Auf einen Blick

Pressemitteilung

229/2014/56/F
München, den 05. August 2014

Wohnungsbaugenehmigungen mit 4,3 Prozent im Plus

Rückläufiges Genehmigungsvolumen allein in Mittelfranken und in der Oberpfalz

 
Die bayerischen Bauaufsichtsbehörden erteilten im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 28 409 Baugenehmigungen (einschließlich Genehmigungsfreistellungsverfahren) für Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung bedeutet dies ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis. 25 205 Wohnungen bzw. 88,7 Prozent sind in neuen Wohngebäuden projektiert, weitere 2 639 Wohnungen (9,3 Prozent) sollen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen. Das Genehmigungsvolumen für Wohnungen in neuen Wohngebäuden erhöhte sich um 2,8 Prozent und die Anzahl an Wohnungen, die durch Um- oder Ausbau bestehender Gebäude geschaffen werden soll, nahm um 16,7 Prozent zu. Während die Wohnungsbaufreigaben im Eigenheimbereich (Ein- und Zweifamilienhäuser) auf zusammen 12 067 anstiegen (+0,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013), gingen diese für den Geschosswohnungsbau (Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen) auf 11 171 zurück (-4,1 Prozent).

 
Im ersten Halbjahr 2014 wurden von den unteren Bauaufsichtsbehörden in Bayern insgesamt 28 409 Wohnungsbaugenehmigungen (einschl. Genehmigungsfreistellungen) erteilt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entspricht dies einem Genehmigungsanstieg von 4,3 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2013. Rund neun Zehntel (88,7 Prozent) bzw. 25 205 dieser aktuell genehmigten Wohnungen sind in neuen Wohngebäuden projektiert. Durch Baumaßnahmen am vorhandenen Gebäudebestand sollen 2 639 Wohnungen (9,3 Prozent) entstehen und in neuen gewerblichen Hochbauten (sogenannte Nichtwohngebäude) sollen 565 Wohnungen realisiert werden. Insgesamt wurde in den ersten sechs Monaten 2014 der Neubau von 12 287 Wohngebäuden (+1,0 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013) sowie von 4 244 Nichtwohngebäuden genehmigt
(-0,7 Prozent).

 
Von den insgesamt 25 205 Wohnungen, die in neuen Wohngebäuden geplant sind, sollen 13 138 bzw. 52,1 Prozent in Mehrfamilienhäusern (einschl. Wohnheimen) gebaut werden und die anderen 12 067 Wohnungen im Eigenheimbereich, darunter vier Fünftel (80,1 Prozent) als Einfamilienhäuser. Damit lagen die Wohnungsbaufreigaben im Eigenheimbereich zusammen um 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau (Einfamilienhäuser: +0,5 Prozent; Zweifamilienhäuser: +2,5 Prozent), wogegen das vergleichbare Vorjahresergebnis im Mehrfamilienhausbau (ohne Wohnheime) um 4,1 Prozent verfehlt wurde.

 
Auch im ersten Halbjahr 2014 wurden die meisten genehmigten Wohnungen (12 021 bzw. 42,3 Prozent) für Oberbayern gemeldet (+9,1 Prozent gegenüber Januar bis Juni 2013). Während Mittelfranken (2 970; -24,8 Prozent) und die Oberpfalz (2 423; -10,6 Prozent) weniger Wohnungsbaugenehmigungen als im ersten Halbjahr 2013 verzeichneten, verbuchten die anderen fünf bayerischen Regierungsbezirke höhere Freigabezahlen, und zwar zwischen 3,5 Prozent (Niederbayern) und 20,1 Prozent (Ober- sowie Unterfranken). Den höchsten absoluten Zuwachs verbuchte Oberbayern (+1 006 Wohnungsbaufreigaben).

 
Von den in Bayern im ersten Halbjahr 2014 zum Bau freigegebenen Wohnungen sollen 9 788 bzw. 34,5 Prozent in den kreisfreien Städten und 18 621 bzw. 65,5 Prozent in den Landkreisen entstehen. Jede vierte Wohnung (insgesamt 7 544 bzw. 26,6 Prozent) ist in einer der acht bayerischen Großstädte geplant. Wurden in den Großstädten insgesamt um 1,1 Prozent mehr Wohnungsbaugenehmigungen erteilt, verzeichneten die kreisfreien Städte zusammen ein entsprechendes Plus von 7,3 Prozent und die Landkreise von 2,8 Prozent.
 
 
 

Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern von Januar bis Juni 2013 und 2014

Bezeichnung

Wohnungsbaugenehmigungen1) 2) in Bayern

Januar
bis
Juni
2013

Januar
bis
Juni
2014

Veränderung
2014
ggü.
2013

Anzahl

Prozent

Nach Gebäudearten

Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt

 26 958 

 27 732 

  774 

2,9

davon

 

 

in neuen Wohngebäuden zusammen

 24 513 

 25 205 

  692 

2,8

davon

 

 

 

in Wohngebäuden mit 1 Wohnung

 9 619 

 9 671 

  52 

0,5

in Wohngebäuden mit 2 Wohnungen

 2 338 

 2 396 

  58 

2,5

in Wohngebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen

 11 649 

 11 171 

-478 

-4,1

in Wohnheimen

  907 

 1 967 

 1 060 

116,9

durch Baumaßnahmen

 

 

 

an bestehenden Wohngebäuden

 2 445 

 2 527 

  82 

3,4

Wohnungen in Nichtwohngebäuden insgesamt

  286 

  677 

  391 

136,7

davon

 

 

in neuen Nichtwohngebäuden

  470 

  565 

  95 

20,2

durch Baumaßnahmen

 

 

 

an bestehenden Nichtwohngebäuden

-184 

  112 

  296 

X 

Wohnungen insgesamt

 27 244 

 28 409 

 1 165 

4,3

Nach Regierungsbezirken

Oberbayern

 11 015 

 12 021 

 1 006 

9,1

Niederbayern

 2 738 

 2 834 

  96 

3,5

Oberpfalz

 2 711 

 2 423 

-288 

-10,6

Oberfranken

 1 350 

 1 621 

  271 

20,1

Mittelfranken

 3 952 

 2 970 

-982 

-24,8

Unterfranken

 2 067 

 2 483 

  416 

20,1

Schwaben

 3 411 

 4 057 

  646 

18,9

Bayern

 27 244 

 28 409 

 1 165 

4,3

Kreisfreie Städte

 9 124 

 9 788 

  664 

7,3

darunter Großstädte3)

 7 461 

 7 544 

  83 

1,1

Landkreise

 18 120 

 18 621 

  501 

2,8

——————

1) Ab Berichtsjahr 2012 werden die "Sonstigen Wohneinheiten" als Wohnungen erfasst.

2) Einschl. Genehmigungsfreistellungen.

3) München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Würzburg, Fürth, Erlangen.

 
 
 
Ausführliche Ergebnisse zum aktuellen Monatsabschluss enthält der Statistische Bericht „Baugenehmigungen in Bayern im Juni 2014“ (Bestellnummer: F21013 201406, Preis der Druckausgabe: 8,40 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.