Auf einen Blick


Pressemitteilung

23/2014/35/M
München, den 30. Januar 2014

Inflationsrate in Bayern im Januar bei 1,1 Prozent

Preise für Kraftstoffe auf niedrigstem Stand seit Februar 2011

Im Vergleich zum Januar des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Gesamtniveau um 1,1 Prozent erhöht; im Dezember hatte die Inflationsrate bei 1,2 Prozent gelegen. Wie schon in den Vormonaten ist dieser moderate Preisanstieg zu einem Teil auf den Wegfall der Studiengebühren im Oktober des Vorjahres zurückzuführen. Preisdämpfend haben sich aber auch die Preisrückgänge bei Heizöl (-7,4 Prozent) und Kraftstoffen (-3,1 Prozent) ausgewirkt. Überdurchschnittliche Teuerungsraten weisen hingegen weiterhin Nahrungsmittel (+3,6 Prozent) auf. Insbesondere Butter (+19,6 Prozent), Quark (+18,5 Prozent) und Olivenöl (+16,2 Prozent) haben sich spürbar verteuert. – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,7 Prozent gefallen. Saisonal bedingt haben sich die Preise für Pauschalreisen (-17,3 Prozent) stark verbilligt. Weiterhin rückläufig sind die Preise für Heizöl (-2,0 Prozent) und Kraftstoffe (-1,8 Prozent). Die Preise für Kraftstoffe lagen damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011; Heizöl war zuletzt im Mai 2011 günstiger zu beziehen.
  

Verbraucherpreisindex für Bayern Verbraucherpreisindex für Bayern

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Januar 2014 bei +1,1 Prozent; im
vorangegangenen Dezember hatte sie bei +1,2 Prozent gelegen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, wäre der Verbraucherpreisindex um 1,4 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Januar des Vorjahres um 3,6 Prozent erhöht. Deutlich verteuert haben sich u. a. frische Milch (+12,3 Prozent), Quark (+18,5 Prozent), Olivenöl (+16,2 Prozent) und Butter (+19,6 Prozent). Die Preise für Gemüse sind gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent gestiegen. Eier (-7,6 Prozent) und
Kaffee (-4,3 Prozent) hingegen haben sich binnen Jahresfrist spürbar verbilligt.

Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Januar des Vorjahres um 7,4 Prozent gefallen. Bei Gas war ein geringfügiger Preisanstieg von 0,4 Prozent zu verzeichnen. Die Preise für Strom sind um 2,4 Prozent gestiegen. Kraftstoffe waren im Januar 2014 indessen um 3,1 Prozent günstiger als im Januar des Vorjahres. Das Preisniveau für Kraftstoffe lag damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Januar des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,4 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Januar auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. tragbare Computer (-10,8 Prozent), digitale Camcorder (-7,1 Prozent) und DVD-Recorder (-6,9 Prozent) spürbar günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,7 Prozent verringert. Aus saisonalen Gründen sind dabei die Preise für
Pauschalreisen (-17,3 Prozent) besonders kräftig gefallen. Auch Heizöl (-2,0 Prozent) und Kraftstoffe (-1,8 Prozent) waren günstiger als im Vormonat. Vergleichsweise moderate Preiserhöhungen waren bei Obst (+0,9 Prozent) und Gemüse (+0,4 Prozent) zu beobachten. Spürbar gefallen binnen Monatsfrist sind hingegen die Preise für Eier (-10,2 Prozent).

 
Hinweis:
Die Presseinformation zum Berichtsmonat Januar 2014 enthält vorläufige Ergebnisse.

 
Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Januar 2014 mit Jahreswerten von 2011 bis 2013 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Januar 2014 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de, Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.