Auf einen Blick

Pressemitteilung

172/2014/56/E
München, den 17. Juni 2014

Das Bauhauptgewerbe in Bayern im April 2014

Baugewerblicher Umsatz insgesamt um 14,6 Prozent über Vorjahresniveau

 
Im April 2014 erwirtschafteten die bayerischen Betriebe im Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von 1,09 Milliarden Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, bedeutet dies im Vergleich zum Vorjahresmonat ein nominales Umsatzplus von 138,5 Millionen Euro bzw. 14,6 Prozent. Zu diesem Umsatzplus haben, abgesehen von der Oberpfalz (-4,5 Prozent), alle bayerischen Regierungsbezirke beigetragen, und zwar durch Umsatzzunahmen zwischen 3,3 Prozent (Unterfranken) und 34,3 Prozent (Schwaben). Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe hatten zeitgleich einen Wert in Höhe von insgesamt 1,18 Milliarden Euro (+3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert). Der Personalstand beträgt insgesamt 80 564 tätige Personen (+5,9 Prozent), die im aktuellen Berichtsmonat 8,8 Millionen Arbeitsstunden ableisteten (+4,3 Prozent) und dafür in Summe ein Bruttoentgelt in Höhe von 245,9 Millionen Euro bezogen (+10,4 Prozent).

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erwirtschafteten die bauhauptgewerblichen Betriebe in Bayern im April 2014 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von insgesamt 1,09 Milliarden Euro. Im Vergleich mit dem Ergebnis vom April 2013 entspricht dies einem nominalen Umsatzanstieg von 138,5 Millionen Euro bzw. 14,6 Prozent. Differenziert man den erwirtschafteten baugewerblichen Umsatz nach Sparten, ist ein unterschiedlich ausgeprägter Wertanstieg festzustellen. Den stärksten Zuwachs hatte der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+32,0 Prozent) zu verzeichnen, gefolgt vom Wohnungsbau (+18,3 Prozent) und vom Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen
(+14,8 Prozent). Den relativ höchsten baugewerblichen Umsatzzuwachs auf Ebene der Regierungsbezirke verbuchte Schwaben mit einem Anstieg von 34,3 Prozent auf 211,1 Millionen Euro, vor Oberbayern +20,5 Prozent) und Niederbayern (+18,7 Prozent).

 
Die Auftragseingänge der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes beliefen sich im April 2014 auf insgesamt 1,18 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Auftragseingänge nahmen dabei wertmäßig im Bereich „Gewerblicher und industrieller Tiefbau“ am stärksten zu (+92,7 Prozent auf 203,2 Millionen Euro) und gingen in der Bausparte „Öffentlicher Hochbau für Organisationen ohne Erwerbszwecke“ am deutlichsten zurück (-35,9 Prozent auf 21,2 Millionen Euro). Den höchsten Auftragseingang verzeichnete der Regierungsbezirk Unterfranken (+97,2 Prozent), gefolgt von Oberfranken
(+46,1 Prozent).

 
Der Personalstand in den bauhauptgewerblichen Betrieben in Bayern zeigte sich im aktuellen Berichtsmonat ebenfalls positiv. Mit insgesamt 80 564 tätigen Personen waren dort im aktuellen Berichtsmonat 5,9 Prozent mehr Menschen beschäftigt als im entsprechenden Vorjahresmonat, darunter die meisten im Wirtschaftszweig „Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)“
(38 477 Personen; +5,2 Prozent), im Straßenbau (8 846 Personen; -9,2 Prozent) sowie im Bereich „Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau, Kläranlagenbau“ (6 439 Personen +4,5 Prozent). Von diesen Beschäftigen wurden zusammen 8,8 Millionen Arbeitsstunden erbracht (+4,3 Prozent gegenüber dem April 2013). Die Bruttoentgeltsumme betrug 245,9 Millionen Euro
(+10,4 Prozent).

 
 
Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.



Baugewerblicher Umsatz von Betrieben im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bau-
gewerblicher Umsatz
 insgesamt1)

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau2)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro 

April 2014

Oberbayern

 270 384

 84 900

 54 955

 50 606

 12 127

 43 803

 23 992

Niederbayern

 161 732

 43 420

 52 134

 13 206

 13 324

 20 772

 18 875

Oberpfalz

 171 021

 28 731

 68 682

 12 939

 19 394

 22 164

 19 111

Oberfranken

 88 780

 15 887

 35 009

 6 922

 6 173

 13 437

 11 353

Mittelfranken

 76 156

 18 737

 23 827

 12 960

 8 168

 6 173

 6 290

Unterfranken

 106 150

 22 726

 28 098

 16 940

 12 689

 10 378

 15 320

Schwaben

 211 074

 60 764

 64 217

 28 312

 12 290

 22 976

 22 515

Bayern

1 085 297

 275 166

 326 921

 141 885

84 166

 139 704

 117 456

Veränderungen in % gegenüber April 2013

Oberbayern

20,5

26,3

6,1

91,7

-15,2

9,1

-2,5

Niederbayern

18,7

24,6

20,9

4,3

6,0

45,4

0,5

Oberpfalz

-4,5

9,0

-4,6

-47,5

25,2

-5,5

12,3

Oberfranken

10,5

-8,7

13,4

-6,6

5,1

20,8

47,8

Mittelfranken

14,1

-7,4

44,9

53,3

32,7

-2,5

-31,2

Unterfranken

3,3

19,4

-9,9

109,6

-37,0

-33,0

72,2

Schwaben

34,3

27,8

43,7

42,8

27,5

18,9

39,1

9,1

-2,5

Bayern

14,6

18,3

12,7

32,0

0,0

7,4

14,8

_________

1) Ohne Umsatzsteuer.

2) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „ Baugewerbe in Bayern im April 2014“ (Berichtsnummer E21003 201404). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.