Auf einen Blick

Pressemitteilung

24/2014/55/A
München, den 03. Februar 2014

Zum Welt-Krebs-Tag am 4. Februar

Lungen- und Bronchialkrebs ist die am häufigsten vollstationär im Krankenhaus behandelte Krebserkrankung

Im Jahr 2012 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 207 116 Patienten mit Krebs als Hauptdiagnose vollstationär behandelt, rund 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren in 53,8 Prozent der Fälle die Patienten männlich und in 68,9 Prozent der Fälle 60 Jahre alt oder älter.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Krebs-Tages am 4. Februar mitteilt, wurden im Jahr 2012 in den bayerischen Krankenhäusern 207 116 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit Krebs als Hauptdiagnose durchgeführt, rund 0,5 Prozent weniger als im Jahr davor (2011: 208 214). Nicht mitgezählt sind hier, wie international üblich, Krankenhausbehandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose
nicht-malignen Melanoms.

In 53,8 Prozent aller aufgrund von Krebserkrankungen erfolgten stationären Krankenhaus-Behandlungen waren die Patienten männlich. Bezogen auf die Bevölkerung gleichen Geschlechts in Bayern wurden Männer mit 1 813 Fällen je 100 000 Einwohner jedoch deutlich öfter wegen Krebserkrankungen stationär in Krankenhäusern behandelt als Frauen mit 1 501 Fällen je 100 000 Einwohner.

Mit Blick auf das Alter der Patienten mit der Hauptdiagnose Krebs zeigt sich, dass 68,9 Prozent ein Alter von 60 Jahren oder mehr aufwiesen und 86,1 Prozent 50 Jahre oder älter waren. Die absolut höchste Zahl an stationären Krankenhausbehandlungen wegen Krebs betraf Patienten der Altersgruppe 70 bis unter 75 Jahre. Bemerkenswert ist, dass in den Altersgruppen 30 bis unter 60 Jahre Frauen stärker vertreten waren.

Mit 23 897 Fällen insgesamt war Lungen- und Bronchialkrebs die häufigste Hauptdiagnose bei den Krebserkrankungen, aufgrund derer eine vollstationäre Krankenhausbehandlung stattfand. Danach folgte Brustkrebs mit 20 749 Fällen und an dritter Stelle Dickdarmkrebs mit 13 064 Behandlungsfällen.

Die häufigste Krebsdiagnose bei den Frauen war in 20 592 Fällen der Brustkrebs, an zweiter Stelle folgte mit 8 563 Behandlungsfällen Lungen- und Bronchialkrebs und an dritter Stelle Dickdarmkrebs (5 895 Fälle).

Bei den Männern dagegen war der häufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt aufgrund eines Krebsleidens Lungen- und Bronchialkrebs mit 15 334 Fällen, auf Platz zwei lag mit 11 567 Behandlungsfällen der Prostatakrebs, gefolgt von Harnblasenkrebs mit 9 440 Fällen.


Vollstationäre Behandlungsfälle von Krebspatienten
in bayerischen Krankenhäusern 2012

Altersgruppe

Behandlungsfälle
insgesamt

davon Fälle von

 männlichen

weiblichen

Patienten

 

unter 15                     

3 842

2 214

1 628

15 bis unter 20              

1 144

 651

 493

20 bis unter 25              

1 152

 697

 455

25 bis unter 30              

1 462

 789

 673

30 bis unter 35              

2 014

 963

1 051

35 bis unter 40              

2 930

1 124

1 806

40 bis unter 45              

5 695

2 097

3 598

45 bis unter 50               

10 514

4 421

6 093

50 bis unter 55              

15 719

7 547

8 172

55 bis unter 60              

19 840

10 765

9 075

60 bis unter 65              

25 429

14 384

11 045

65 bis unter 70               

28 300

16 448

11 852

70 bis unter 75              

37 015

21 699

15 316

75 bis unter 80              

26 009

14 428

11 581

80 bis unter 85              

16 246

8 915

7 331

85 bis unter 90              

7 483

3 362

4 121

90 bis unter 95              

2 093

 820

1 273

95 und mehr                  

 229

 78

 151

 

 

 

 

insgesamt                    

207 116

111 402

95 714



Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2012“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 12,20 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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