Auf einen Blick


Pressemitteilung

180/2014/44/A
München, den 23. Juni 2014

Zensus 2011: Erwerbstätigenquote in Bayern bei 78,9 Prozent

Dienstleistungssektor dominiert mit 68,9 Prozent deutlich – Große Unterschiede in den Top 10 der Berufe von Männern und Frauen

 

Durch den Zensus 2011 stehen unter anderem Ergebnisse zum Thema Erwerbstätigkeit zur Verfügung. Die Erwerbstätigenquote in Bayern liegt nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung demnach bei 78,9 Prozent. Hier zeigen sich ebenso Geschlechterunterschiede wie bei den konkreten Tätigkeitsbereichen. Insgesamt sind gut zwei Drittel der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor beschäftigt.

 
Im Rahmen des Zensus 2011 stehen endgültige Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit zur Verfügung. Laut Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung sind 78,9 Prozent der bayerischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter – also zwischen 15 und 64 Jahren – erwerbstätig. Der Anteil liegt damit über dem bundesweiten Wert von 75,5 Prozent.

 
Auf Regierungsbezirksebene weist Oberbayern mit 80,3 Prozent die höchste, Oberfranken mit 77,1 Prozent die niedrigste Erwerbstätigenquote auf. Zwischen den Geschlechtern fallen nach wie vor Unterschiede auf: Während bayernweit 83,6 Prozent der Männer erwerbstätig sind, liegt der Anteil der Frauen bei 74,2 Prozent.

 
Von den insgesamt 6 712 540 Erwerbstätigen in Bayern befindet sich der Großteil, nämlich 82,4 Prozent, in einem Angestelltenverhältnis. Weitere 5,1 Prozent sind Beamtinnen und Beamte, 11,1 Prozent sind selbständig. Bei den verbleibenden 1,4 Prozent der Erwerbstätigen handelt es sich um mithelfende Beschäftigte in Familienbetrieben.

 
Interessant ist besonders die Verteilung von Männern und Frauen auf verschiedene Berufsgruppen. So verteilen sich Männer deutlich gleichmäßiger auf die unterschiedlichen Berufsgruppen als Frauen.

 
Fast die Hälfte der erwerbstätigen Frauen arbeitet in der Unternehmensführung bzw. -organisation mit Schwerpunkt Büro und Sekretariat, in medizinischen Gesundheitsberufen, im Verkauf sowie in den Bereichen der Erziehung und sozialer Berufe. Von den erwerbstätigen Männern sind 18,0 Prozent in den Berufsfeldern der Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie in der Unternehmensführung und -organisation beschäftigt, wobei der Fokus hier auf den Bereichen Strategie und Geschäftsführung liegt. Weitere Schwerpunktbereiche sind Verkehr, Logistik und Fahrzeugführung. Soziale Tätigkeiten finden sich bei den Männern nicht unter den Top 10 der Berufe.

 
Gut zwei Drittel der Erwerbstätigen (68,9 Prozent) in Bayern arbeiten im Dienstleistungssektor. Insbesondere die Bereiche der öffentlichen und privaten Dienstleistungen sowie des Handels, der Reparatur von Kraftfahrzeugen und des Gastgewerbes spielen hier eine Rolle.

 
Das produzierende Gewerbe macht 28,8 Prozent aus, die Land- und Fortwirtschaft bzw. die Fischerei 2,3 Prozent. Auch hier sind klare Geschlechterunterschiede erkennbar: Vier von fünf erwerbstätigen Frauen arbeiten im Dienstleistungsbereich, bei den Männern liegt der Anteil bei nur 57,3 Prozent. Insgesamt sind in Oberbayern mit einem Anteil von 75,0 Prozent überdurchschnittlich viele Erwerbstätige im Dienstleistungssektor beschäftigt. Dagegen fallen in Niederbayern die Anteile des produzierenden Gewerbes mit 34,8 Prozent und der Land- und Forstwirtschaft bzw. der Fischerei mit 3,7 Prozent vergleichsweise hoch aus.

 
18,8 Prozent der erwerbstätigen Personen haben einen Migrationshintergrund. Mit einem Anteil von 35,3 Prozent sind diese vor allem im Gastgewerbe überdurchschnittlich häufig vertreten. Im Wirtschaftsabschnitt „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ haben 28,7 Prozent der Erwerbstätigen einen Migrationshintergrund. Dieser umfasst beispielsweise Dienstleistungen in Sicherheitsdiensten, Sekretariaten und Reisebüros oder auch Tätigkeiten in den Bereichen der Gebäudebetreuung, der Vermittlung von Arbeitskräften oder des Garten- und Landschaftsbaus.

 
In der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (8,0 Prozent) und der Land- und Forstwirtschaft bzw. Fischerei (5,8 Prozent) fällt der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund hingegen relativ gering aus.



Hinweis:

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung bietet eine Reihe von Informati-onsangeboten zu den Ergebnissen des Zensus 2011 an, unter anderem eine umfangreiche Datenbank. Diese steht der Öffentlichkeit kostenlos unter www.zensus2011.de zur Verfügung.



 






Ausführliche Ergebnisse enthalten die folgenden Veröffentlichungen:

Statistische Berichte:

  • „Zensus 2011: Gemeindedaten Bevölkerung – Ergebnisse für Bayern“ (Bestellnummer: A01013 201451, Preis pro Heft: 30,40 €; Datei kostenlos zum Download)
  • „Zensus 2011: Gemeindedaten Gebäude und Wohnungen – Ergebnisse für Bayern“ (Bestellnummer: F01113 201451, Preis pro Heft: 31,20 €; Datei kostenlos zum Download)
  • „Zensus 2011: Gemeindedaten Wohnsituation der Bevölkerung - Ergebnisse für Bayern“ (Bestellnummer: F01513 201451, Preis pro Heft: 47,00 €; Datei kostenlos zum Download)


Informationsbroschüre und- flyer:

  • „Zensus 2011: Ergebnisse für Bayern“: Broschüre mit Schaubildern und Tabellen (Bestellnummer: Z24011 201451; Preis pro Broschüre 2,00€; Datei kostenlos zum Download)


Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Weitere Informationen finden Sie auch unter
www.statistik.bayern.de/statistik/zensus-ergebnisse.





Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.