Auf einen Blick

Pressemitteilung

22/2014/32/A
München, den 28. Januar 2014

Arbeitsvolumen in Bayern im Jahr 2013 bei über 9,7 Milliarden Stunden

Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, stieg das Arbeitsvolumen, also die gesamte von den Erwerbstätigen geleistete Arbeitszeit im Jahr 2013 in Bayern, auf insgesamt 9,74 Milliarden Stunden. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Zunahme um 0,7 Prozent. Damit lag Bayern im Vergleich zu den anderen Bundesländern hinter Baden-Württemberg und Berlin auf dem dritten Platz. Deutschlandweit stieg das Arbeitsvolumen lediglich um 0,2 Prozent. Im Durchschnitt arbeitete ein Erwerbstätiger im Jahr 2013 in Bayern 1 388 Stunden, das waren 0,2 Prozent weniger als 2012. Damit setzte sich der Trend abnehmender Arbeitszeiten weiter fort.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erhöhte sich die von den Bayerischen Erwerbstätigen geleistete Arbeitszeit im Jahr 2013 auf 9,74 Milliarden Stunden. Gegenüber dem Jahr 2012 entspricht dies einem Anstieg um 0,7 Prozent. Im Vergleich der Bundesländer rangiert Bayern damit hinter Baden-Württemberg (+1,2 Prozent) und Berlin (+0,9 Prozent) an dritter Stelle. In Deutschland insgesamt stieg das Arbeitsvolumen um 0,2 Prozent. Dabei schnitten die alten Bundesländer (ohne Berlin) mit einer Zunahme von 0,3 Prozent signifikant besser ab als die neuen Länder (ohne Berlin), in denen die geleistete Stundenzahl um 0,8 Prozent sank.

Im Durchschnitt arbeitete im Jahr 2013 jeder bayerische Erwerbstätige 1 388 Stunden. Damit lag Bayern über dem Durchschnitt der alten Länder (ohne Berlin) von 1 370 Stunden aber hinter dem Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) von 1 479 Stunden. Im Vergleich zu 2012 sank die Arbeitszeit je Erwerbstätigen um 0,2 Prozent. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg ging die durchschnittliche Arbeitszeit in allen Ländern zurück. Damit setzte sich ein Trend fort, der seit Beginn der Zeitreihe des Arbeitsvolumens im Jahr 2000 zu beobachten ist. Damals arbeiteten die bayerischen Erwerbstätigen im Schnitt um 5,7 Prozent mehr als 2013. Der Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit ist somit kein rein konjunkturelles Phänomen, sondern wird auch durch längerfristige Faktoren wie Verkürzung der tariflichen Arbeitszeit oder der Ausweitung von Teilzeitbeschäftigung hervorgerufen. Die gleichzeitige Zunahme des Arbeitsvolumens aller Erwerbstätigen insgesamt ist auf die Ausweitung der erwerbstätigen Personen zurückzuführen.

Das Arbeitsvolumen in den Bundesländern im Jahr 20131)

Land

Arbeitsvolumen

insgesamt

Je Erwerbstätigen

Mrd. Stunden

Änderung zum Vorjahr in %

Stunden

Änderung zum Vorjahr in %

Änderung zum Jahr 2000 in %

Baden-Württemberg

8,05

1,2

1.373

0,2

-4,8

Bayern

9,74

0,7

1.388

-0,2

-5,7

Berlin

2,57

0,9

1.439

-0,9

-5,2

Brandenburg

1,58

-1,0

1.481

-0,7

-6,6

Bremen

0,57

-0,3

1.355

-0,7

-4,8

Hamburg

1,68

0,0

1.424

-1,0

-4,6

Hessen

4,51

0,0

1.389

-0,3

-5,8

Mecklenburg-Vorpommern

1,06

-2,2

1.478

-1,2

-5,4

Niedersachsen

5,27

0,4

1.368

-0,3

-5,5

Nordrhein-Westfalen

12,01

-0,2

1.345

-0,7

-6,0

Rheinland-Pfalz

2,59

-0,3

1.346

-0,5

-6,5

Saarland

0,69

-1,2

1.347

-0,4

-5,7

Sachsen

2,93

0,3

1.474

-0,2

-4,9

Sachsen-Anhalt

1,47

-1,3

1.473

-0,6

-6,2

Schleswig-Holstein

1,82

0,1

1.384

-0,2

-5,6

Thüringen

1,54

-1,1

1.493

-0,5

-5,0

 

 

 

 

 

 

Deutschland

58,07

0,2

1.388

-0,4

-5,6

 

 

 

 

 

 

Nachrichtlich:

 

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

 

  – ohne Berlin

46,92

0,3

1.370

-0,3

-5,6

  – einschl. Berlin

49,49

0,3

1.373

-0,4

-5,6

Neue Bundesländer

 

 

 

 

 

  – ohne Berlin

8,58

-0,8

1.479

-0,5

-5,5

  – einschl. Berlin

11,15

-0,4

1.469

-0,6

-5,5

Quelle: Arbeitskreise „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“.

Berechnungsstand: Januar 2014. 1) Jahresdurchschnitt.

 


Bei den hier für das Jahr 2013 vorgelegten ersten, noch vorläufigen Länderergebnissen, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.