Auf einen Blick

Pressemitteilung

216/2014/35/M
München, den 21. Juli 2014

2013 wechselten in Bayern 4 917 landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer

Im Durchschnitt wurden rund 39 800 Euro je Hektar bezahlt

 
2013 wurden in Bayern 4 917 landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6 588 Hektar für insgesamt 262,2 Millionen Euro verkauft. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Kaufwert von 39 797 Euro je Hektar Landwirtschaftsfläche. Regional differierte der durchschnittliche Kaufwert je Hektar erheblich. Am höchsten war er in Niederbayern mit 59 944 Euro, am niedrigsten in Oberfranken mit 16 698 Euro.

 
2013 wurden in Bayern gemäß den Meldungen der Finanzämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 4 917 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6 588 Hektar verkauft.

 
Die Kaufsumme betrug 262,2 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer Mindestgröße von 1 000 Quadratmetern, die zumindest in einem überschaubaren Zeitraum weiterhin landwirtschaftlich als Acker- oder Grünland genutzt werden.

 
Je Verkaufsfall wurden durchschnittlich 1,34 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert. Bei knapp 57 Prozent der Kauffälle lag die Fläche unter einem Hektar, in lediglich 3,3 Prozent der Fälle wechselten mindestens fünf Hektar Landwirtschaftsfläche den Besitzer.

 
Im Durchschnitt errechnet sich für alle im Jahr 2013 in Bayern getätigten Verkäufe von landwirtschaftlich genutzter Fläche ein Wert von 39 797 Euro je Hektar (3,98 Euro je Quadratmeter).

 
Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar differierte in den einzelnen Regierungsbezirken erheblich. Am höchsten war er mit 59 944 Euro in Niederbayern. Auch in Oberbayern (58 522 Euro) und Schwaben (43 122 Euro) wurde ein überdurchschnittlicher Hektar-Preis erzielt.

 
Der mit Abstand niedrigste Verkaufswert errechnete sich mit 16 698 Euro für den Regierungsbezirk Oberfranken. Dies waren 72 Prozent weniger als in Niederbayern und rund 58 Prozent weniger als im Landesdurchschnitt. Deutlich unter dem Landesmittel lag auch der in Unterfranken (25 546 Euro) erzielte Hektarerlös.

 
Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei der Kaufwertestatistik methodisch um keine echte Preisstatistik handelt, so dass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. So wird der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Nutzungsart oder Grundstücksgröße maßgeblich beeinflusst.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Bayern 2013“; (Bestellnummer: M17003201200, Preis der Druckausgabe: 4,40 Euro). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).




Veräußerung landwirtschaftlichen Grundbesitzes* in Bayern 2013

Regierungsbezirk

 

Veräuße-rungsfälle

Veräußerte Fläche der landwirtsch. Nutzung (FdlN)

Kaufwert

 

insgesamt

je Hektar

 

 

 

Anzahl

Hektar

1 000 Euro

Euro

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

622

 861,2 

50 402  

58 522 

 

Niederbayern

 

651

1 046,1 

62 710  

59 944 

 

Oberpfalz

 

728

1 075,2 

33 984  

31 608 

 

Oberfranken

 

698

 756,0 

12 623  

16 698 

 

Mittelfranken

 

411

 581,7 

23 565  

40 508 

 

Unterfranken

 

999

1 074,7 

27 455  

25 546 

 

Schwaben

 

808

1 193,0 

51 445  

43 122 

 

Bayern

4 917

6 588,0 

262 183  

39 797 

 

* Ohne Gebäude und ohne Inventar






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.