 Prozent. Zu den Regelleistungen gehören Grundleistungen nach § 3 Asylbewerberleistungsgesetz, wie zum Beispiel die Bereitstellung einer Unterkunft, von Heizung, Kleidung sowie Mittel zur Gesundheits- und Körperpflege, die vorrangig in Form von Sachleistungen bereitgestellt werden, aber auch einen monatlichen Geldbetrag umfassen, der zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse dienen soll. Anstelle von Grundleistungen kann, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, auch Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) gewährt werden.
 

Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Bayern von 2009 bis 2013 Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Bayern von 2009 bis 2013

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren von den Regelleistungsempfängern 65 Prozent (16 434 Personen) männlich und 35 Prozent
(8 765 Personen) weiblich.

 
11 963 Personen lebten in Gemeinschaftsunterkünften, was einem Plus von 24 Prozent gegenüber 2012 mit 9 627 Personen entspricht, 11 039 lebten dezentral in einer Wohnung - plus 124 Prozent gegenüber 4 922 Personen im Jahr 2012 und 2 197 Personen in einer Aufnahmeeinrichtung - hier liegt die Zunahme bei 807 Personen und somit bei 58 Prozent gegenüber dem Jahresende 2012 (1 390 Personen).


Die fünf größten Gruppen der Asylbewerberregelleistungsempfänger nach Staatsangehörigkeit und Geschlecht

Staatsangehörigkeit

Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

insgesamt

davon

männlich

weiblich

Afghanistan

3 710

2 718 

 992

Irak

2 617

1 643 

 974

Russische Föderation

2 486

1 303 

1 183

Syrien

1 981

1 421 

 560

Nigeria

1 606

 915 

 691



 
Im Laufe des Jahres 2013 wurden außerdem in 7 358 Fällen ausschließlich besondere Leistungen gewährt. Dabei handelt es sich spezielle Bedarfssituationen wie beispielsweise bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt.

 
Die Ausgaben für Leistungen an Asylbewerber beliefen sich im Jahr 2013 insgesamt auf 237,2 Millionen Euro. Nach Abzug der Einnahmen von 2,2 Millionen Euro verblieben Nettoausgaben in Höhe von 235,0 Millionen Euro.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.