Auf einen Blick


Pressemitteilung

186/2014/42/A
München, den 26. Juni 2014

Gut 28 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten im Jahr 2012 auch sonn- und feiertags

Anstieg um knapp fünf Prozentpunkte im Zehn-Jahres-Vergleich

 
Im Jahr 2012 gab es in Bayern nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung rund 6,6 Millionen Erwerbstätige. Mehr als 28 Prozent von ihnen arbeitete zumindest gelegentlich auch an Sonn- und Feiertagen, wobei Männer häufiger betroffen waren als Frauen. Vor allem in den Bereichen der öffentlichen und privaten Dienstleistungen sowie der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei wurde auch an Ruhetagen gearbeitet.

 
Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, arbeiteten im Jahr 2012 gut 28 Prozent der 6,6 Millionen Erwerbstätigen auch an Sonn- und Feiertagen. Erwerbstätige Männer gingen zu knapp 30 Prozent und Frauen mit annähernd 27 Prozent am Sonntag oder einem Feiertag ihrer Arbeit nach. Zehn Jahre zuvor lagen die jeweiligen Anteile an der Sonn- und Feiertagsarbeit noch etwas niedriger. 2002 arbeitete vergleichsweise nur rund jeder vierte Mann und gut jede fünfte Frau an Ruhetagen. Somit stieg der Anteil der Erwerbstätigen, die an diesen Tagen aktiv waren, im Zehn-Jahres-Vergleich um knapp fünf Prozentpunkte.

 
Etwa die Hälfte (rund 49 Prozent) der an Sonn- und Feiertagen erwerbstätigen Personen arbeitete 2012 jedoch nur gelegentlich an diesen Tagen (2002: rund 48 Prozent). Regelmäßig tätig waren dagegen knapp 37 Prozent (2002: gut 31 Prozent) und rund 14 Prozent
(2002: knapp 21 Prozent) waren sogar ständig arbeitsbedingt im Einsatz.

 
Die Ruhetagsarbeit betraf im Jahr 2012 vor allem Erwerbstätige im Wirtschaftsbereich „Öffentliche und private Dienstleistungen“ (ohne öffentliche Verwaltung) mit rund 41 Prozent sowie in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (40 Prozent), gefolgt von Handel, KFZ, Gastgewerbe mit 29 Prozent. Im Baugewerbe wurde dagegen nur selten (knapp 8 Prozent) an Sonn- und Feiertagen gearbeitet. Am häufigsten aktiv waren an Sonn- und Feiertagen unbezahlt mithelfende Familienangehörige (knapp 69 Prozent) und auch gut die Hälfte aller Selbstständigen (rund 52 Prozent) gab an, in dieser Zeit ihrer Arbeit nachzugehen.
 
 
 
Methodischer Hinweis:

Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und fortgeschriebene Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2012 beruhen noch auf den Fortschreibungsergebnissen auf der Basis Volkszählung 1987. Eine Hochrechnung des Mikrozensus auf Grundlage der aktuellen Fortschreibung des mit Stichtag 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus ist erst ab dem Mikrozensus 2013 vorgesehen.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.