Auf einen Blick


Pressemitteilung

179/2014/45/B
München, den 20. Juni 2014

2013 insgesamt 20 205 Personen in Bayern der Bewährungshilfe unterstellt

Anteil erfolgreich beendeter Unterstellungen im allgemeinen Strafrecht bei 68,6 Prozent

 
2013 waren nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 20 205 Personen unter Bewährungshilfe gestellt, das waren 68 oder 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Von 24 360 Unterstellungen insgesamt erfolgten 5 269 oder 21,6 Prozent aufgrund von Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Beendet wurde die Bewährungsaufsicht in 8 536 Fällen, davon zu 65,0 Prozent bzw. in 5 545 Fällen erfolgreich. Im Jahr 2013 waren in Bayern insgesamt 370 Bewährungshelfer tätig.

 
Im Jahr 2013 lag die Zahl der Unterstellungen unter Bewährungsaufsicht bei 24 360, dies entspricht gegenüber dem Vorjahr mit 24 314 einer Zunahme um 0,2 Prozent. Nach Abzug von Fällen, in denen ein Verurteilter mehrfach unter Bewährungsaufsicht gestanden hat, ergeben sich 20 205 Unterstellte; dies ist gegenüber 2012 mit 20 273 eine Abnahme um 0,3 Prozent.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen 13 062 Unterstellungen auf den Oberlandesgerichtsbezirk (OLG-Bezirk) München, 6 313 auf den OLG-Bezirk Nürnberg und 4 985 auf den OLG-Bezirk Bamberg. Die Unterstellung wurde in 19 510 Fällen (80,1 Prozent) nach allgemeinem Strafrecht und in 4 850 Fällen (19,9 Prozent) nach Jugendstrafrecht angeordnet.

 
Von den 24 360 Unterstellungen waren u. a. 5 269 oder 21,6 Prozent wegen Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), 5 011 bzw. 20,6 Prozent aufgrund von Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (§§ 223 bis 231 StGB) und 4 208 oder 17,3 Prozent wegen Diebstahls sowie Unterschlagung (§§ 242 bis 248c StGB) angeordnet.

 
Die Zahl der beendeten Bewährungsaufsichten lag 2013 bei 8 536 und damit um 123 bzw. 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Dabei waren 88,8 Prozent oder 7 581 der aus der Bewährungsaufsicht entlassenen Personen männlich. 7 107 oder 83,3 Prozent der Probanden hatten die deutsche Staatsangehörigkeit.

 
In 5 545 Fällen (65,0 Prozent) endete die Unterstellung durch Bewährung, in 2 427 Fällen (28,4 Prozent) durch Widerruf und in 564 Fällen (6,6 Prozent) wurde die Bewährungsaufsicht durch die Einbeziehung in ein neues Urteil ab-geschlossen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Anteile nur unwesentlich zugunsten der durch Bewährung beendeten Unterstellungen verschoben; 2012: 64,7 Prozent (Bewährung), 28,5 Prozent (Widerruf) und 6,8 Prozent (neues Urteil).

 
Differenziert nach angewandtem Strafrecht zeigt sich bei den Verurteilten nach Jugendstrafrecht mit 56,3 Prozent eine deutlich geringere Erfolgsquote (Anteil der durch Bewährung beendeten Unterstellungen) als bei den Verurteilten nach allgemeinem Strafrecht (68,6 Prozent).

 
Die Zahl aller Bewährungshelfer im Freistaat stieg gegenüber 2012 um 16 bzw. 4,5 Prozent auf 370. Davon waren 203 (54,9 Prozent) Frauen und 167 (45,1 Prozent) Männer. Die durchschnittliche Zahl der Probanden je Bewährungshelfer lag bei 54,6.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bewährungshilfestatistik in Bayern – 2013“ (Bestellnummer: B67003 201300, Preis der Druckausgabe: 17,30 €). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).




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