Auf einen Blick

Pressemitteilung

254/2014/34/C
München, den 28. August 2014

Bayerische Fleischproduktion im ersten Halbjahr 2014 leicht gestiegen

Deutliche Zunahme bei Rindfleisch um 5,5 Prozent

 
Im ersten Halbjahr 2014 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 394 500 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Zunahme um 4 000 Tonnen bzw. 1,0 Prozent. Maßgebend hierfür war die Steigerung bei Rindfleisch um 5,5 Prozent (7 800 Tonnen) auf 149 900 Tonnen. Dagegen verringerte sich die Schweinefleischproduktion um 1,6 Prozent (3 800 Tonnen) auf 243 300 Tonnen.

 
Im ersten Halbjahr 2014 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen gemäß den Meldungen der Veterinärämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 394 500 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies eine Steigerung um 4 000 t bzw. 1,0 Prozent.

 
Auf Schweinefleisch entfielen fast 62 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion um 1,6 Prozent (3 800 t) auf 243 300 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum um 1,5 Prozent (38 000 Tiere) auf 2,54 Millionen ab. Gut 63 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (94 700 t bzw. 38,9 Prozent) und Oberbayern (59 700 t bzw. 24,6 Prozent) erzeugt.

 
38 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 149 900 t war die produzierte Fleischmenge um 5,5 Prozent (7 800 t) höher als von Januar bis Juni des Vorjahres. Aufgrund eines etwas geringeren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder um 5,7 Prozent (23 200 Tiere) auf 433 600 zu. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 45 600 t (Anteil 30,4 Prozent) sowie in Schwaben mit 35 100 t (23,4 Prozent).

 
Die verbleibende Schlachtmenge von 1 300 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch (1 100 t) sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

 
Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, liegt der Anteil beim Schweinefleisch bei lediglich knapp einem Zehntel.



Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern im ersten Halbjahr 2014 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 105 645 

 45 627 

  826 

 21 869 

 13 869 

 8 547 

  340 

  175 

 59 746 

  237 

  20 

  15 

Niederbayern

 

 112 411 

 17 532 

  76 

 10 679 

 3 558 

 3 041 

  92 

  85 

 94 717 

  86 

  4 

  72 

Oberpfalz

 

 24 720 

 14 330 

  73 

 4 045 

 7 069 

 3 008 

  61 

  74 

 10 213 

  120 

  12 

  45 

Oberfranken

 

 56 209 

 19 990 

  44 

 7 416 

 9 336 

 3 035 

  90 

  69 

 36 157 

  33 

  7 

  22 

Mittelfranken

 

 32 233 

 13 405 

  41 

 5 497 

 5 247 

 2 466 

  96 

  58 

 18 568 

  242 

  8 

  9 

Unterfranken

 

 16 703 

 3 901 

  81 

 1 823 

 1 206 

  673 

  75 

  44 

 12 635 

  156 

  4 

  6 

Schwaben

 

 46 538 

 35 124 

  370 

 15 081 

 14 235 

 5 044 

  291 

  103 

 11 219 

  182 

  8 

  5 

 

Bayern 1. Hj. 2014

 

 394 460 

 149 909 

 1 511 

 66 411 

 54 520 

 25 814 

 1 044 

  609 

 243 255 

 1 057 

  64 

  174 

1. Hj. 2013

 

 390 453 

 142 082 

 1 464 

 59 975 

 53 584 

 25 500 

 1 051 

  509 

 247 102 

 1 032 

  68 

  170 

Veränderung

 

 

absolut

 

 4 006 

 7 828 

  48 

 6 436 

  936 

  314 

-  7 

  101 

- 3 847 

  25 

-  4 

  4 

%

 

  1,0 

  5,5 

  3,3 

  10,7 

  1,7 

  1,2 

-  0,7 

  19,8 

-  1,6 

  2,4 

-  5,7 

  2,6 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.