Auf einen Blick


Pressemitteilung

225/2014/35/M
München, den 30. Juli 2014

Inflationsrate in Bayern im Juli bei 0,7 Prozent

Preise für Heizöl weiter rückläufig, niedrigster Stand seit Februar 2011

 
Im Vergleich zum Juli des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 0,7 Prozent erhöht; im Juni hatte die Inflationsrate ebenfalls bei 0,7 Prozent gelegen. Weiterhin rückläufig sind die Preise für Heizöl (-7,0 Prozent) und Kraftstoffe (-2,1 Prozent). Günstiger als im Vorjahr waren auch Obst (-6,2 Prozent) und Gemüse (-5,8 Prozent), während sich Molkereiprodukte wie Schnittkäse (+15,7 Prozent) und Quark (+13,3 Prozent) spürbar verteuerten. Im Durchschnitt haben sich die Preise für Nahrungsmittel binnen Jahresfrist nur um 0,3 Prozent erhöht. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Heizöl (-0,3 Prozent) hat sich im Juli weiter verbilligt; das Preisniveau für Heizöl lag damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Preisrückgänge waren auch bei Obst (-3,3 Prozent) und Gemüse (-1,5 Prozent) zu beobachten. Insbesondere aus saisonalen Gründen sind die Preise für Pauschalreisen (+11,6 Prozent) hingegen deutlich gestiegen. Wegen der beginnenden Sommerschlussverkäufe haben sich im Juli Bekleidungsartikel (-4,6 Prozent) spürbar verbilligt.



Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Juli 2014 bei +0,7 Prozent; im vorangegangenen Juni hatte sie ebenfalls bei 0,7 Prozent gelegen.

 
Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Juli des Vorjahres nur um 0,3 Prozent erhöht. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung dabei sehr unterschiedlich. Erheblich teurer als im Vorjahr waren insbesondere Molkereiprodukte. So haben sich beispielsweise die Preise für Schnittkäse (+15,7 Prozent), Quark (+13,3 Prozent) und Joghurt (+7,4 Prozent) deutlich erhöht. Stark gestiegen sind auch die Preise für Bohnenkaffee (+6,6 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Gemüse (-5,8 Prozent) und Obst (-6,2 Prozent) zu beobachten. Auch Eier (-10,9 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist spürbar verbilligt.

 
Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Juli des Vorjahres um 7,0 Prozent gefallen. Bei Gas war ein geringfügiger Preisrückgang von 0,4 Prozent zu verzeichnen. Die Preise für Strom sind um 1,1 Prozent gestiegen. Kraftstoffe waren im Juli 2014 um 2,1 Prozent günstiger als im Juli des Vorjahres.

 
Weiterhin entspannt verläuft im Landesdurchschnitt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Juli des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,3 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juli weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. digitale Kameras
(-7,6 Prozent), Fernsehgeräte (-8,1 Prozent) und tragbare Computer (-8,7 Prozent) spürbar günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,4 Prozent gestiegen. Preisrückgänge waren erneut bei Heizöl (-0,3 Prozent) zu beobachten; das Preisniveau für Heizöl lag damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Auch Obst
(-3,3 Prozent) und Gemüse (-1,5 Prozent) waren billiger als im Vormonat. Insgesamt sind die Preise für Nahrungsmittel im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent gefallen.

 
Hauptsächlich aus saisonalen Gründen haben sich Pauschalreisen (+11,6 Prozent) kräftig verteuert. Wegen der beginnenden Sommerschlussverkäufe sind Bekleidungsartikel
(-4,6 Prozent) hingegen im Juli spürbar günstiger geworden.


Hinweis:

Die Presseinformation zum Berichtsmonat Juli 2014 enthält vorläufige Ergebnisse.

 
Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Juli 2014 mit Jahreswerten von 2011 bis 2013 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Juli 2014 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).



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