Auf einen Blick


Pressemitteilung

236/2014/23/Z
München, den 12. August 2014

Regionalatlas um zwei Indikatorensysteme erweitert

Neben dem Indikatorensystem „Gender“ nun auch „Nachhaltigkeit“ und „Soziales“ als Indikatorensystem abgebildet

 
Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bieten bereits seit April 2013 unter www.statistikportal.de ihren neuen Regionalatlas an. Dieser stellt in Form von thematischen Karten zurzeit 119 Indikatoren für alle Bundesländer, Regierungsbezirke/Statistische Regionen, Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands kartografisch dar. Das interaktive und kostenfreie Informationsangebot erstreckt sich dabei über 15 Themenbereiche und 3 Indikatorensysteme. Das Angebot der Indikatorensysteme wurde neben den bereits veröffentlichten Genderindikatoren um die Nachhaltigkeits- und Sozialindikatoren erweitert.

 
Unter dem Indikatorensystem „Nachhaltigkeit“ ist im Themenbereich Umwelt beispielsweise ersichtlich, dass 2012 das Aufkommen an Haushaltsabfällen je Einwohner zwischen 320,2 kg in Sachsen und 512,3 kg in Rheinland-Pfalz differierte. Der Altenquotient, d.h. das Verhältnis der Bevölkerung im sogenannten Ruhestandsalter zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (Themenbereich Bevölkerung-Alterung), war 2011 in Sachsen mit 38,4 Prozent am höchsten und im Stadtstaat Hamburg mit 27,4 Prozent am niedrigsten. Der Umfang der Ganztagsbetreuung der 0- bis 2-Jährigen (Themenbereich Ganztagsbetreuung von Kindern) betrug 2013 in 5 Kreisen Thüringens über 50 Prozent. Spitzenreiter war die kreisfreie Stadt Jena mit 54,4, Prozent.

 
Der unter den Sozialindikatoren enthaltene Indikator „Anteil der Empfänger sozialer Mindestsicherungsleistungen“ war 2011 in Berlin mit 18,8 Prozent am höchsten und in Bayern mit 4,3 Prozent am geringsten. Beim „Verfügbaren Einkommen je Einwohner 2011“ reichte die Spannweite von 16 317 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 22 086 Euro in Bayern.
Das Angebot wird durch eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Indikatoren ergänzt. Darüber hinaus können Nutzer auch die zugrunde liegenden Ausgangsdaten in der Regionaldatenbank Deutschland über einen eingerichteten Link aus den Karten tabellarisch medienbruchfrei abrufen.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.