Auf einen Blick

Pressemitteilung

1/2015/35/M
München, den 05. Januar 2015

Inflationsrate in Bayern im Dezember bei 0,3 Prozent

Niedrigste Teuerungsrate seit Oktober 2009

 
Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 0,3 Prozent erhöht; zuletzt hatte die Jahresteuerungsrate im Oktober des Krisenjahres 2009 niedriger gelegen. Die sehr niedrige Teuerungsrate ist dabei ganz wesentlich auf die stark rückläufigen Preise für Heizöl (-23,0 Prozent) und Kraftstoffe
(-11,7 Prozent) zurückzuführen. Ohne Kraftstoffe und Heizöl gerechnet, hätte sich der Verbraucherpreisindex binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent erhöht. - Das Preisniveau für Nahrungsmittel (-1,6 Prozent) ist im Gesamtdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Entwicklung teilweise allerdings sehr unterschiedlich. So sind beispielsweise die Preise für Butter (-17,7 Prozent) und Eier
(-9,3 Prozent) deutlich gefallen, während Bohnenkaffee (+19,9 Prozent) spürbar teurer wurde. Starke Preisrückgänge waren binnen Jahresfrist im Durchschnitt auch bei Gemüse (-10,0 Prozent) zu beobachten. - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau gegenüber dem Vormonat November nicht verändert. Weitere kräftige Preisrückgänge waren im Dezember allerdings bei Heizöl (-15,8 Prozent) und Kraftstoffen (-6,2 Prozent) zu beobachten. Auch Gemüse (-1,0 Prozent) hat sich binnen Monatsfrist etwas verbilligt, während sich die Preise für Obst
(+3,9 Prozent) erhöhten.
 

Verbraucherpreisindex für Bayern (2010 = 100) Verbraucherpreisindex für Bayern (2010 = 100)

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Dezember 2014 bei 0,3 Prozent; im vorangegangenen November hatte sie bei 0,8 Prozent gelegen.

 
Die Preise für Nahrungsmittel sind gegenüber dem Dezember des Vorjahres im Gesamtdurchschnitt um 1,6 Prozent zurückgegangen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung dabei teilweise sehr unterschiedlich. Deutlich billiger als im Vorjahr waren insbesondere Butter (-17,7 Prozent), Eier (-9,3 Prozent) und frische Vollmilch (-7,5 Prozent); auch Gemüse (-10,0 Prozent) war erheblich günstiger als im Vorjahr. Stark gestiegen sind hingegen die Preise für Bohnenkaffee (+19,9 Prozent);

 
Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 23,0 Prozent gefallen. Bei Gas war ein geringfügiger Preisrückgang von 0,5 Prozent zu verzeichnen. Die Preise für Strom sind um 1,1 Prozent gestiegen. Kraftstoffe waren im Dezember 2014 um 11,7 Prozent günstiger als im Dezember des Vorjahres.

 
Weiterhin entspannt verläuft im Landesdurchschnitt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Dezember des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,7 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Dezember weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher digitale Kameras
(-8,1 Prozent), tragbare Computer (-10,4 Prozent) und Fernsehgeräte (-14,4 Prozent) spürbar günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau nicht verändert. Weitere kräftige Preisrückgänge waren bei Kraftstoffen (-6,2 Prozent) und Heizöl
(-15,8 Prozent) zu beobachten. Auch Gemüse (-1,0 Prozent) hat sich bin-nen Monatsfrist etwas verbilligt, während sich die Preise für Obst (+3,9 Prozent) erhöhten. Im Gesamtdurchschnitt ist das Preisniveau für Nahrungsmittel (+0,3 Prozent) im Dezember leicht gestiegen.
 
 
Hinweis:
Die Presseinformation zum Berichtsmonat Dezember 2014 enthält vorläufige Ergebnisse.
 
 
 
Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Dezember 2014 mit Jahreswerten von 2011 bis 2014 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Dezember 2014 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).

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