Auf einen Blick

Pressemitteilung

231/2014/57/B
München, den 07. August 2014

Zahl der Erstimmatrikulationen in Bayern 2013 weiter auf hohem Niveau

Ein Fünftel der Studienanfänger waren ausländische Staatsangehörige

 
Im Wintersemester 2013/2014 waren an Bayerns Hochschulen 355 915 Studierende immatrikuliert, darunter 66 809 junge Menschen, die erstmals ein Studium aufgenommen hatten. Im ganzen Studienjahr 2013 (Sommersemester 2013 und Wintersemester 2013/2014) verzeichneten die Hochschulen in Bayern 73 677 Erstimmatrikulierte. Das waren 3,3 Prozent mehr als im vorangegangenen Studienjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, besaßen 14 907 oder 20,2 Prozent der Erstimmatrikulierten eine ausländische Staatsbürgerschaft. Im Vergleich zum Studienjahr 2008 (16,3 Prozent) hat der entsprechende Anteilswert deutlich zugenommen.

 
Die Bayerischen Hochschulen verzeichneten im Wintersemester 2013/2014 mit 355 915 Studierenden einen neuen Rekordwert. Die Zahl der Studierenden lag damit um 7,0 Prozent über dem vorangegangenen Wintersemester. Dabei hatten 66 809 junge Menschen erstmals ein Studium aufgenommen (+4,4 Prozent). Im gesamten Studienjahr 2013 (Sommerstester 2013 und Wintersemester 2013/2014) betrug die Zahl der Erstimmatrikulationen 73 677 (+3,3 Prozent). Damit lag die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger zwar deutlich unter dem insbesondere durch den doppelten Abiturientenjahrgang besonders hohen Wert des Studienjahres 2011 (85 867), bewegte sich aber im Vergleich zu den davor liegenden Studienjahren (2010: 64 749; 2009: 59 081) weiter auf hohen Niveau.

 
Der überwiegende Teil der Erstsemester waren deutsche Staatsbürger (58 770 oder 79,8 Prozent). Davon hatten 44 277 (75,3 Prozent) ihre Hochschulzugangsberechtigung in Bayern erworben, 13 572 oder 23,1 Prozent in einem anderen Bundesland und 921 im Ausland. Etwa ein Fünftel (14 907 oder 20,2 Prozent) der Erstimmatrikulierten besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der überwiegende Teil dieser Studienanfänger hatte 2013 seine Hochschulzugangsberechtigung auch im Ausland erworben (12 582 oder 84,4 Prozent), etwa ein Achtel (12,3 Prozent) in Bayern.

 
Wie ein Vergleich mit dem Studienjahr 2008 zeigt, als der entsprechende Anteilswert noch bei 16,3 Prozent lag, hat die Attraktivität bayerischer Hochschulen für ausländische Studierende (im ersten Hochschulsemester) deutlich zugenommen. Dabei verdoppelte sich die Zahl der Studierenden aus dem außereuropäischen Ausland nahezu auf 6 320 (+93,0 Prozent), während der Anstieg aus dem europäischen Ausland nicht ganz so kräftig ausfiel (+51,1 Prozent).

 
Mit 40,3 Prozent war der Anteil der ausländischen Studienanfänger, die sich erstmals für ein sogenanntes MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) einschrieben, 2013 insgesamt in etwa genauso hoch wie bei ihren deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Allerdings schrieben sich Ausländer hier deutlich häufiger an Universitäten (69,8 Prozent) ein als deutsche Studienanfänger, von denen etwa die Hälfte ihr MINT-Studium an einer Fachhochschule aufnahm. Besonders begehrt war dabei die TU München, an der sich 40,8 Prozent der ausländischen Studienanfänger in diesem Fächerbereich und insgesamt 20,5 Prozent aller Erstimmatrikulierten mit ausländischer Staatbürgerschaft inskribiert hatten.
 
 

Studienanfänger in Bayern seit 2000 nach Herkunft Studienanfänger in Bayern seit 2000 nach Herkunft

 
Ausführliche Ergebnisse enthält der demnächst erscheinende Statistische Bericht „Studierende an den Hochschulen in Bayern - Wintersemester 2013/14 – Endgültige Ergebnisse“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.