Auf einen Blick


Pressemitteilung

234/2014/55/L
München, den 08. August 2014

Über eine Milliarde Euro Erbschaft- und Schenkungsteuer für den Freistaat Bayern

Zunahme um 10,8 Prozent gegenüber 2012

 
Im Freistaat wurden im Jahr 2013 über eine Milliarde Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer als Ländersteuer – deren Einnahmen allein dem jeweiligen Land zufließen – festgesetzt, 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, resultierten die Steuereinnahmen aus einem steuerrelevanten Vermögenswert von 7,3 Milliarden Euro. Rund 78 Prozent der Steuereinnahmen kamen aus den insgesamt 21 895 veranlagten Erwerben von Todes wegen (z.B. Erbschaften). Daneben wurden 7 380 Schenkungen festgesetzt.

 
Die bayerischen Finanzämter setzten im Jahr 2013 insgesamt über eine Milliarde Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer fest. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entsprach dies gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 10,8 Prozent bzw. 103 Millionen Euro. Die Einnahmen aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer fließen als Ländersteuer vollumfänglich in die Kassen der Bundesländer.

 
Insgesamt wurden 29 275 steuerpflichtige Erwerbsfälle im Jahr 2013 erfasst, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Vererbt bzw. verschenkt wurde von diesen ein Vermögenswert von 10,8 Milliarden Euro (+24,0 Prozent). Nach Berücksichtigung der persönlichen und sachlichen Steuerbefreiungen, -begünstigungen sowie Freibeträgen und zzgl. eventueller Vorerwerbe verblieben steuerpflichtige Erwerbe in Höhe von 7,3 Milliarden Euro (+23,4 Prozent) zur Steuerfestsetzung.

 
Rund 78 Prozent (824 Millionen Euro) der festgesetzten Steuereinnahmen ergaben sich aus Erwerben von Todes wegen (z.B. Erbschaften, Vermächtnisse). Die 21 895 Erben zeigten den Finanzämtern einen für die Steuerfestsetzung maßgeblichen steuerpflichtigen Erwerb von 3,9 Milliarden Euro an. Daneben wurden 7 380 steuerrelevante Schenkungen erfasst. Diese führten mit einem steuerpflichtigen Erwerb von fast 3,4 Milliarden Euro zu einer Steuerfestsetzung von knapp 238 Millionen Euro.

 
Sehr große Vermögensübertragungen gab es nur selten: Weniger als ein Prozent der Erben und knapp über drei Prozent der Beschenkten erhielten ein steuerpflichtiges Vermögen von über 2,5 Millionen Euro. Mit einem Anteil von 29,5 Prozent waren sie jedoch maßgeblich an den Erbschaft- und Schenkungsteuereinnahmen des Freistaats beteiligt.

 
Die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik weist nur die Vermögensübertragungen aus, für die eine Steuer festgesetzt wurde. Die Mehrzahl der tatsächlichen Erbschaften und Schenkungen liegt jedoch unterhalb der hohen Freibetragsgrenzen und ist entsprechend nicht erfasst. Basis der Angaben bildet das Festsetzungsjahr 2013, d.h. der Steuerentstehungszeitpunkt des Erbschafts- oder Schenkungsfalls kann bereits in den Vorjahren eingetreten sein.
 
 
 
Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Erben und Schenken in Bayern 2013“ (L46003 201300). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.