Auf einen Blick

Pressemitteilung

196/2014/32/P
München, den 03. Juli 2014

Wirtschaftswachstum von 2002 bis 2012 in der Oberpfalz am stärksten

Höchste Wirtschaftskraft in Oberbayern

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung hat das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen im Zehnjahreszeitraum 2002 bis 2012 in den kreisfreien Städten und Landkreisen Bayerns um 30,6 Prozent zugelegt. Dabei war das Wirtschaftswachstum in der Oberpfalz mit 35,7 Prozent am stärksten, gefolgt von Niederbayern mit 34,2 Prozent. Schlusslicht war Unterfranken mit einem Wirtschaftswachstum von 25,9 Prozent. Die höchste Wirtschaftskraft, gemessen als Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, hatten im Jahr 2012 die kreisfreien Städte und Landkreise in Oberbayern mit 44 981 Euro. Alle anderen Regierungsbezirke lagen unterhalb des bayernweiten Durchschnitts von 37 493 Euro.

 
Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen wuchs nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung in Bayern in der Dekade von 2002 bis 2012 insgesamt um 30,6 Prozent.

 
Am stärksten war das Wirtschaftswachstum dabei in der Oberpfalz mit 35,7 Prozent vor Niederbayern mit 34,2 Prozent und Schwaben mit 30,6 Prozent. Am wenigsten nahm das nominale Bruttoinlandsprodukt in Oberfranken (+28,7 Prozent) und Unterfranken (+25,9 Prozent) zu.

 
Auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise war die wirtschaftliche Entwicklung von 2002 bis 2012 in den kreisfreien Städten Ingolstadt (+96,7 Prozent) und Coburg (+90,0 Prozent) besonders dynamisch. Es folgen die kreisfreie Stadt Erlangen (+60,2 Prozent) sowie der Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm (+57,4 Prozent).

 
Am schwächsten war das Wirtschaftswachstum in der kreisfreien Stadt Schwabach (+2,0 Prozent), dem Landkreis Aschaffenburg (+5,8 Prozent) und der kreisfreien Stadt Fürth (+6,2 Prozent).

 
Die Wirtschaftskraft, ausgedrückt als Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, war in Oberbayern im Jahr 2012 mit 44 981 Euro am höchsten. Es folgen Mittelfranken mit 35 465 Euro und die Oberpfalz mit 34 151 Euro.

 
Mit Ausnahme von Oberbayern lagen alle Regierungsbezirke unter dem bayerischen Durchschnitt von 37 493 Euro. Auf Kreisebene zeigten im Jahr 2012 die kreisfreien Städte Ingolstadt (101 016 Euro), Schweinfurt (85 934 Euro) sowie der Landkreis München (85 673 Euro) die höchsten Werte.

 
Hinweis:

Die hier vorgelegten Ergebnisse wurden nach den methodischen Vorgaben des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören, berechnet. Weitere Informationen und Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen können auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de abgerufen werden.


Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Bayern 2000, 2006 bis 2012; Kreisfreie Städte und Landkreise, Regierungsbezirke, Regionen und Arbeitsmarktregionen“ (Bestellnummer: P 1300C 201200). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).




Änderung des Bruttoinlandsprodukts zu jeweiligen Preisen 2012 gegenüber 2002

sowie Bruttoinlandsprodukt je Einwohner im Jahr 2012

in den bayerischen Regierungsbezirken

Regierungsbezirk

Bruttoinlandsprodukt

Bruttoinlandsprodukt

je Einwohner 2012

Änderung 2012 gegenüber 2002 in %

Euro

Oberbayern

30,5

44 981

Niederbayern

34,2

32 395

Oberpfalz

35,7

34 151

Oberfranken

28,7

30 991

Mittelfranken

30,3

35 465

Unterfranken

25,9

33 154

Schwaben

30,6

33 296

 

 

 

Bayern

30,6

37 493




Die zehn kreisfreien Städte und Landkreise

mit der höchsten und der geringsten Zunahme

des Bruttoinlandsprodukts zu jeweiligen Preisen von 2002 bis 2012

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Zunahme in %

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Zunahme in %

Ingolstadt, Kreisfreie Stadt

96,7

Aichach-Friedberg, Landkreis

16,5

Coburg, Kreisfreie Stadt

90,0

Kaufbeuren, Kreisfreie Stadt

16,0

Erlangen, Kreisfreie Stadt

60,2

Garmisch-Partenkirchen, Landkreis

15,8

Pfaffenhofen a.d.Ilm, Landkreis

57,4

Weiden i.d.OPf., Kreisfreie Stadt

15,3

Donau-Ries, Landkreis

51,6

Hof, Kreisfreie Stadt

14,2

Neumarkt i.d.OPf., Landkreis

51,3

Coburg, Landkreis

13,8

Regensburg, Kreisfreie Stadt

51,0

Kronach, Landkreis

9,2

Dingolfing-Landau, Landkreis

45,8

Fürth, Kreisfreie Stadt

6,2

Dillingen a.d.Donau, Landkreis

45,7

Aschaffenburg, Landkreis

5,8

Aschaffenburg, Kreisfreie Stadt

44,2

Schwabach, Kreisfreie Stadt

2,0

 

_________________

Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL).

 

 






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.