Auf einen Blick

Pressemitteilung

176/2014/57/H
München, den 18. Juni 2014

31,1 Prozent mehr Güterumschlag in Bayerns Häfen

Binnenschifffahrt auf der Donau im ersten Quartal 2014 sogar um 52,0 Prozent gestiegen

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt im ersten Quartal 2014 bei über zwei Millionen Tonnen und damit 31,1 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Im Maingebiet wurde rund eine Million Tonnen verladen (+16,0 Prozent) und im Donaugebiet ebenso
(+52,0 Prozent). Die umschlagstärksten Häfen an der Donau waren Regensburg und Kelheim, am Main waren es Aschaffenburg und Lengfurt. Zu Wasser wurden hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, ferner chemische Erzeugnisse sowie Erze, Steine und Erden transportiert.

 
Die bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg schlugen im ersten Quartal 2014 rund zwei Millionen Tonnen Güter um und somit 31,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden über 1,3 Millionen Tonnen Güter ausgeladen und 0,7 Millionen Tonnen eingeladen. Der Güterumschlag im Maingebiet lag bei einer Million Tonnen und macht damit etwas mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens aus.

 
In den Mainhäfen stieg der Güterumschlag im ersten Quartal 2014 um 16,0 Prozent, an der Donau lag ein Anstieg um 52,0 Prozent auf etwas unter eine Million Tonnen vor. Die umschlagstärksten Häfen waren Aschaffenburg mit 0,2 Millionen und Regensburg mit 0,6 Millionen Tonnen. Insgesamt meldeten sich 2 366 Schiffe mit Umschlagsgütern an und ab, davon befuhren mit 60,9 Prozent deutlich über die Hälfte der Schiffe (1 441) die Donau.

 
Zu Wasser wurden hauptsächlich „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ (0,5 Millionen Tonnen bzw. 22,5 Prozent), ferner „Chemische Erzeugnisse etc.“ (rund 0,3 Millionen Tonnen bzw. 16,6 Prozent) sowie „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ (0,3 Millionen Tonnen bzw. 16,3 Prozent) transportiert. Weitere 10,5 Prozent bzw. 0,2 Millionen Tonnen entfielen auf „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“.

 
Der Güterumschlag hatte bereits im ersten Quartal 2013 klar über dem Vorjahreszeitraum gelegen und übertrifft nun im ersten Vierteljahr 2014 seinerseits den Vorjahresvergleichswert. Nachdem Mitte 2013 – zeitgleich mit dem damaligen Hochwasserereignis – der Güterumschlag in der bayerischen Binnenschifffahrt regelrecht eingebrochen war, hatte sich bereits im Dezember 2013 eine Erholung abgezeichnet, die sich fortzusetzen scheint.

 
 
Hinweis:
Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007.
 
 

Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Bayern

von Januar bis März 2013 und 2014

nach Verkehrsgebieten und ausgewählten Häfen

 

 

 

 

 

 

 

Verkehrsgebiet
_____

Hafen

Güterumschlag Januar bis März

2013

2014

Tonnen

Veränderung
gegenüber 2013
in %

 

 

 

 

 

Maingebiet

 895 622

1 038 704

16,0

dar. 

Nürnberg

 134 612

 119 984

-10,9

Bamberg

 69 504

 88 018

26,6

Schweinfurt

 82 285

 79 705

-3,1

Würzburg

 53 684

 63 218

17,8

Karlstadt

 91 115

 83 594

-8,3

Lengfurt

 96 038

 137 951

43,6

Aschaffenburg

 174 725

 176 551

1,0

 

Donaugebiet

 645 699

 981 521

52,0

dar. 

Kelheim

 89 802

 135 398

50,8

Regensburg

 324 258

 580 218

78,9

Straubing - Sand

 92 127

 133 974

45,4

Deggendorf

 73 236

 49 821

-32,0

Passau

 31 357

 57 581

83,6

 

Bayern insgesamt

1 541 321

2 020 225

31,1



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Binnenschifffahrt in Bayern im März 2014". Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.