Auf einen Blick


Pressemitteilung

200/2014/44/A
München, den 07. Juli 2014

Zensus 2011: Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der beruflichen Bildung

20- bis 29-jährige Frauen besitzen häufiger einen (Fach-)Hochschulabschluss, Männer promovieren dagegen öfter – Unterschiede auch regional und nach Herkunft.

 

 
Durch die Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse des Zensus 2011 stehen unter anderem Informationen zum beruflichen Bildungsstand der Bevölkerung in Bayern zur Verfügung. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung zeigen die Ergebnisse, dass zum Stichtag 9. Mai 2011 jeder Zweite innerhalb der Bevölkerung ab 15 Jahren (45,9 Prozent) im Freistaat eine Lehre absolviert hat und 14,7 Prozent einen Fachhochschul- oder einen Hochschulabschluss besitzen. Beim höchsten beruflichen Bildungsabschluss zeigen sich neben regionalen Disparitäten sowohl Unterschiede zwischen Männern und Frauen, deutschen und ausländischen Staatsbürgern sowie zwischen Migranten und Personen ohne Migrationshintergrund.

 
Durch den Zensus 2011 stehen unter anderem Ergebnisse zur beruflichen Bildung in Bayern zur Verfügung. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat etwa jeder Zweite ab 15 Jahren (45,9 Prozent) im Freistaat eine Lehre absolviert, 10,7 Prozent können einen Fachschulabschluss vorweisen, 2,3 Prozent einen Abschluss einer Fach- oder Berufsakademie und 14,7 Prozent besitzen einen Fachhochschul- oder einen Hochschulabschluss.

 
Letztere setzen sich aus 5,4 Prozent Fachhochschulabsolventen, 7,8 Prozent Absolventen einer Universität und 1,5 Prozent Promovierter zusammen. Jeder Vierte ab 15 Jahren hatte zum Befragungszeitpunkt keinen bzw. noch keinen beruflichen Abschluss.

 
Beim höchsten beruflichen Abschluss zeigen sich bei Männern und Frauen erkennbare Unterschiede. So besitzen 17,9 Prozent der Männer und 11,7 Prozent der Frauen in Bayern einen (Fach-)Hochschulabschluss. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sich unter den 20- bis 29-Jährigen mit (Fach-)Hochschulabschluss 55,3 Prozent Frauen und 44,7 Prozent Männer befinden. Somit verfügen Frauen dieser Altersgruppe bereits häufiger über einen solchen Abschluss als gleichaltrige Männer.

 
In den älteren Jahrgängen überwiegt dagegen noch der Anteil der Männer. Dies trifft insbesondere auf das Geschlechterverhältnis bei den Promotionen zu. So werden gut zwei Drittel (69,6 Prozent) der knapp 160 000 Promotionen in Bayern von Männern abgelegt.

 
Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit können häufiger keinen beruflichen Abschluss vorweisen. Sie besitzen aber, im Vergleich zur deutschen Bevölkerung, öfter einen
(Fach-)Hochschulabschluss.

 
Während 44,0 Prozent der ausländischen Staatsbürger ab 15 Jahren zum Stichtag keinen bzw. noch keinen beruflichen Abschluss haben, sind dies bei den Deutschen nur 24,9 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Personen ab 15 Jahren mit ausländischer Staatsangehörigkeit und (Fach-)Hochschulabschluss mit 17,5 Prozent höher als der entsprechende Anteil der Deutschen (14,4 Prozent).

 
Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen Personen mit Migrationshintergrund und Personen ohne Migrationshintergrund. So sind zum Stichtag 38,4 Prozent der Personen ab 15 Jahren mit Migrationshintergrund (noch) nicht im Besitz eines beruflichen Abschlusses, bei Personen ohne Migrationshintergrund liegt der Anteil nur bei 23,9 Prozent.

 
Gleichzeitig besitzen 16,2 Prozent der Migranten ab 15 Jahren einen
(Fach-)Hochschulabschluss; bei Personen ohne Migrationshintergrund ist dieser Anteil mit 14,3 Prozent etwas niedriger.

 
Auch in den einzelnen Regierungsbezirken ergeben sich deutliche Unterschiede bei der beruflichen Bildung. Oberbayern hat mit 20,6 Prozent den höchsten Anteil an (Fach-)Hochschulabsolventen, gefolgt von Mittelfranken mit 14,9 Prozent. Niederbayern liegt mit 9,1 Prozent deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt (14,7 Prozent).

 
Auf Kreisebene können sowohl die Stadt als auch der Landkreis München mit 29,9 bzw. 26,9 Prozent, der Landkreis Starnberg mit 27,6 Prozent und die Stadt Erlangen mit 26,6 Prozent anteilig die meisten (Fach-)Hochschulabsolventen verzeichnen.


Hinweis:

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung bietet eine Reihe von Informationsangeboten zu den Ergebnissen des Zensus 2011 an, unter anderem eine umfangreiche Datenbank. Diese steht der Öffentlichkeit kostenlos unter www.zensus2011.de zur Verfügung.






Ausführliche Ergebnisse enthalten die folgenden Veröffentlichungen:

Statistische Berichte:

  • „Zensus 2011: Gemeindedaten Bevölkerung – Ergebnisse für Bayern“ (Bestellnummer: A01013 201451, Preis pro Heft: 30,40 €; Datei kostenlos zum Download)
  • „Zensus 2011: Gemeindedaten Gebäude und Wohnungen – Ergebnisse für Bayern“ (Bestellnummer: F01113 201451, Preis pro Heft: 31,20 €; Datei kostenlos zum Download)
  • „Zensus 2011: Gemeindedaten Wohnsituation der Bevölkerung - Ergebnisse für Bayern“ (Bestellnummer: F01513 201451, Preis pro Heft: 47,00 €; Datei kostenlos zum Download)


Informationsbroschüre und- flyer:

  • „Zensus 2011: Ergebnisse für Bayern“: Broschüre mit Schaubildern und Tabellen (Bestellnummer: Z24011 201451; Preis pro Broschüre 2,00€; Datei kostenlos zum Download)


Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Weitere Informationen finden Sie auch unter
www.statistik.bayern.de/statistik/zensus-ergebnisse.





Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.