Auf einen Blick


Pressemitteilung

266/2014/57/B
München, den 10. September 2014

9 500 Euro wurden 2011 je Schüler/Studierenden in Bayern ausgegeben

Internationale Indikatoren ermöglichen Ländervergleiche der Bildungssituation

 
Heute ist die neue Ausgabe der „Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ als Tabellenband erschienen. Auf 95 Seiten enthält diese Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine Fülle von Kennzahlen, die einen Vergleich der Bildungssituation in den Bundesländern ermöglichen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erlauben die international standardisierten Indikatoren zudem eine bessere internationale Einordnung der Ergebnisse anhand des OECD-Durchschnitts.

 
Heute haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die aktuelle Gemeinschaftsveröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ herausgegeben. Das Bildungswesen ist im föderalen System Deutschlands eine Kernaufgabe der Bundesländer. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ermöglicht der Tabellenband einen Vergleich von Bildungsstand und Bildungsbeteiligung, Bildungsausgaben und -erträgen zwischen den einzelnen Bundesländern. Die Berechnung der Indikatoren erfolgt nach der Methodik der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), sie erlaubt dadurch eine bessere internationale Einordnung der Ergebnisse durch einen Vergleich mit dem OECD-Durchschnittswert.

 
2012 verfügten rund 19 Prozent der bayerischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (25- bis
64-Jährige) über einen Hochschulabschluss. Weitere 12 Prozent hatten eine Fachschule, eine Fach- oder Berufsakademie, ein 2- bzw. 3-jähriges Programm in Gesundheits- und Sozialberufen bzw. eine Erzieherausbildung abgeschlossen. Damit wiesen rund 31 Prozent der bayerischen Bevölkerung einen tertiären Ausbildungsabschluss auf. Im Bundesdurchschnitt erreichten 28 Prozent der Erwachsenenbevölkerung dieses Ausbildungsniveau (OECD-Durchschnitt: 33 Prozent).

 
Die Studienanfängerquote hat sich in Bayern seit 2000 (29,0 Prozent) deutlich erhöht und lag 2012 mit 52,6 Prozent nur knapp unter dem Bundesdurchschnittswert von 53,2 Prozent (OECD-Durchschnitt: 58,3 Prozent).

 
Auch im Jahr 2012 stellte sich die Beschäftigungssituation in Bayern insgesamt erneut günstiger dar als im übrigen Bundesgebiet. So waren 81,2 Prozent der Bayern im erwerbsfähigen Alter beschäftigt (Bundesdurchschnitt 78,2 Prozent; OECD-Durchschnitt 73,7 Prozent). Bei einem tertiären Ausbildungsabschluss lag die Beschäftigungsquote mit 88,9 Prozent deutlich über diesem Wert. Auch bei den anderen Qualifikationsniveaus belegt Bayern Spitzenpositionen.

 
Die jährlichen Gesamtausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler bzw. je Studierenden lagen
2011 in Bayern bei rund 9 200 Euro (Bundesdurchschnitt 8 500 Euro, OECD-Durchschnitt 7 400 Euro).
 
 
Diese und weitere interessante Daten zur Bildungssituation stehen im Internet kostenlos zum Herunterladen bereit (www.statistikportal.de).
 
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.