Auf einen Blick

Pressemitteilung

242/2014/56/E
München, den 14. August 2014

Rückläufige Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe im Juni 2014

Baugewerblicher Umsatz und Personalstand dagegen im Plus

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erwirtschafteten die in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe im Juni 2014 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 1,18 Milliarden Euro. Damit lag der baugewerbliche Umsatz nominal um 7,2 Prozent über dem Vergleichswert des entsprechen-den Vorjahreszeitraums. Zu diesem Umsatzplus haben, abgesehen von Mittelfranken und Unterfranken (-2,5 Prozent bzw. -4,8 Prozent), alle Regierungsbezirke Bayerns beigetragen und zwar mit Umsatzzunahmen zwischen 2,0 Prozent (Oberfranken) und 16,7 Prozent (Oberpfalz). Im aktuellen Berichtsmonat wurden von den insgesamt 81 683 tätigen Personen (+6,5 Prozent im Vergleich zum Juni 2013) in den bayerischen bauhauptgewerblichen Betrieben zusammen gut 8,5 Millionen Arbeitsstunden erbracht (+1,5 Prozent), wofür diese Beschäftigten eine Entgeltsumme in Höhe von 247,6 Millionen Euro bezogen. Die Auftragseingänge bezifferten sich im Juni 2014 auf insgesamt 1,08 Milliarden Euro und lagen damit nominal um 8,2 Prozent unter dem Wert vom Juni 2013.

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung belief sich der baugewerbliche Umsatz der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes im Juni 2014 auf 1,18 Milliarden Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahresergebnis entspricht dies einem Umsatzzuwachs von 79,1 Millionen Euro bzw. 7,2 Prozent. Zu diesem Umsatzplus haben, abgesehen von Mittelfranken und Unterfranken (-2,5 Prozent bzw. -4,8 Prozent), alle Regierungsbezirke Bayerns beigetragen und zwar mit Umsatzzunahmen zwischen 2,0 Prozent (Oberfranken) und 16,7 Prozent (Oberpfalz). Differenziert man den erwirtschafteten baugewerblichen Umsatz nach Sparten, ergibt sich für vier von sechs Bausparten ein Umsatzplus, darunter der Wohnungsbau mit einem Zuwachs von 19,4 Prozent. Den stärksten Umsatzrückgang verzeichnete dagegen der Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-8,2 Prozent).

 
Die Auftragseingänge der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes betrugen im Juni 2014 insgesamt 1,08 Milliarden Euro und lagen damit nominal um 8,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dieses Minus wurde überdurchschnittlich von der Bausparte „Gewerblicher und industrieller Tiefbau“ (-51,4 Prozent auf 111 Millionen Euro) geprägt. Rückläufig entwickelten sich ebenfalls der Wohnungsbau (-3,6 Prozent auf 265,5 Millionen Euro) sowie der Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-0,8 Prozent auf 78,3 Millionen Euro).

 
Im Juni 2014 arbeiteten 81 683 Personen in den bayerischen baugewerblichen Betrieben. Die Zahl der dort tätigen Personen lag damit um 6,5 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das von diesen Mitarbeitern im Juni 2014 geleistete Arbeitspensum bezifferte sich auf 8,5 Millionen Arbeitsstunden (+1,5 Prozent) und die zeitgleich gezahlte Bruttoentgeltsumme auf 247,6 Millionen Euro (+11,5 Prozent).
 
 
Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.
 
 
 

Baugewerblicher Umsatz von Betrieben im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bau-
gewerblicher Umsatz
 insgesamt1)

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau2)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro 

Juni 2014

Oberbayern

 286 444

 92 603

 58 265

 43 652

 15 002

 49 620

 27 302

Niederbayern

 186 281

 46 734

 53 143

 16 642

 10 939

 32 606

 26 218

Oberpfalz

 197 317

 33 279

 81 547

 14 251

 17 111

 30 860

 20 268

Oberfranken

 105 693

 27 423

 36 521

 8 284

 5 845

 14 057

 13 563

Mittelfranken

 82 433

 21 170

 23 887

 11 467

 8 124

 10 200

 7 585

Unterfranken

 102 823

 19 671

 28 836

 12 777

 11 670

 15 555

 14 314

Schwaben

 222 171

 75 124

 56 318

 27 734

 12 872

 27 378

 22 745

Bayern

1 183 163

 316 005

 338 518

 134 807

 81 562

 180 276

 131 995

Veränderungen in % gegenüber Juni 2013

Oberbayern

8,4

24,1

3,2

9,1

3,0

7,6

-15,9

Niederbayern

8,9

33,3

0,0

-22,3

-26,1

37,5

14,6

Oberpfalz

16,7

15,4

40,8

42,3

-3,1

-12,7

4,7

Oberfranken

2,0

18,5

8,8

4,1

-6,6

-20,3

-9,7

Mittelfranken

-2,5

-5,9

24,5

-16,8

2,3

2,7

-32,3

Unterfranken

-4,8

-10,2

-3,9

27,1

-20,8

6,1

-14,0

Schwaben

9,1

28,0

10,0

-5,8

5,8

5,6

-13,2

 

 

 

 

 

Bayern

7,2

19,4

12,3

1,6

-7,4

4,0

-8,2

_________

1) Ohne Umsatzsteuer.

2) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.

 
 
 
Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Juni 2014“ (Berichtsnummer: E21003 201406). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.